Rezension: „Und dann kam Mr. Willow“

Und dann kam Mr. Willow
“Und dann kam Mr. Willow”
Anna Saalbach
Kindle Edition [klick], ASIN: B01MCSQC77, € 7,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3956496837, € 9,99
304 Seiten
erschienen: August 2017
Verlag: MIRA Taschenbuch

Die Autorin:
Anna Saalbach arbeitete viele Jahre als Zentraleinkäuferin für ein großes Filialunternehmen, bevor sie nach der Geburt ihres ersten Sohnes damit begann, sich ihren Kindheitstraum zu erfüllen und endlich mit dem Schreiben anfing. Zunächst als freie Redakteurin für unterschiedliche namhafte Magazine (Print und Online), bis sie 2007 ihren ersten Jugendroman verfasste und veröffentlichen konnte. Seit 2007 ist sie als freie Autorin tätig und hat inzwischen rund 60 Bücher bei großen, bekannten Verlagen veröffentlicht. Im Kinderbuchbereich ist ihr eine Bestsellerreihe geglückt, die inzwischen in vielen Sprachen übersetzt wurde. Im Herbst 14 ist ihr erster Frauenroman erschienen, im Frühjahr 16 erscheint ein weiterer Roman. Anna Saalbach ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in einer Kleinstadt zwischen Hamburg und Hannover.
(Quelle: Mira Taschenbuch)

Inhalt:
Mirka kann es kaum erwarten. Ihr langjähriger Freund hat sie zu einem Wochenende nach London eingeladen. Sie ist sich absolut sicher, dass er ihr endlich einen romantischen Heiratsantrag machen wird. Doch es kommt völlig, denn er gesteht ihr, dass er sich vor kurzem mit einer anderen verlobt hat und diese bereits ein Kind von ihm erwartet.
Völlig fassungslos und sitzt Mirka dann auf einer Parkbank. Da sitzt plötzlich ein kleiner Hund vor ihr und „hört“ ihr zu. Als er ihr dann nicht mehr von der Seite weichen will, entschließt sie sich kurzerhand ihn zu behalten und mit nach Deutschland zu nehmen.

Meine Meinung:
Als absoluter Hundemensch, ist ein Buch mit diesem schönen Cover und diesem Klappentext natürlich ein „must-read“ für mich, noch dazu wenn es dann auch noch um Liebe geht. Dieses Buch konnte mich aber leider nicht ganz überzeugen. Der Schreibstil von Anna Saalbach ist zwar locker und leicht und gut zu lesen, aber ich konnte mit der Protagonistin Mirka nicht so wirklich warm werden. Viele ihrer Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. Natürlich steht sie nach solch einer Eröffnung völlig unter Schock und dann sind Handlungen meistens nicht wirklich „normal“, aber Mirka hat dieses in meinen Augen irrationale Handeln irgendwie ein bisschen zu lange durchgezogen. Ja, sie ist enttäuscht und ja, sie will jetzt den totalen Neuanfang, aber die Herangehensweise erschien mir doch zeitweise ziemlich naiv.
Auch in dem Mann mit der Sonnenbrille habe ich mich ziemlich getäuscht. Und auch seine Handlungen konnte ich ein paar mal überhaupt nicht nachvollziehen. Und natürlich ist es klar, das in einem Liebesroman, die Richtung, in die es laufen wird, relativ schnell klar ist. Aber hier musste der Zufall den beiden Protas ganz schön oft helfen. Zwei Highlights hatte das Buch dennoch. Das waren Mr. Willow und Bella. Die beiden haben mich dann doch des Öfteren zum schmunzeln gebracht. Hundfans und -trainer sollten beim Lesen allerdings ein Auge zudrücken, denn so ganz realistisch ist zumindest das Verhalten von Mr. Willow nicht immer 😉

Mein Fazit:
Eine leichte Geschichte, in der mich die beiden Protas nicht ganz von sich überzeugen konnten. Dennoch kann man das Buch gut lesen, besonders dann, wenn man Hunde liebt.

