Rezension: „Wellenspiel der Liebe – Mermaid Cruises (Bd. 1)“

Wellenspiel der Liebe
„Wellenspiel der Liebe – Mermaid Cruises (Bd. 1)“
Susan Florya
Kindle Edition [klick], ASIN: B01KXROV40, € 2,99
-derzeit nur als eBook erhältlich-
342 Seiten
erschienen: 16. September 2016
Verlag: bookshouse

Die Autorin:
Susan Florya wurde 1969 während einer Urlaubsreise in Istanbul/Türkei als Bäckerstochter geboren. Aufgewachsen ist sie in Dortmund und mitten im Rheinland. Nach dem Abitur folgte eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau, heute verdient sie ihre Brötchen als kaufmännische Angestellte eines großen Unternehmens in Düsseldorf. Schon als Kind hat sie stets Geschichten erfunden und aufgeschrieben. Bis heute ist ein Leben ohne Bücher für sie undenkbar. (…)  (Quelle: bookshouse)

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Inhalt:
Eigentlich sollte die Karibikkreuzfahrt an Bord der „MS Illusion“ Patsy’s Hochzeitsreise werden. Jetzt hat sie die Hochzeitssuite zusammen mit ihrer Schwester Amy bezogen, denn ihren Verlobten hat sie kurz vor der Hochzeit überrascht – sein Pech, dass er gerade nicht alleine war und gerade ausgiebigen Matratzensport betrieben hat.
Während Patsy anscheinend nicht viel Liebeskummer hat, sondern die Reise ausgiebig genießt, keine Party sausen lässt und die Männer anzieht wie ein Magnet, ist Amy nicht besonders begeistert. Sie ist eher der ruhige Typ „Bücherwurm“, der den Anblick des weiten Ozeans und der Sonnenuntergänge genießt und sich am liebsten mit einem Buch in einer stillen Ecke verkriecht. Ausgerechnet der Schiffszauberer, Typ arroganter Latin-Lover, genial gut aussehend, immer gut gelaunt und angeschmachtet von allen weiblichen Gästen, bringt Amy völlig aus dem Konzept.

Meine Meinung:
Ich liebe die Karibik, ich liebe es auf dem Wasser zu sein und ich mag Liebesromane. Also konnte ich an diesem Buch gar nicht vorbei 😉
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, bei dem ich innerlich nicken musste, denn ja – auch ich würde mich dort nur sehr ungern in der ersten Reihe wiederfinden. Dann lerne ich Patsy und Amy kennen und ganz schnell habe ich festgestellt, dass die Autorin einen außergewöhnlichen Schreibstil hat.

Zitat (Seite 14 – Kindle-Version)
Entlang der Futterquellen mischte sich die salzige Luft mit dem Duft von gegrillten Rippchen und Paella. Entschuldigungen murmelnd schob sich Amy an der ausgehungerten Warteschlange vorbei, die sich mit letzter Kraft vom Frühstücksbuffet zum Barbecuelunch geschleppt hatte. In Ketchup schwimmende Pommes frites auf dem Teller sicherten das Überleben bis zum Erreichen der braukesselgroßen Kugelgrills, ein kaltes Bier dazu für die ärztlich empfohlene Flüssigkeitszufuhr.

Ich mag es, wenn es leicht sarkastisch klingt. Und mit diesem Stil hat Susan Floryn genau den Punkt getroffen, wie ich es mir auf so einem Kreuzfahrtschiff vorstelle. Szenen und Beschreibungen in dieser Art gibt es noch ganz viele und obwohl ich während des Lesens tatsächlich das eine oder andere Mal dachte „das ist aber jetzt too much“, muss ich im nachhinein wieder schmunzeln, denn ich glaube es trifft 100% auf den Kern des Urlaubs auf so einer Kreuzfahrt. Die Partys und Shows und auch die verschiedenen Orte und Landschaften hat die Autorin sehr bildhaft beschrieben und so ist mir auch total leicht gefallen die komplette Reise mitzuerleben.
Die beiden Schwestern Patsy und Amy sind so grundverschieden, dass ich Patsy schon manchmal am liebsten zugerufen hätte: werde endlich erwachsen. Aber auf der anderen Seite mochte ich ihre lockere Art auch wieder sehr. Amy ist dagegen viel tiefgründiger, gegen Patsy wirkt sie wie ein vertrocknetes Gänseblümchen gegen eine tiefrote Baccara-Rose. Daher kann man sich schon ein kleines bisschen wundern, was ausgerechnet den heißen und umschwärmten Zauberer immer wieder zu Amy hinzieht. Ich mochte ihn, er hatte sehr viele Facetten, mal arrogant und unnahbar, dann wieder erstaunlich anders und überraschend. Und immer geheimnisvoll!
Zwischendrin gibt es immer mal wieder Rückblicke – und ich muss zugeben anfangs haben die mich leicht verwirrt. Ich wusste zunächst nichts damit anzufangen. Aber so nach und nach halfen sie dann doch Amy besser zu verstehen. Mir hat die Geschichte und auch die Entwicklung der Figuren sehr gut gefallen. Nur einen Punkt, den kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Was genau das ist, kann ich euch natürlich nicht verraten ohne zu spoilern – und ich weiß auch, wenn es an dieser Stelle anders wäre, dann würde die komplette Story keinen Sinn machen. Trotzdem will mir diese eine Frage nicht aus dem Kopf. Trotzdem habe ich mich auf dieser Kreuzfahrt köstlich amüsiert, gelacht, gefeiert, gestaunt aber auch gelitten. Also genau alles was man sich von so einem Buch wünscht. Übrigens mochte ich Felipe auch total gerne und ich hoffe, dass auch er eine eigene Geschichte in den Mermaid Cruises bekommt.

Mein Fazit:
Ein wirklich gelungener Liebesroman in einer tollen Kulisse, die ein großes Geheimnis birgt und alles hat was frau sich von einem solchen Buch wünscht.

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen

One thought on “Rezension: „Wellenspiel der Liebe – Mermaid Cruises (Bd. 1)“

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