Rezension: „Die Wolkenfischerin“

Die Wolkenfischerin
„Die Wolkenfischerin“
Claudia Winter
Kindle Edition [klick], ASIN: B06ZXVFVY2, € 8,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3442485734, € 9,99
400 Seiten
Verlag: Goldmann
erschienen: 18. Dezember 2017

Die Autorin:
Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben „Aprikosenküsse“ und „Glückssterne“ hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Nebenbei arbeitet sie als Lektorin und Coach. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn. (Quelle: Goldmann)
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Inhalt:
Claire Dumont lebt und arbeitet in Berlin. Sie arbeitet sehr erfolgreich für das Berliner Gourmet- & Lifestyle-Magazin „Genusto“. Was niemand ahnt: Sie lebt und arbeitet mit einem gefälschten Lebenslauf. Soeben hat sie von ihrem Chef ein sensationelles Angebot für den nächsten Schritt auf der Karriereleiter erhalten. Dumm nur, dass ihre Mutter ausgerechnet jetzt ins Krankenhaus muss und Claire um Hilfe bittet. Sie soll sich in der Bretagne um ihre gehörlose Schwester kümmern, solange die Mutter im Krankenhaus liegt. Doch dorthin, nach Moguériec, wollte sie eigentlich nie wieder zurückkehren. Und erst recht nicht jetzt. Dennoch, sie kann ihrer Mutter diesen Wunsch nicht abschlagen und kehrt zurück, in das Dorf, in dem sie ihre Kindheit verbracht hat. Dort trifft sie auf ihren Freund aus Kindertagen und ist überrascht was aus ihm geworden ist. Den absoluten Supergau erlebt sie aber, als ihr Chef in genau diesem Ort auftaucht, um dort Urlaub zu machen. Verzweifelt versucht sie ihr Lügengeflecht aufrecht zu erhalten.

Meine Meinung:
Der Roman startet mit einem Prolog in Frankreich im Juli 1998. Darin lernt der Leser Gwenaelle und ihre Familie kennen. Ab dem ersten Kapitel werden dann zwei Geschichten in wechselenden Perspektiven erzählt. Einmal die von Claire in Berlin und einmal die von Gwenaelle in Frankreich. Ein bisschen bin ich anfangs darüber gestolpert, dass die beiden Geschichten zeitversetzt sind. Also Gwenaelle ab 1998 während Claire in Berlin in der Gegenwart lebt. Nachdem mir das klar wurde, konnte ich die Geschichten auch besser verstehen.
Gwenaelle ist gerade mal 15 Jahre und hat bereits einen schweren Schicksalsschlag hinter sich. Als sie nach Paris kommt, um ihre Tante Valérie zu besuchen, ändert sich einiges in Gwens Leben. Ich mochte sie gerne, aber fast noch besser fand ich Tante Valérie, die es offensichtlich faustdick hinter den Ohren hat.
Claire in Berlin ist eine junge Frau mit dem typischen französischen Charme. Es war sehr interessant sie näher kennenzulernen. Ein bisschen chaotisch und mit einer Art, die den Leser immer wieder mal den Kopf schütteln oder schmunzeln lässt. Und die immer wieder für eine Überraschung gut ist.
Dann sind da noch die Bewohner von Moguériec und der Chef von Claire. Zusammen eine pikante Mischung, die für viel Aufregung sorgt.
Claudia Winter hat es mal wieder geschafft mich mit ihrem Roman zu entführen. Zunächst nach Paris und dann in die wunderbare Bretagne. Beides Orte, an denen ich bereits persönlich war und an die ich mit Claire zusammen gerne zurückgekehrt bin. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil und lässt die Bilder lebendig werden. Man kann das Meer sogar fast riechen und die Brandung hören. Und als Zugabe gibt es auch hier wieder einige tolle Rezepte, die in dem Buch eine wichtige Rolle spielen. So kann der Leser auch nach dem Buch immer wieder ganz einfach in die Bretagne zurückkehren.

Mein Fazit:
Ein wunderbarer Roman zum entspannt zurücklehnen und dabei ganz locker und einfach einen Trip nach Paris und in die Bretagne zu machen. Lernt eine etwas chaotische und trotzdem liebenswerte Protagonistin kennen. Und werdet selbst zur Wolkenfischerin.