Meine Wertung:
3 von 5 Herzen

Hörbuch-Rezension: „Irgendwo im Glück“

Irgendwo im Glück


„Irgendwo im Glück“

Anna McPartlin
gelesen von: Nina Petri

 

 

Hörbuch CD (gekürzt): [klick], € 11,99
Kindle Edition [klick], ASIN: B01835ARQK, € 10,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3499272233, € 12,99
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Random House Audio, Deutschland

Die Autorin:
Anna McPartlin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre frühe Kindheit. Wegen einer Krankheit in ihrer engsten Familie zog sie als Teenager nach Kerry, wo Onkel und Tante sie als Pflegekind aufnahmen. Nach der Schule studierte Anna ziemlich unwillig Marketing. Nebenbei stand sie auch als Comedienne auf der Bühne, doch ihre wahre Liebe galt dem Schreiben, das sie bald zum Beruf machte. Bei der künstlerischen Arbeit lernte sie ihren späteren Ehemann Donal kennen. Die beiden leben heute zusammen mit ihren drei Hunden und zwei Katzen in Dublin. (Quelle: Amazon.de)

Die Sprecherin:
Nina Petri spielte in vielen erfolgreichen Kino- und TV-Produktionen und erhielt für ihre Leistungen u. a. den Bayerischen und Deutschen Filmpreis. Ihre Stimme hat eine große Bandbreite, die Krimis ebenso lebendig werden lässt wie Romane und Biografien.. (Quelle: Randomhouse)

Inhalt:
Maisie Bean hat sehr schwere Zeiten durchlebt. Zeiten voller Schmerz und Trauer, aber sie hat es geschafft, diese Gefühle zu verarbeiten. Und aus den Erfahrungen zu lernen. Das alles hat sie veranlasst ein Buch darüber zu schreiben. Jetzt steht in einem großen Saal voller angehender Akademiker in einem College und hält dort ihre erste Lesung. Sie erzählt davon wie ihr Sohn Jeremy mit 16 Jahren spurlos verschwand. Es ist

Zitat:
Jeremys Geschichte – eine Erinnerung an Liebe und Missverständnis.

Meine Meinung:
Der Prolog beginnt damit, dass Maisie Bean vor den Studenten steht und sich vorstellt. Schon nach wenigen Sätzen habe ich das erste Mal die Luft angehalten.
Sie erzählt den jungen Leuten die Geschichte ihrer Familie. Eigentlich erzählt sie nur von den fünf schlimmsten Tagen in ihrem Leben.
Am 1. Januar 1995 verschwindet ihr damals 16 jähriger Sohn Jeremy zusammen mit seinem besten Freund spurlos. Es dauert fünf lange und furchtbare Tage bis Jeremy gefunden wird.
Es gibt zwei Erzählperspektiven, die eine erzählt die Geschichte aus der Sicht von Maisie und die andere ist aus der Sicht von Jeremy erzählt.
Die Geschichte, die dem Hörer hier von Maisie und Jeremy erzählt wird, handelt von Gewalt, von Sexualität, von (falscher) Moral, von Akzeptanz aber auch von Freundschaft und Liebe. Aber es ist defintiv kein Krimi! Im nachhinein, wird wohl jeder Hörer erst mal sagen: Was soll das? Das alles sollte heutzutage doch kein Problem mehr sein. Doch wenn man dabei bedenkt, dass die Geschichte 1995 in Dublin spielt, dann wird einem klar, dass alle diese Probleme sehr wohl existiert haben und zum großen Teil sicher noch existieren. Die Autorin packt hier gleich mehrere „heiße Eisen“ an und ich finde, sie hat das ganz hervorragend gemacht. Dieser eine Satz, der mich schon im Prolog fast umgehauen hat, dann geht es weiter mit einem ersten Kapitel voller Wärme und Liebe. Und bis zum Verschwinden von Jeremy lernt man Maisie und Jeremy mit ihrer ganzen Familie und ihrem Alltag ganz in Ruhe kennen. Ich hatte schon relativ früh einen Verdacht, in welche Richtung sich Jeremys „Problem“ entwickeln könnte, aber mit dem wirklichen Ende habe ich definitiv nicht so gerechnet. In der Mitte des Buches gab es kleine Längen, aber zum Schluß hin, hat sich das Ganze dann sehr rasant weiterentwickelt. Am Endewurde es noch einmal richtig heftig und die Tränen flossen mir übers Gesicht.
Nina Petri spricht mit einer sehr angenehmen Stimme und versteht es die richtigen Akzente zu setzen. Sie hat sowohl die Stimmungen hervorragend betont als auch die Figuren in meinem Kopf zum Leben erweckt.

