Rezension: „Alfies Bestattungsladen“


„Alfies Bestattungsladen“
Helmut Exner
Kindle Edition [klick], ASIN: B00KHN4DQC, € 2,99
Taschenbuch [klick]
, ISBN: 978-3943403374, € 8,95
220 Seiten
Verlag: EPV Elektronik-Praktiker-Verlagsges. mbH
erschienen: eBook Mai 2014 / TB Juli 2014

Mein Dank geht an den EPV, der mir auch dieses eBook wieder zur Verfügung gestellt hat.

Der Autor:
Helmut Exner stellt sich auf seiner Autoren-Homepage so ausführlich und nett vor, dass ich euch direkt dorthin schicke 😉
Autoren-Homepage von Helmut Exner: http://www.helmutexner.de

Inhalt:
Alfons Witzki, genannt Alfie führt zusammen mit seiner Familie ein Bestattungsunternehmen. Gestorben wird zwar immer, doch die Konkurrenz ist groß und so macht auch Alfie sich immer wieder Gedanken darum, wie das Geschäft noch angekurbelt werden könnte. Und  er hat einige durchaus ungewöhnliche Ideen.
Als in der Nachbarschaft die 15jährige Ina ums Leben kommt, ist das Entsetzen aber selbst in der Bestatterfamilie groß, denn das Mädchen lag der Familie Witzki, und ganz besonders Tochter Rebecca, sehr am Herzen.

Meine Meinung:
Einmal mehr hat Helmut Exner mit seinem zuweilen doch sehr skurrillen Humor mich dazu gebracht mehr als einmal laut aufzulachen. Einer Freundin, die mir dabei zugehört hat, musste ich eine Szene vorlesen. Diese Freundin hat mit Büchern normalerweise absolut nichts am Hut, aber nach dieser Szene hat auch sie schallend gelacht. Und ja, es ist an einigen Stellen sehr makaber. Aber eben makaber lustig. Ich würde euch ja diese Szene hier auch gerne zeigen, aber glaubt mir, ihr solltet das wirklich selbst lesen. Ich sag nur „trauernde Witwe“. Wenn ihr dann an diese Stelle des Buches kommt, dann wisst ihr sofort was ich meine.
Die Familie Witzki ist selbst schon ein absolutes Unikat. Die Mitglieder könnten nicht unterschiedlicher sein. Alfie mit seinem skurilen Humor und seinen doch recht außergewöhnlichen Ideen, Sohn Markus ein Lebemann und Tochter Rebecca, die die ausgleichende und ruhige Rolle in der Familie inne hat. Und die im Laufe der Geschichte erstaunlicherweise immer mehr in den Mittelpunkt gerät.
Lilly Höschen tritt in dieser Geschichte außergewöhnlich selten auf, doch wenn sie in Erscheinung tritt, dann in gewohnter Manier.
Richtig gefreut habe ich mich auch darüber noch einige weitere „alte Bekannte“ zu treffen.
Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil erzählt die Geschichte der Familie Witzki im hier und jetzt. Der zweite Teil ist zwar auch im hier und jetzt erzählt, aber er gibt auch einen Einblick wie der Hutterer Gottlieb 1930 nach Kanada ausgewandert ist.
Dieser Teil war für meinen Geschmack einen Tick zu lang, auch wenn er geschichtlich sehr interessant ist. Mir hat eine ganze Weile der Zusammenhang zur Familie Witzki gefehlt. Natürlich haben sich am Ende die Fäden dann doch wunderbar miteinander verbunden.

Mein Fazit:
Ein leichter Krimi mit vielen Leichen und wenig Blut, dafür mit ganz viel skurilem Humor im typischen Helmut Exner Stil. Wer diese Kombination mag, der sollte unbedingt mal einen Helmut Exner lesen.

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen

Zusätzliche Information:
Hier noch mal alle Bücher von und mit Lilly Höschen. Wobei man die Reihenfolge nicht unbedingt einhalten muss. Denn die Bücher können durchaus auch unabhängig von einander gelesen werden.
– Walpurgismord
– Sauschlägers Paradies
– Die Segeberg-Connection, die Lübecker Marzipanleiche und der Harzer Roller
– Lilly Höschen und ihr Gespür für Mord
– Mörderische Harzreise
– Lilly fährt mit dem Zeppelin zum Mond
– Familientreffen mit Leiche

Hier noch mal die Links zu allen bisher erschienenen Fällen von Lilly Höschen:

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