Meine Wertung:
4,5 von 5 Herzen, aufgerundet auf 5

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Rezension: „Glückssterne“


„Glückssterne“
Claudia Winter
Kindle Edition [klick], ASIN: B01G1SB9G8, € 8,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3442485437, € 9,99
416 Seiten
Verlag: Goldmann
erschienen: 12. Dezember 2016

Die Autorin:
Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben „Aprikosenküsse“ und „Glückssterne“ hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Nebenbei arbeitet sie als Lektorin und Coach. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn. (Quelle: Goldmann)
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Inhalt:
Josefines Leben läuft perfekt. Sie hat einen tollen Job als Familienanwältin in einer renommierten Kanzlei und steht kurz davor ihren Verlobten Justus zu heiraten. Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gange. Dann erfährt sie, dass ihre Cousine Charlie den „Brautring“ der Familie geklaut hat und damit nach Schottland durchgebrannt ist. Ohne diesen Ring kann Josefine aber auf gar keinen Fall heiraten. Das heißt sie muss Charlie und mit ihr den Ring finden. Bereits der Flug nach Schottland ist furchtbar, aber kaum hat sie schottischen Boden betreten folgt eine Katastrophe der nächsten.

Meine Meinung:
Ich mag die Bücher von Claudia Winter und liebe ihren Schreibstil, der sehr individuell ist. Wer schreibt schon einen Liebesroman in einem verregneten Schottland und schafft es tatsächlich, dass sich sogar fast permanenter Starkregen einfach nur gut anfühlt. Dieses Buch hat einfach alles: Viel Humor, viele unterschiedliche Gefühle, Familientraditionen, Liebe, tolle Charaktere und einen sehr interessanten Schauplatz.
Josefine ist die typische Anwältin, beherrscht, rational denkend und sehr ehrgeizig. Justus passt sehr gut zu ihr, denn er ist der gleiche Typ. Dann begegnet Josefine dem schottischen Bäcker Aiden und obwohl er ihr mehr als einmal aus der Patsche hilft, kann sie ihn einfach nicht leiden. Ich mochte ihn und zwar vom Anfang an. Auch wenn man aus ihm vielleicht nicht gleich schlau wird. Dann gibt es da noch Bri und Li und die beiden sind meine absoluten Lieblinge. Was habe ich über die beiden gelacht. Sie sind einfach göttlich, auch wenn ich zugeben muss, dass ich nicht unbedingt mit den beiden in einem Bett schlafen möchte.
Aber auch die anderen Figuren sind einfach total klasse, egal ob Hank, diverse Wirte und Wirtinnen in schottischen Pubs, ein französischer Reiseführer, ein schottischer Taxifahrer … Claudia Winter hat sie alle zum Leben erweckt und jeder von ihnen ist etwas ganz besonderes. Genau wie dieser Roman. Ja, natürlich es ist ein Liebesroman und man kann ahnen wie es ausgeht, aber der Weg, diese Reise durch Schottland ist einfach so unglaublich schön. Man möchte gar nicht aufhören. Und das Ende bringt tatsächlich noch eine Überraschung. Für mich ein absolutes *hach*-Buch.

Mein Fazit:
Ein absolutes Muss für alle, die an die Liebe glauben. Ein Buch, um sich einzukuscheln in eine warme Decke, eine Tasse Tee, ein paar Schokoladenkekse und zusammen mit Josefine die Reise nach Schottland anzutreten.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

Sonstiges:
Es gibt noch einen tollen Buchtrailer dazu, in dem ihr Claudia Winter beim Backen von Glückssternen zuschauen könnt 😉

Rezension: „Spellcaster – Finsterer Schwur“ (Bd. 3)

Spellcaster

„Spellcaster – Finsterer Schwur“ (Bd. 3)
Claudia Gray
Kindle Edition [klick], ASIN: B01F3T6LP0, € 12,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3959670647, € 15,00
336 Seiten
Verlag: Harper Collins Germany – Label: ya
erschienen: September 2016