Mein Fazit:
Ein sehr gefühlvoll gesprochenes Hörbuch. Eine tiefgehende Geschichte, die den Hörer sehr berührt und zum nachdenken bringt.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

 

FBM 2015: „Anna Schneider / Anna Martens“


Anna Schneider / Anna Martens

Foto: © Anna Schneider


Liebe Anna, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und meine Fragen beantwortet hast! Ich freue mich schon sehr auf die Currywurst mit dir!

 

Beate: Wirst du im Oktober auf der Buchmesse in Frankfurt anzutreffen sein?
Anna: Selbstverständlich! Ein Herbst ohne Buchmesse – da würde mir etwas fehlen. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, Verlagsmitarbeiter, Kollegen und Leser zu treffen, die ich mir nicht entgehen lassen möchte. Allerdings zieht es mich auch jedes Jahr dorthin, weil ich bis vor einigen Jahren in Frankfurt gelebt und in einem der Hochhäuser gearbeitet habe. Insofern begegnen sich dort mein altes und mein neues Leben.

Beate: Wann und wo kann man dich dort treffen? Vielleicht bei einer Lesung oder einer Signierstunde?
Anna:
Ich werde als „Anna Martens“ zu treffen sein und zwar beim Meet & Greet von Midnight Ullstein , das am 17.10.2015 zwischen 13 und 15 Uhr im Raum „Exposé“ in der Halle 3.0 C Ost stattfindet.

Beate: Wenn ja, zu welchem Buch?
Anna: Dort ist mein Thriller „Engelsschmerz“ als E-Book erschienen.

Beate: Gibt es dann sogar ein neues Buch, welches dort erst vorgestellt wird?
Anna: Leider in diesem Herbst nicht. Zwei Projekte sind abgeschlossen, ich kann allerdings noch nichts weiter dazu verraten.
Eine brandneue Geschichte von mir findet sich in dem Buch „Chillen, killen, campen“, das im KBV-Verlag erschienen ist. Mit etwas Glück erwischt man mich auch an diesem Stand, den ich für einen der schönsten auf der Messe halte.

Beate: Kann man dich eventuell sogar bei einer Veranstaltung außerhalb der Messehallen treffen? Wenn ja, wann und wo?
Anna: Außerhalb der Messehallen wird man mich eher nicht finden. Nach einem Tag unter so vielen Menschen ziehe ich mich am Abend gerne zurück oder treffe mich mit alten Freunden.

Beate: Oder bist du selbst nur als Besucher auf der Messe unterwegs?
Anna: Obwohl ich als Autorin arbeite, bin und bleibe ich auch leidenschaftliche Leserin. Insofern streife ich zwischen meinen Terminen gerne durch die Hallen, um mir die Stände und die neuesten Bücher anzusehen. Dabei trifft man viele andere Buchbegeisterte – genau das mag ich an der Messe so sehr.

Ich sag noch mals ganz lieben Dank an Anna!!!

