Kochbuch-Rezension: „das strunz low carb kochbuch“

das strunz low carb kochbuch„das strunz low carb kochbuch“
Dr. med. Ulrich Strunz
Kindle Edition [klick], ASIN: B01M14BWYA, € 15,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3453201446, € 19,99
208 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
erschienen: 12. Dezember 2016

Der Autor:
Im sächsischen Görlitz wurde Ulrich Strunz am 21. November 1943 geboren, machte sein Abitur mit der Note 1,0 und studierte Physik – unterstützt durch das Bayerische Hochbegabtenstipendium. Ähnlich erfolgreich ging es weiter, mit einem Stipendium der Deutschen Studienstiftung schloss er auch noch das Studium der Medizin ab. Mit 28 Jahren und zwei Studienabschlüssen in der Tasche blieb er als wissenschaftlicher Assistent an der Uniklinik Erlangen und promovierte zum Dr. med. Nach knapp zehn Jahren als Wissenschaftler machte sich Ulrich Strunz 1980 mit seiner eigenen Praxis als Internist selbstständig. Heute betreut er u. a. Leistungssportler und hat sein Wissen zu Gesundheit und Fitness bereits in mehr als 30 Büchern weitergegeben. (Quelle: Amazon.de)

Inhalt:
In der Einleitung werden dem Leser die Grundlagen dieser Ernährungsweise näher gebracht. Dazu gehören grundsätzliche Erläuterungen rund um das Thema „Low Carb“, „Paleo“ und „genetisch korrektes Essen“.
Dann folgen die Rezeptteile, die schön und übersichtlich aufgeteilt sind in:

  • Basics, die man immer auf Vorrat haben kann und dann ganz schnell zur Verfügung sind, wenn man keine Zeit oder Möglichkeit hat, um aufwändig zu kochen.
  • Frühstücksrezepte
  • Suppen – aufgeteilt in die Kategorien „mediterran“, „Landlust“, „asiatisch“ und „urban“
  • Leichte Gerichte – aufgeteilt in die Kategorien „mediterran“, „Landlust“, „asiatisch“ und „urban“
  • Heat up (warme Gerichte) – aufgeteilt in die Kategorien „mediterran“, „Landlust“, „asiatisch“ und „urban“
  • No sugar – Big fun (Süßes)

Danach folgt eine Liste welche Lebensmittel in welchen Mengen pro Portion zugelassen sind, um den Richtlinien dieser Ernährungsweise zu entsprechen.
Zum Schluß gibt es noch ein Rezeptregister (alphabetisch), das aber nur vegetarische und vegane Rezepte enthält. Wobei im Buch selbst aber durchaus auch Rezepte mit Fleisch enthalten sind.

Meine Meinung:
Das Buch ist toll aufgemacht mit vielen Erklärungen rund um die Ernährungsidee und auch vor jeder neuen Kategorie eine kleine Einleitung dazu. In der Einführung spricht der Autor überwiegend von „No Carb“, wobei er sagt, dass No Carb gleich 20 – 50 Gramm Kohlehydrate täglich bedeutet. Die entsprechenden Rezepte sind dann jeweils mit einem „No Carb“-Symbol gekennzeichnet. Die einzelnen Rezepte enthalten aber auch den Hinweis wieviel Eiweiß und wieviele Kohlehydrahte in Gramm pro Portion enthalten sind. Angaben zum Fettgehalt sind nicht vorhanden.
Die Rezepte sind schön übersichtlich aufgeführt, in der links stehen die einzelnen Zutaten, rechts die Zubereitungsschritte. Zusätzlich findet man auch noch Angaben über die Anzahl der Portionen und die Zubereitungsdauer. Hin und wieder gibt es auch noch spezielle Tipps, z.B. für den Austausch einer Zutat oder einer alternative zum Anrichten.
Die Rezepte sind vielfältig und sehr unterschiedlich, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.
Trotz dieser schönen Aufbereitung und den wirklich vielen unterschiedlichen Rezepten, war es für mich persönlich sehr schwer überhaupt das eine oder andere Rezept zu finden, welches ich auf Anhieb nachkochen konnte. Das liegt daran, dass hier in fast jedem Rezept Zutaten verwendet werden, die ich einfach nicht vorrätig habe und zum Teil auch nur schwer im Handel erhältlich sind. Wenn ich sie dann bekomme, gibt es sie nur in größeren Mengen und für ein Rezept werden meistens nur minimale Mengen benötigt. Da waren zum Teil Zutaten dabei, von denen ich noch nie in meinem Leben etwas gehört habe, wie z.B. Lupinenschrot und Chufasflocken (Erdmantelflocken). Wenn man ausschließlich nach dieser Diät leben möchte, dann lohnt sich die Anschaffung der vielen verschiedenen Grundzutaten sicher. Wenn man aber – so wie ich – nur ab und zu „Low Carb“ kochen und essen möchte, der ist mit diesem Kochbuch wahrscheinlich nicht ganz so gut bedient.
Nachgekocht habe ich bis jetzt (aus obigen Gründen) ausschließlich die Erdnusssuppe mit Putenspieß (Seite 85). Das Nachkochen war total leicht, schnell und einfach und die Suppe hat auch sehr lecker geschmeckt.

ErdnusssuppeEtwas überrascht war ich allerdings auch davon, dass der Autor in der Einleitung von genetisch korrekter Ernährung spricht und dann auf Seite 16/17 in den „Sieben magische Must Haves“ ein Eiweißpulver, welches über den Autor vertrieben wird, als ein „Must Have“ auflistet. Außerdem wird Stevia in vielen Rezepten zum Süßen verwendet. Auch das ist ja ein industriell hergestelltes Produkt.

Mein Fazit:
Wer nur gelegentlich die eine oder andere Low-Carb-Mahlzeit zubereiten möchte, ist mit diesem Kochbuch wahrscheinlich nicht so gut beraten. Wer aber dauerhaft diese Ernährungsweise wählt, findet hier sicher noch tolle Anregungen.

Meine Wertung:
3 von 5 Herzen

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