Die Autorin:
Claudia Gray hat als Rechtsanwältin, Journalistin, Discjockey und Kellnerin gearbeitet. All das hat sie aufgegeben, um ganztags zu schreiben. In ihrer Freizeit liest sie, kocht sie gern und hört Musik. In New Orleans lebt sie in einem über hundert Jahren alten, purpurfarbenen Haus.
(Quelle: Harper Collins Germany)

Achtung – Spoilergefahr:
Es handelt sich bei diesem Buch um den 3. Teil der Spellcaster-Reihe. Wer die vorherigen Teile noch nicht gelesen hat, der sollte hier nicht weiterlesen, wegen Spoilergefahr.

Reiheninformation:
Band 1: „Spellcaster – Düstere Träume“, meine Rezension [klick]
Band 2: „Spellcaser – Dunkler Bann“, meine Rezension [klick]
Band 3: „Spellcaster – Finsterer Schwur“

Inhalt:
Nadia muss hat nun tatsächlich dem Herrscher der Unterwelt Treue geschworen und soll von Elizabeth die dunkle Magie lernen.
Eigentlich hatte sie gehofft, dass sie das, wenn sie erst genug gelernt hat, gegen Elizabeth verwenden kann. Aber es ist gar nicht so einfach den Verlockungen zu widerstehen. Noch dazu, weil sie viel weniger Zeit für Mateo und ihre Freunde hat.

Meine Meinung:
Es wird noch düsterer, noch dunkler und noch gefährlicher. Für Nadia wird das Leben noch schwerer und sie kann immer weniger für ihre Freunde tun. Kann man Nadia überhaupt noch vertrauen? Bleibt sie tatsächlich auf der Seite der Guten?
Die Spannung zieht sich durch den kompletten dritten Teil und bleibt auch bis zum Ende erhalten. Es gibt einige Entwicklungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte, die mir aber sehr gut gefallen haben. Und Verlaine hat deutlich mehr Raum in der Geschichte erhalten. Ganz besonders gut hat mir in dem Zusammenhang Asa gefallen. Das Finale der Reihe ist rundherum gelungen.

Mein Fazit:
Das Finale dieser Reihe konnte mit wieder komplett überzeugen und es ist ein toller Abschluß dieser Trilogie.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

Rezension: „Spellcaster – Dunkler Bann“ (Bd. 2)

Spellcaster

„Spellcaster – Dunkler Bann“ (Bd. 2)
Claudia Gray
Kindle Edition [klick], ASIN: B0198KOL9I, € 12,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3959670265, € 14,99
304 Seiten
Verlag: Harper Collins Germany – Label: ya
erschienen: März 2016

Die Autorin:
Claudia Gray hat als Rechtsanwältin, Journalistin, Discjockey und Kellnerin gearbeitet. All das hat sie aufgegeben, um ganztags zu schreiben. In ihrer Freizeit liest sie, kocht sie gern und hört Musik. In New Orleans lebt sie in einem über hundert Jahren alten, purpurfarbenen Haus.
(Quelle: Harper Collins Germany)

Achtung – Spoilergefahr:
Es handelt sich bei diesem Buch um den 2. Teil der Spellcaster-Reihe. Wer die vorherigen Teile noch nicht gelesen hat, der sollte hier nicht weiterlesen, wegen Spoilergefahr.

Reiheninformation:
Band 1: „Spellcaster – Düstere Träume“, meine Rezension [klick]
Band 2: „Spellcaser – Dunkler Bann“
Band 3: noch offen

Inhalt:
Eigentlich müssten Nadia und Mateo sich jetzt ein wenig von der anstrengenden Halloweennacht erholen und ihre frische Liebe geniessen. Aber dazu bleibt ihnen keine Zeit, denn plötzlich ist die todgeglaubte Elisabeth wieder da. Und dieses Mal ist sie nicht alleine! Und sie verfolgt ihr Ziel nach wie vor konsequent.