Von welcher weiteren Autorin, von welchem weiteren Autor möchtet ihr noch wissen ob und wann ihr sie in Frankfurt treffen könnt? Schreibt es mir einfach in den Kommentar, dann frag ich mal nach 🙂

Rezension: „Bald wird es Nacht, Prinzessin“

„Bald wird es Nacht, Prinzessin“
Anna Schneider
Kindle Edition [klick], ASIN: B00IF6Q2EE, € 8,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3522503938, € 9,99
224 Seiten
Verlag: Planet Girl
erschienen: März 2014
vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 – 16 Jahre

Die Autorin:
Anna Schneider wurde 1966 in Bergneustadt im oberbergischen Kreis geboren und lebt heute in der Nähe von München.
2008 begann sie Kurzkrimis zu schreiben und gewann im selben Jahr den 1. Preis eines Kurzgeschichten-Wettbewerbes. Im folgenden Jahr gehörte sie zu den Nominierten für den ersten deutschsprachigen Krimi-Hörbuchpreis. 2013 gewann sie das Stipendium „Tatort Töwerland“ der Insel Juist.
Die Autorin schreibt Krimis und Thriller für Jugendliche und für Erwachsene. Außerdem hat sie eine Reihe von Shortstories veröffentlicht.
(Quelle: Amazon.de)
Die Webseite von Anna Schneider findet ihr hier: www.schneideranna.com
Und bei Facebook könnt ihr sie hier finden: https://www.facebook.com/pages/Anna-Schneider-Autorin

Inhalt:
Es ist eine ausgelassene Party und niemand merkt, wie ein paar Jungs mit Nova in den Garten verschwinden. Dann wird Nova plötzlich bewusstlos – die Jungs sind kopf- und hilflos. Das einzige was sie denken ist: „Bloß weg hier und hoffentlich hat uns keiner gesehen!“ Nur Tobi, reagiert und holt Daniel zu Hilfe, bevor auch er das Weite sucht. Daniel, der zum Glück gerade selbst in einem Krankenhaus arbeitet, macht alles richtig, so dass Nova überlebt – aber sie fällt ins Koma. Und kann nicht erzählen was passiert ist. Die anderen Partygäste wollen alle nichts gesehen haben und wissen gar nichts. Aber Daniel und auch Jessy, Novas beste Freundin, kommt das ganze seltsam vor und sie versuchen herauszufinden was passiert ist. Und plötzlich sind sie selbst in Gefahr.

Meine Meinung:
Das Buch beginnt direkt mit einem Zitat, bei dem ich schon dachte: Oh ja, ich auch nicht.

Zitat – Seite 5:
„Ich habe keine Angst vor dem Sterben.
Ich möchte bloß nicht dabei sein, wenn es passiert.“
Woody Allen

Und dann beginnt die Geschichte direkt mit dem ersten Satz – keine große Einleitung, keine langsame Vorstellung der Charaktere, nein: der Leser ist sofort mittendrin. Ich fand das sehr spannend und ich habe das Buch wirklich in einem Rutsch durchgelesen. Einmal musste ich für eine Stunde unterbrechen, aber diese Stunde hat sich endlos gezogen, weil ich unbedingt weiterlesen wollte.
Die Story finde ich sehr facettenreich und sehr, sehr traurig. Auch wenn sie wahrscheinlich ziemlich dicht an der Realität ist. Lediglich die Art und Weise wie sich die Freundschaft zwischen Jessi und Daniel entwickelt und die absolut überzeugende und bedingungslose Freundschaft von Jessi zu Nova sind Lichtblicke. Lichtblicke, die dem erwachsenen Leser zeigen, dass eben nicht alle Jugendlichen „so“ sind. Absolut gut gefallen hat mir aber auch der Charakter von Nova. Nova, die ja im Koma liegt und sich nicht äußern kann, hat ein Videotagebuch geführt und durch Auszüge aus diesem Tagebuch, die sich fast über ein ganzes Jahr hinziehen, erhält der Leser einen Einblick in das Leben, Denken und Handeln von Nova. Und ich habe sie wirklich bewundert und sehr oft gut verstanden. Diese Mutter hätte ich am liebsten …
Ich möchte hier gar nicht zu viel verraten. Lest es einfach selbst. Es ist zwar ein Jugendbuch und ich kann mir gut vorstellen, dass es den Jugendlichen – und zwar auch Jungs – gefallen wird, aber auch für Erwachsene finde ich es sehr empfehlenswert. Ich könnte es mir auch sehr gut als Schullektüre vorstellen, vielleicht hilft die gemeinsame Lektüre ja den einen oder anderen wach zu rütteln.
Ich hätte sehr gerne noch viel mehr Zeit, vor allem mit Nova, verbracht und war dementsprechend auch traurig, als ich Abschied nehmen musste.

Mein Fazit:
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite und noch darüber hinaus. Meine absolute Leseempfehlung für alle von 13 bis 99+ und garantiert nicht das letzte Jugendbuch, das ich von dieser Autorin gelesen habe.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

Es wird keine Helden geben – Die Gewinner!

Es hat jetzt mit der Auslosung doch etwas länger gedauert, als geplant, aber jetzt stehen sie die Gewinner alle fest. Und *tadadaaaaa*
Oetinger hat entschieden, dass JEDER, der bei dem Gewinnspiel mitgemacht hat ein Gewinner sein soll. Wenn das nicht mal genial ist, oder? Das heißt, von allen, die hier bei mir mitgemacht haben, geht je ein

signiertes Taschenbucher

an

Norma B.
Liesa T.
Red-Sydney
Guilia V.
Annette S.
Sandra B.
Stephanie S.
Josef D.
Kathrin L.
Margret M.
Carmen S.

und ein Taschenbuch ohne Signatur geht an

Gudrun E.

Das sind zwar jetzt 11 signierte Bücher, eine/r von euch muss es auf einem der anderen Blogs gewonnen haben, ich wollte nur trotzdem gerne alle erwähnen. Die komplette Gewinnerliste könnt ihr euch hier runterladen [klick – Link entfernt]. Nur noch mal der Vollständigkeit halber – auch wenn ihr eure Namen jetzt noch auf dem einen oder anderen Blog findet – jeder bekommt „nur“ ein Buch 😉

Die Bücher gehen im Laufe der nächsten Woche in die Post. Herzlichen Glückwunsch an euch alle und ich bin schon sehr gespannt wie euch das Buch gefällt. Vielleicht meldet ihr euch mal, wenn ihr es gelesen habt?

Gewinnspiel: „Es wird keine Helden geben“

Im Laufe dieser Woche habt ihr hier bei mir und auch auf vielen anderen Buchblogs ganz viel über dieses tolle Buch gelesen.

Heute habe ich das große Vergnügen, dass ich sage und schreibe 10 – ja, ihr lest richtig

ZEHN signierte Taschenbücher

unter meinen Bloglesern verlosen darf.

Die Teilnahme dazu ist ganz einfach. Ihr müsst mir nur eine Frage beantworten. Habt ihr meine Rezension zu dem Buch gelesen? Und meinen Sonderbeitrag? Wenn nein, dann könnt ihr das noch schnell nachholen und zwar hier

  • Meine Rezension [klick]
  • Meine Aktionsbeitrag [klick]
    um meine Frage zu beantworten, solltet ihr das auf jeden Fall gelesen haben 😉

Meine Frage an euch lautet: Wie seht ihr das mit dem Thema „Pressefreiheit“ und / oder „Sensationsgier“. Ich möchte aber bitte nicht nur einen Satz lesen, sondern ihr solltet eure Meinung schon ein wenig ausführlicher schreiben.

Ganz wichtig: Füllt bitte das unten angezeigte Formular aus UND hinterlasst ZUSÄTZLICH eure Antwort(en) auf meine Frage (ohne Angaben eurer Kontaktdaten) als Kommentar hier auf meinem Blog.