Meine Meinung:
Nach Band 1 „Spellcaster – Düstere Träume“ habe ich mich sehr auf diesen zweiten Teil gefreut. Das Cover ist wieder wunderschön und passt ganz hervorragend zu dem Buch.
Dieser Teil schließt sich nahtlos an den ersten Band an. Es gibt keine großartigen Wiederholungen und obwohl es schon eine ganze Weile her ist, dass ich den ersten Band gelesen habe, war innerhalb von ein paar Seiten sofort wieder mitten drin im Geschehen. Die Geschichte entwickelt sich weiter. Es gibt ein paar interessante Neuerungen und Elisabeth wird – sofern das überhaupt möglich ist – noch böser. Ich hatte ja am Ende des ersten Teils gehofft, jetzt etwas mehr über die Vergangenheit von Verlaine zu erfahren. Das habe ich auch. Die Idee dazu fand ich toll, allerdings hätte es für mich ein wenig spannender erzählt sein können. Der Grund für Verlaines Problem wurde fast in einem Satz erzählt. Und es bleibt immer noch die eine oder andere Frage diesbezüglich offen. Insgesamt hat es mir aber gut gefallen, dass Verlaine ein kleines bisschen mehr Platz in der Geschichte erhalten hat. Ich hatte ja schon in meiner Rezension zu Band 1 geschrieben, dass ich sie sehr gerne mag und gerne alles über ihre Geschichte erfahren würde.
Dafür, dass mir hier noch ein paar Informationen fehlen, wurde aber überraschend etwas anderes erklärt.
Das Ende ist – im Gegensatz zu Band 1 – ein absolut fieser Cliffhanger und sehr überraschend. Damit hätte ich absolut nicht gerechnet. Und jetzt bleibt mir zu hoffen, dass diese Wendung sich noch einmal drehen kann und dass der nächste Band bald erscheint.

Mein Fazit:
Insgesamt eine schöne und gelungene Fortsetzung des ersten Teils. Für mich einen kleinen Tick schwächer. Und trotzdem kann ich es kaum erwarten, bis Band 3 erscheint und ich erfahre wie es weitergeht.
Allen, denen Band 1 gefallen hat, kann ich den zweiten Teil, trotz der kleinen Schwächen, weiterempfehlen.

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen

Rezension: „Ausgerechnet Soufflé“

Ausgerechnet Soufflé
„Ausgerechnet Soufflé“

Claudia Winter schreibt als Carolin Wunsch
Kindle Edition [klick], ASIN: B01A5X5PB0, € 2,29
Taschenbuch -zur Zeit nur in alter Ausgabe erhältlich-
263 Seiten
erschienen: Februar 2016

Hinweis:
Es handelt sich hier bei der neu aufgelegten und überarbeiteten Ausgabe der ursprünglichen Version von Claudia Winter.

Die Autorin:
Carolin Wunsch ist das Pseudonym der Schriftstellerin Claudia Winter, unter dem sie ihre frühen Werke im Selbstverlag veröffentlicht. Der Name Carolin Wunsch steht für freche Frauenromane, die dem Chick-Lit-Genre zuzuordnen sind und sich an all die Leserinnen und Leser richten, die gerne in unverblümtem Plauderstil unterhalten werden möchten.
Heute schreibt Claudia Winter für den Goldmann Verlag romantische Komödien, die auch in englischer Übersetzung erhältlich sind. Für weitere Informationen besuchen Sie die Seite der Autorin. (Quelle: eBook Ausgerechnet Soufflé)
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Inhalt:
Die leicht chaotische Katharina Lehner, genannt Katta arbeitet in einer Anwaltskanzlei. Besonders viel Spaß macht ihr das nicht. Ihren Frust darüber kocht und isst sie sich abends in ihrer kleinen Wohnung von der Seele und das mit Leidenschaft.
Dann passiert ihr ein gravierender Fehler und plötzlich ist Katta arbeitslos. Freundin Britta steht ihr natürlich zur Seite und an diesem feucht-fröhlich-frustrierten Abend entsteht die Idee zum „Cook & Chill“ – Ein Café, in dem man Kochbücher lesen und kaufen kann, in dem man gemütlich essen & trinken kann und in dem man auch kochen lernen kann.

Meine Meinung:
Ich fange ausnahmsweise mit einem Zitat an.