Die Teilnahme- & Datenschutzbedingungen müsst ihr lesen und akzeptieren. Ihr findet sie hier: [klick]

Übrigens, heute gehen auf mehreren Blogs Gewinnspiele zu diesem Buch online. Ihr dürft überall mitmachen, aber gewinnen könnt ihr nur auf einem der Blogs. Also maximal ein Buch in einen Haushalt.

Teilnehmen könnt ihr bis zum 17.01.2014.

Viel Glück!

[contact-form-7 id=“3592″ title=“Gewinnspiel: Es wird keine Helden geben“]

Bloggeraktion: „Es wird keine Helden geben“

Das Buch „Es wird keine Helden geben“ von Anna Seidl wird am 20. Januar 2014 im Oetinger Verlag erscheinen. Ich durfte es im Rahmen einer großen Blogger-Aktion bereits vorab lesen.

Habt ihr meine Rezension zu diesem Buch schon gelesen? Nein? Hier ist sie [klick]. Lest sie bitte zuerst.

Und weil ich diesem Wahnsinns-Buch in meiner Rezension nicht wirklich gerecht werden kann, möchte ich euch heute noch etwas mehr über dieses Buch und meine Gedanken dazu erzählen. Erstens: damit ihr euch selbst von dem unglaublich authentischen Schreibstil der unfassbar jungen Autorin (sie war 16 als sie dieses Buch geschrieben hat!!!) überzeugen könnt. Und zweitens: damit ihr versteht warum mich dieses Buch so enorm fesselt und wie nachhaltig es auch noch Tage, wenn nicht sogar Wochen nach dem Lesen wirkt und beschäftigt. Ich bin absolut überzeugt, dieses Buch kann wirklich jeden Menschen, der auch nur einen Funken Gefühl im Leib hat, in seinen Bann ziehen und vielleicht sogar bei dem einen oder anderen eine klitzekleine Veränderung bewirken. Eine klitzekleine Veränderung, die ganz große Wirkung haben kann.
Wie oft haben wir alle schon den Satz gehört „Das Leben geht weiter“, egal ob wir durch eine Prüfung gerasselt sind, einen Job verloren, oder ob wir einen geliebten Menschen verloren haben. Immer wieder hört man: „Das Leben geht weiter“. Aber wie geht das Leben für ein 15jähriges Mädchen weiter, das gerade seine erste große Liebe entdeckt hat? Ein Mädchen, das gerade Zeuge eines Amoklaufs wurde. Ein Mädchen, das gesehen hat wie Mitschüler erschossen werden, darunter der eigene Freund. Die erste große Liebe. Und sie selbst überlebt! Wie bitte schön soll das Leben für Miriam weitergehen? Und immer die Frage nach dem „Warum?“. Und die Frage „Wer ist schuld?“
Aber das ist bei weitem nicht alles …

… gestolpert bin ich auch und vielleicht sogar besonders über diese Stellen:

Matias‘ Amoklauf wurde gerade gestoppt und Miriam verlässt das Schulgebäude, um den Sanitätern, die ihren Freund raustragen, zu folgen.

Zitat – Seite 19
Ich will ihnen folgen und – pralle zurück.
Es ist schrecklich. So etwas habe ich nicht erwartet. Journalisten, so viele Journalisten, mit ihren Mikrofonen und Kameras. Sie filmen uns! Filmen uns, als wäre es einer von diesen bescheuerten Blockbustern, die im Fernsehen laufen.
Fassungslos bleibe ich stehen. Dann renne ich zu dem Krankenwagen, in den sie Tobi schieben. Ich bin schon fast da, als ein Reporter mich aufhält. „Hey, Kleine! Erzählst du mir, was da drinnen passiert ist? … Hey, warte mal!“

Pressefreiheit und das „Recht auf Information“ in allen Ehren. Aber ist das nicht viel mehr die pure Sensationslust? Wo ist hier die Menschlichkeit geblieben? Mir stockt immer noch der Atem und der Reporter ist einfach nur „plump“ und „neugierig“? Ich befürchte, auch das ist ein Teil grausame Realität. Und das geht auch noch weiter, denn selbstverständlich ist die gesammelte Presse auch bei der Trauerfeier dabei. Was haben die da zu suchen? Trauern die etwa auch? Oder sind sie wieder nur dabei die Sensationslust der Menschheit zu befriedigen? Oder vielleicht sogar Profilierungssucht der Politiker? Ist es wirklich echte Anteilnahme, wenn ein Politiker auf einer solchen Veranstaltung erscheint und eine Rede darüber hält, wie betroffen er über das Geschehene ist? Und wie hilft dieser Auftritt den Betroffenen tatsächlich weiter?

Zitat – Seite 63 (auf der Trauerfeier in der Kirche – Gedanken von Miriam)
Er geht nach vorn an die Kanzel und beginnt zu sprechen. Noch eine Rede, die nichts ändern wird. Am Ende geht es dabei ja nur darum, in der Öffentlichkeit einen guten Eindruck zu machen. Wie es uns dabei geht, interessiert doch eigentlich gar keinen. Keiner fragt, ob es uns stören könnte, dass unsere Trauerfeier gefilmt wird. So sind die Menschen eben. Sie interessieren sich am meisten für sich selbst.“

Das möchte ich jetzt einfach mal unkommentiert wirken lassen!

Ich könnte euch hier noch viel, viel mehr zitieren. Mein Buch ist voll von Markierungen und trotzdem möchte ich an dieser Stelle innehalten und erst mal gelesenes wirken lassen.

Die beiden Zitate zeigen was eigentlich nicht in Worte zu fassen ist und es sind nur zwei kurze Absätze. Aber dieses Buch besteht aus 256 Seiten, die nachhaltig wirken!

Im Rahmen dieser Aktion haben sich viele Blogger Gedanken um die Thematik Amoklauf, Liebe, Freundschaft, Trauer und noch so einiges mehr gemacht. Seit Beginn dieser Woche könnt ihr auf etlichen Blogs darüber lesen und vielleicht auch mitdiskutieren.
Hier findet ihr ein paar davon, aber meine Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Abschließend möchte ich euch noch mal kurz auf die Leserunde aufmerksam machen. Der Verlag stellt 20 Bücher zur Verfügung. Die Frist läuft bis zum 9. Januar 2014. Bewerben könnt ihr euch also nur noch heute und zwar hier [klick].

Rezension: „Es wird keine Helden geben“

„Es wird keine Helden geben“
Anna Seidl
Kindle Edition [klick], ASIN: B00GZZNJ5W, € 9,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3789147463, € 14,95
256 Seiten
Verlag: Oetinger
Erscheinungstermin: 20. Januar 2014
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Mein herzlicher Dank, geht an den Oetinger Verlag, der mir dieses Vorab-Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Die Autorin:
Anna Seidl, 1995 in Freising/Bayern geboren, dachte sich schon als Schulkind eigene Geschichten aus. Heute ist sie freie Autorin und lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Frankfurt. (Quelle: Oetinger)

Inhalt:
Es ist Montag und ohne eine liebevolle „Weck-SMS“ von ihrem Freund Tobi, hätte die 15jährige Miriam heute Morgen sicher verschlafen. Doch so schafft sie es pünktlich in die Schule.
An dem Montag, an dem sich alles verändert.
An dem Montag, an dem Tobi sterben muss.
An dem Montag, an dem die nackte Angst in der Schule herrscht.
An dem Montag, an dem es keine Helden geben wird.
An dem Montag als der unscheinbare Matias aus der Parallelklasse in der Schule Amok läuft.