Zitat – aus dem Prolog: erster Satz
„Schokoladengelüste sind gemeine, kleine Geister, die unentwegt kichern. Sie fallen zu den unmöglichsten Zeiten aus dem Dunkel auf das Bett und kriechen unter meine Decke. An den Füßen bin ich ziemlich kitzelig. Nicht zum ersten Mal öffne ich also mitten in der Nacht die Augen und mein erster Gedanke ist … Schokolade.“

Dieser erste Satz sagt schon so unheimlich viel über Katta aus und über den Schreibstil von Carolin Wunsch.
Ich hatte jedenfalls lange bevor ich wusste wie die Protagonistin, die da in der Ich-Form erzählt, heißt ein Bild von ihr vor Augen. Und ich musste bereits bei diesem ersten Satz schmunzeln. Kann ein Buch besser anfangen? Eigentlich nicht, oder?
Ich muss zugeben, ich konnte die chaotische Katta und ihre Handlungen selten nachvollziehen, aber ich mochte es total ihr dabei zuzuschauen und zu denken „Auf sowas kann auch nur du kommen“ oder auch „Sowas kann auch nur dir passieren“. Und trotzdem von Kapitel zu Kapitel mochte ich sie mehr. Sie ist eine Frau, über die ich viel lachen konnte von der ich mir aber auch vorstellen könnte, mit ihr befreundet zu sein. Sie ist eben etwas ganz besonderes, oder kennt ihr noch jemanden, der weiß wie Fensterreiniger schmeckt 🙂 ?

Zitat
„Das Briefpapier ist mir wohlbekannt, besonders der Geschmack der Klebestreifen beim Anlecken. Ein wenig Vanille vereint mit einem Hauch Fensterreiniger.“

Ihre Idee für das „Cook & Chill“-Konzept finde ich genial. Gäbe es hier so einen Ort, wäre ich dort sicher auch öfter anzutreffen. Carolin Wunsch hat hier sehr viele unterschiedliche Leute versammelt. Und dennoch: keine der Personen ist daraus wegzudenken und jede Person ist so individuell. Egal ob „der kleine Mann“ und sein Hund oder Sascha, ob Frau von Stetten oder Kattas Vermieterin.
Und dann ist da noch Kattas neuer Nachbar, Herr F. Sander, der Katta schon fast an ihrem Verstand zweifeln lässt.
Mir hat dieser locker, leichte, spritzige und humorvolle Roman, in dem auch die eine oder andere Katastrophe nicht fehlt, von der ersten bis zur letzten Seite Spaß gemacht. Und ich freue mich, dass es in „Häppchenweise“ mit dem „Cook & Chill“ weitergeht.

Mein Fazit:
Dieses Buch erzählt von der chaotischen, aber charismatischen Katta, einer tollen Geschäftsidee und ganz viel Humor. Die Geschichte lebt durch ein Buffet unterschiedlicher Protagonisten. Nebenbei lernt der Leser / die Leserin auch noch so einiges über verschiedene Lebensmittel und als Sahnehäubchen gibt es die wichtigsten Rezepte auch noch zum nachkochen.
In diesem „Cook & Chill“ wäre ich auch gerne Stammgast!

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

Sonstiges:
Band 1: Ausgerechnet Soufflé – kann aber als komplett in sich abgeschlossener Roman gelesen werden.
Band 2: Häppchenweise – ob man „Ausgerechnet Soufflé“ vorher gelesen haben muss, kann ich noch nicht sagen, denn ich habe Häppchenweise noch nicht gelesen. Aber ich mir ziemlich sicher, dass es mehr Spaß macht mit Band 1 anzufangen, denn das ist die Entstehungsgeschichte des „Cook & Chill“.

Rezension: „Spellcaster – Düstere Träume“ (Bd. 1)

„Spellcaster – Düstere Träume“ (Bd. 1)
Claudia Gray
Kindle Edition [klick], ASIN: B00YP13YDA, € 12,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3959670098, € 14,99
320 Seiten
Verlag: Harper Collins Germany – Label: ya
erschienen: Oktober 2015

Die Autorin:
Claudia Gray hat als Rechtsanwältin, Journalistin, Discjockey und Kellnerin gearbeitet. All das hat sie aufgegeben, um ganztags zu schreiben. In ihrer Freizeit liest sie, kocht sie gern und hört Musik. In New Orleans lebt sie in einem über hundert Jahren alten, purpurfarbenen Haus.
(Quelle: Harper Collins Germany)

Inhalt:
Nadia, ein Mädchen mit einer magischen Begabung.
Mateo, ein Junge, belastet mit düsteren Träumen und einem Familienfluch.
Captive’s Sound, ein Ort, in dem das Böse zu Hause ist.