Meine Meinung:
Selten ist es mir so schwer gefallen, meine Gefühle und Gedanken in halbwegs geordnete Sätze zu bringen. Dieses Buch ist fast genauso unfassbar wie die Geschichte, die die Autorin uns hier erzählt. Emotionen, Unglauben, Staunen, tiefe Erschütterung, alles das strömt beim Lesen dieses Buches auf mich ein. Das Thema „ein junger Schüler läuft in seiner Schule Amok und verletzt seine Mitschüler und Mitschülerinnen nicht nur wahllos, sondern tötet dabei auch noch mehrere“ ist alleine schon emotionsgeladen. Aber wie die Autorin diese Geschichte schreibt und wie sie alles das was damit einhergeht, wie z.B. Trauer, Schuld, Hass, Angst aber auch Liebe und Freundschaft beschreibt, das ist unglaublich. Und ich kann kaum fassen, dass diese Autorin erst 16 Jahre alt war, als sie dieses Buch geschrieben hat und dass es sich hierbei um ein Autorendebüt handelt. Dieses Buch ist ein bisschen wie eine Lawine. Es hat eine Welle von Gefühlen und Gedanken in meinem Kopf losgetreten.
Der Schreibstil ist absolut fesselnd und ich war bereits nach den ersten drei Seiten nicht mehr ansprechbar. Es ist zwar fiktiv, aber doch irgendwie eine Dokumentation und trotzdem so intensiv geschrieben, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Dabei geht es nur kurz um den Amoklauf an sich, sondern um alles das was dieser Amoklauf mit den Überlebenden anstellt. Wie sich deren Leben verändert. Was ein solcher Amoklauf hinterlässt. Wut, Trauer, die Frage nach der Schuld und vieles mehr. Wir alle haben leider ja schon von Amokläufen gehört, aber so intensiv wie dieses Buch ist, habe ich noch keinen TV-Bericht und noch keine Nachrichtensendung in diesem Zusammenhang gesehen.

Mein Fazit:
Dieses Buch ist unglaublich gut. Es fesselt seinen Leser bereits mit den ersten Sätzen. Es ist abgeschlossen und doch bleiben so viele Fragen offen. Der Leser bleibt nachdenklich zurück. Dieses Buch ist ein Muss für jeden! Und es eignet sich perfekt für Diskussionen über Liebe, Freundschaft, Wut, Trauer, Mobbing, Gewalt und so vieles mehr. Nicht nur an Schulen und nicht nur für Jugendliche!

Meine Wertung:
Eigentlich mag ich dieses Buch nicht mit profanen Herzen bewerten. Denn das empfinde ich hierfür als total unpassend. Aber es gehört nun mal zu einer Rezension dazu und deswegen steht es völlig außer Frage, dass dieses großartige Buch nur
5 von 5 Herzen
bekommen kann.

Buchvorstellung: „Es wird keine Helden geben“


Die Fakten
Titel: „Es wird keine Helden geben
Autor: „Anna Seidl
Verlag: Oetinger
Erscheinungstermin: Januar 2014
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Kurzbeschreibung
Berührend, fesselnd, unfassbar: Wenn nichts mehr ist, wie es war. Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt – aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe? (Quelle: Oetinger)

Warum ich euch dieses Buch vorstelle? Ganz einfach: Ich hatte das große Glück es bereits vorab lesen zu dürfen und ich kann euch sagen, es handelt sich wirklich ein absolutes Ausnahmebuch. Das müsst ihr einfach selbst lesen. Ich möchte euch heute noch gar nicht zu viel verraten …

… aaaaber es wird eine Leserunde dazu geben. Der Verlag stellt 20 Bücher zur Verfügung. Und bewerben könnt ihr euch schon heute. Die Frist läuft bis zum 9. Januar 2014. Bewerben könnt ihr euch hier [klick]. Also nutzt eure Chance. Das Buch ist es wert. Denn die Kurzbeschreibung hat völlig recht. Es ist: berührend, fesselnd und gleichzeitig unfassbar!