Ausgerechnet dorthin will Nadias Vater mit ihr und ihrem kleinen Bruder ziehen. Und sie sind noch nicht richtig angekommen, da begegnet Nadia Mateo bereits zum ersten Mal. Und Mateo ist sehr geschockt, als das Mädchen, dass in seinen Träumen regelmäßig stirbt, tatsächlich vor ihm steht.

Meine Meinung:
Ich mag Jugendbücher und ich mag Magie und so hat mich das Buch durch sein schönes Cover und die Kurzbeschreibung direkt eingeladen es zu lesen. Und ich war überrascht welche Art magische Begabung Nadia hat. Die Idee dazu hat mir gut gefallen. Auch wenn das keine neue Form der Magie ist, so fand ich die Art und Weise wie diese Magie zur Anwendung und auch zur vollen Entfaltung kommt (ja, ich weiß, ich drücke mich umständlich aus – aber ich will euch ja die Überraschung nicht verderben) sehr gelungen und zumindest für mich war diese Art und Weise auch neu.
Überhaupt mochte ich Nadia von Anfang an sehr. Für mich war sie sehr real. Auf der einen Seite verbittert über das Verhalten ihrer Mutter, auf der anderen Seite die große Schwester, die sich rührend um ihren kleinen Bruder kümmert. Dann die gespaltenen Gefühle für ihren Vater … Und eigentlich wäre das ja schon genug Gefühlschaos für ein junges Mädchen, kommt dann noch das Abenteuer dieser Geschichte auf sie zu. Ein Umzug, eine neue Umgebung, eine neue Schule, neue Freunde oder sind das gar keine wirklichen Freunde? Und das permanent lauernde Böse, das, außer von Nadia, scheinbar von niemandem erkannt werden kann …
Genauso gut gefallen hat mir Mateo. Er ist schon ziemlich reif für sein Alter, aber er hat auch ein gewaltiges Päckchen zu tragen. Zum Glück hat er seine beste Freundin Elizabeth, oder ist auch das gar keine wirkliche Freundin? Absolut liebgewonnen habe ich auch Verlaine und ich bin mir ziemlich sicher, das geht euch genauso, wenn ihr dieses Buch lesen werdet.
Die Geschichte ist spannend und hält einige Überraschungen bereit. Sie endet zwar nicht mit einem Cliffhanger, aber trotzdem bleibt noch so einiges offen und ich bin gespannt wie es in Band 2 weitergehen wird. Und ich hoffe, dass ich dann noch etwas mehr über Verlaines Vergangenheit erfahre.
Abschließend möchte ich noch etwas zu dem Taschenbuch selbst sagen. Ich gehöre zu den Menschen, die ihre Bücher wie kostbare Güter behandeln und aufpassen, dass auf gar keinen Fall Leserillen im Buchrücken entstehen. Das bedeutet aber auch, dass ich ein Buch nicht ganz aufschlage, sondern meist nur zwischen die Seiten schaue. Dieses Buch scheint eine mir neue Binde- oder Klebetechnik zu haben, denn die Seiten fallen –egal ob man es will oder nicht- einfach ganz auf und das Lesen ist schon ein bisschen Luxus 😉 Und trotzdem sieht man am Buchrücken nichts! Ein völlig neues Lesegefühl für solche Leute wie mich.

Mein Fazit:
Insgesamt konnte mich das Buch mit seinen Protagonisten, seiner Geschichte, die überraschend viele Wendungen und Überraschungen parat hält und einem locker und flüssig zu lesenden Schreibstil überzeugen.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

Rezension: „Aprikosenküsse“


„Aprikosenküsse“
Claudia Winter
Kindle Edition [klick], ASIN: B00LZ6GW82, € 2,29
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-1500423025, € 9,99
334 Seiten
Verlag: CreateSpace
erschienen: Juli 2014

Liebe Sandra, liebe Claudia, ganz herzlichen Dank – ohne euch beide, hätte ich dieses wunderbare Buch nicht gelesen!

Die Autorin:

Claudia Winter, geb. 1973, ist Diplom-Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben „Aprikosenküsse“ hat sie weitere drei Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Nebenbei arbeitet sie als Lektorin und Coach. Die Autorin lebt in mit ihrem Lebensgefährten und den Hunden Kim und Luka in Limburg an der Lahn. (Quelle: eBook Aprikosenküsse)
Autorenseite: [klick]
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Inhalt:
Hanna ist eine Journalistin, die Restaurantkritiken schreibt. Die Kritik über das „Tre Camini“ hätte sie allerdings lieber nicht geschrieben, denn Giuseppa Camini erleidet beim Lesen einen tödlichen Herzinfarkt. Der Enkel von Guiseppa verklagt Hanna und ihren Verlag deswegen, aber das ist bei weitem noch nicht alles, denn unglücklicherweise gerät Hanna auch noch in Besitz der Urne mit den Überresten von „Nonna“ Camini. Schweren Herzens entscheidet sie sich, die Urne zurück nach Italien zu bringen und sich bei Fabrizio Camini zu entschuldigen. Kaum ist sie auf dem Gut angekommen, bringt das Testament der alten Dame sie in eine völlig aussichtslose Situation.

Meine Meinung:
Bereits der erste Satz des Prologes hat mich zum Lachen gebracht. Wenn das kein sensationeller Einstieg in einen locker, leichten und wundervollen Roman ist!
Diese Geschichte wird abwechselnd von Fabrizio und Hanna in der Ich-Form erzählt. Man kann dabei auch gar nicht durcheinander kommen, denn es steht immer über dem Kapitel wer gerade erzählt. Und das ist auch gut so, denn zu Beginn der Geschichte kennen sich die beiden noch nicht und der Leser lernt beide erst mal gründlich kennen. Auf der einen Seite ist da Hanna, die taffe und recht kaltschnäuzige Journalistin, die außer ihrer Arbeit nichts im Kopf hat. Und die mir anfangs auch nicht wirklich sympathisch ist.
Auf der anderen Seite Fabrizio mit seiner italienischen Nonna Giuseppa. Die Großmutter, Herrscherin über den ganzen Familienklan und der Enkel, ein italienischer Macho durch und durch. Über die beiden musste ich erst mal schmunzeln.
Claire, eine französische Arbeitskollegin und gleichzeitig Freundin von Hanna, hat mir von Anfang an total gefallen.
Und dann … von Seite zu Seite wurden mir Hanna, Fabrizio und der ganze Camini-Clan immer sympathischer.
Claudia Winter gelingt es mit ihrem Schreibstil diese Menschen zum Leben zu erwecken. Den Geruch der frischen Aprikosen und des leckeren Ragú de Camini in meine Nase zu zaubern. Ich habe beim Lesen gelacht …

Zitat – Seite 153 eBook:
Schwer atmend bleibe ich stehen und schlage einen vorwitzigen Ast beiseite, der nach meinen Haaren greift. Leider schlägt er zurück. 

… geweint, gelitten, gehofft,  bekam Hunger und eine unheimliche Sehnsucht nach dieser wunderbaren Familie und dieser traumhaft schönen Landschaft in der Toskana.
Ich habe mich verliebt: zuerst in Claire, aber kurz danach auch in Fabrizio, in Hanna, in Carlos, in Lucia, in Alberto und sogar in Nonna. Ach was sag ich eigentlich in alle.
Und am Ende wurde ich auch noch belohnt, womit, das müsst ihr aber selbst herausfinden.

Mein Fazit:
Dieses Buch hat mich in die herrliche Landschaft der Toskana entführt, ich wurde adoptiert von einer wunderbaren italienischen Großfamilie. Ab jetzt werde ich jedesmal, wenn ich eine Aprikose sehe, an diesen tollen Roman denken.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen