Rezension: „Nachtspiel“ (Bd. 2)

Nachtspiel„Nachtspiel“
der 2. Fall von Dr. Julia Schwarz
Catherine Shepherd
Kindle Edition [klick], ASIN: B076TDRFJZ, € 2,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3944676098, € 9,99
348 Seiten
erschienen: 27. Oktober 2017
Verlag: Kafel Verlag

Liebe Catherine Shepherd, vielen Dank dafür, dass ich wieder einen Deiner tollen Krimis lesen durfte.

Die Autorin:
Die Autorin Catherine Shepherd (Künstlername) lebt in Zons und ist 39 Jahre alt. Nach Abschluss des Abiturs begann sie zunächst ein wirtschaftswissenschaftliches Studium und im Anschluss hieran arbeitete sie jahrelang bei einer großen deutschen Bank. Bereits in der Grundschule fing sie an, eigene Texte zu verfassen und hat sich nun wieder auf ihre Leidenschaft besonnen. (Quelle: Amazon.de)

Reiheninformation:
Mooresschwärze“ – Julia Schwarz Thriller Nr. 1
Nachtspiel“ – Julia Schwarz Thriller Nr. 2
Beide Thriller sind in sich abgeschlossen und könnten unabhängig voneinander gelesen werden. Dennoch würde ich empfehlen mit „Mooresschwärze“ zu starten, denn in dem Band lernt man bereits einen Teil der Hintergründe um Julia Schwarz kennen und das steigert die Lesespannung in „Nachtspiel“ noch etwas mehr.

Inhalt:
Julia Schwarz wird schon lange von ihren Albträumen gequält. Ablenkung davon findet sie in ihrer Arbeit als hervorragende Rechtsmedizinerin. Aber in letzter Zeit kommen die Träume nicht nur wieder viel häufiger, sie werden auch noch schlimmer und verschwimmen schon fast mit der Realität. Auch beruflich wird Julia nicht geschont und es landet eine Leiche nach der anderen auf ihrem Tisch. Während Kommissar Florian Kessler noch glaubt, der Mörder einer grausam gefolterten Frau habe sich das Leben genommen, findet Julia Hinweise, die in eine andere Richtung deuten. Die schaurigen Albträume nehmen weiter zu und werden noch einmal intensiver, Julia kann kaum noch schlafen und ist mittlerweile auch tagsüber alles andere als die „Eislady“. Als sie endlich versteht, was um sie herum vorgeht, ist es bereits zu spät. Das toppt sogar noch ihre Albträume.

Meine Meinung:
Ich mochte die „Eislady“ Julia ja schon im ersten Band dieser Reihe und der Leser bekam dort schon einen kleinen Einblick in ihre Albträume. Aber dieser Band hier toppt seinen Vorgänger „Mooresschwärze“ noch. Auch hier gibt es einen oder mehrere spannende Fälle und ich bin immer noch fasziniert von der Arbeit der Gerichtsmedizinerin. Und gleichzeitig lernt der Leser Julia Schwarz noch besser kennen und noch besser verstehen und erhält einen tiefen Einblick in ihr Privatleben . Die Richtungen und Wendungen, die dieses Buch permanent genommen haben, konnten mich jedes mal wieder überraschen. Die Spannung war vom ersten bis zum letzten Punkt auf dem für mich höchsten Level. Genau das, was ich von der Autorin seit dem ersten Buch kenne. Und trotzdem hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte hier noch spannender und intensiver war als die Vorgänger. Aber das habe ich ja eigentlich bei jedem neuen Buch von Catherine Shepherd. Also macht sie es wohl von mal zu mal besser.
Das Ende war eine regelrechte Offenbarung und eine ziemliche Überraschung. Und ich war zunächst ein wenig zweigeteilt, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass mich weitere Fälle mit Julia Schwarz künftig noch überraschen könnten. Aber nach ein paar Tagen Abstand bin ich mir sicher: Catherine Shepherd meistert auch das wieder mit Bravour und wird mich mit dem nächsten Fall wieder überraschen können.

Mein Fazit:
Ein neuer Thriller der Autorin, der seinem Namen alle Ehre macht und das Prädikat „Beststeller“ zu Recht bekommen hat. Ich jedenfalls bin begeistert und hoffe sehr, dass da noch ein paar weitere Bücher mit Dr. Julia Schwarz und Kriminalkommissar Florian Kessler kommen werden.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

Werbung:
Bei diesem Blogbeitrag handelt es sich um Werbung, da er Links enthält, die zu einem Kauf führen könnten.

Rezension: „Mooresschwärze“

Mooresschwärze„Mooresschwärze“
der 1. Fall von Dr. Julia Schwarz
Catherine Shepherd
Kindle Edition [klick], ASIN: B01LYCYTGQ, € 2,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3944676067, € 9,99
340 Seiten
erschienen: 26. Oktober 2016
Verlag: Kafel Verlag

Liebe Catherine Shepherd, vielen Dank dafür, dass ich wieder einen Deiner tollen Krimis lesen durfte.

Die Autorin:
Die Autorin Catherine Shepherd (Künstlername) lebt in Zons und ist 39 Jahre alt. Nach Abschluss des Abiturs begann sie zunächst ein wirtschaftswissenschaftliches Studium und im Anschluss hieran arbeitete sie jahrelang bei einer großen deutschen Bank. Bereits in der Grundschule fing sie an, eigene Texte zu verfassen und hat sich nun wieder auf ihre Leidenschaft besonnen. (Quelle: Amazon.de)

Inhalt:
Dr. Julia Schwarz kann so schnell nichts erschüttern. Sie ist Rechtsmedizinerin und ihre Art und ihr Ehrgeiz haben sie nicht nur zu einer der besten in ihrem Beruf gemacht, sondern ihr auch den Spitznamen „Eislady“ eingebracht. Dabei ist sie gar nicht so kalt, sie hat nur in sehr jungen Jahren schon schlechte Erfahrungen gemacht, die sie nicht mehr loslassen und permanent antreiben.
Florian Kessler ist Kriminalkommissar und arbeitet gerne mit Julia zusammen. Als eine weibliche Leiche im Moor entdeckt wird, ist das zunächst nichts außergewöhnliches. Doch auf dem Transport zur Rechtsmedizin verschwindet die Leiche und noch während Julia und Florian versuchen die Moorleiche wiederzufinden, taucht eine weitere weibliche Leiche auf. Zunächst scheint es keine Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern zu geben. Dann findet Julia ein seltsames Tattoo auf dem Bauch der Frau und so langsam ahnt sie, dass es sich hier um einen Serienmörder handeln könnte.

Meine Meinung:
Ich sage ja so oft, dass ich normalerweise nur selten Krimis lese, aber die von Catherine Shepherd habe ich alle gelesen und immer wieder bin ich von Anfang bis zum Ende gefesselt.  Deswegen war ich auch sehr neugierig auf diesen „ersten Fall der Gerichtsmedizinerin Dr. Julia Schwarz“, der ja doch in einer andere Richtung geht als die Zons-Krimis dieser Autorin. Und was soll ich sagen: Schon die ersten Sätze des für mich außergewöhnlichen Prologs haben mich abgeholt und nicht mehr losgelassen, bis ich das Buch zu Ende gelesen hatte.
Die eigentlichen Kapitel werden aus einer anderen Perspektive als der Prolog erzählt und dabei kann der Leser an den Ermittlungen von Julia und Florian teilhaben. Zwischendrin geht es aber auch immer mal um die Schülerin Hannah, die sich gerade unsterblich in ihren Chatpartner Tobi verliebt habt. Schon der erste Satz von Tobi an Hannah lässt mich die Luft anhalten und denken „Mädchen, lass die Finger von dem Typen“. Man kann ahnen worauf das hinauflaufen wird, aber das hat mich beim Lesen gar nicht gestört, eher nachdenklich gemacht. Insgesamt finde ich die Story hinter den Morden total interessant, die Ursache was es mit den Tattoos auf sich hat und die Kultur, die dahinter steckt.
Die beiden Protagonisten haben mir sehr gut gefallen. Sie sind sehr ausgeprägte Charaktere und ich hoffe, dass die beiden auch in der Zukunft noch so einige Fälle zusammen aufklären können. Übrigens habe ich bis ganz am Ende keine Ahnung davon gehabt, wer der Mörder ist – da waren ein paar Ideen – die sich aber dann doch immer wieder als falsch erwiesen haben. Und so sollte es in meinen Augen auch sein.

Mein Fazit:
Ein weiterer Thriller aus der Feder von Catherine Shepherd, der mich von der ersten Seite an fesselte und bis zur letzten Seite nicht wieder losgelassen hat.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

Rezension: „Auf den Flügeln der Angst“


„Auf den Flügeln der Angst“
der 4. Zons-Krimi
Catherine Shepherd
Kindle Edition [klick], ASIN: B00N30B558, zur Zeit: € 0,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3944676029, € 9,99
386 Seiten
erschienen: August 2014
Verlag: Kafel Verlag

Liebe Catherine Shepherd, vielen Dank dafür, dass ich wieder einen Deiner tollen Zons-Krimis lesen durfte, aber auch vielen Dank für Deine riesige Geduld.

Die Autorin:
Die Autorin Catherine Shepherd (Künstlername) lebt in Zons und ist 39 Jahre alt. Nach Abschluss des Abiturs begann sie zunächst ein wirtschaftswissenschaftliches Studium und im Anschluss hieran arbeitete sie jahrelang bei einer großen deutschen Bank. Bereits in der Grundschule fing sie an, eigene Texte zu verfassen und hat sich nun wieder auf ihre Leidenschaft besonnen. (Quelle: Amazon.de)

Die Reihe der Zons-Krimis:
1) „Der Puzzlemörder von Zons“ – Meine Rezension findest du hier: [klick]
2) „Der Sichelmörder von Zons“ – Meine Rezension findest du hier: [klick]
3) „Kalter Zwilling
4) „Auf den Flügeln der Angst

Inhalt:
Auch in diesem Zons-Thriller von Catherine Shepherd gibt es zwei Zeitebenen. Wieder führt uns die Autorin in das Zons vor 500 Jahren. Dort wird Martha tot im Burggraben gefunden und Bastian von der Stadtwache soll die Umstände aufklären. Dabei trifft er nicht nur auf den zwielichtigen und undurchschaubaren August, sondern findet auch noch eine geheimnisvolle dunkle Flüssigkeit. Und dann gibt es noch weitere Tote.
Im Zons der Gegenwart ermittelt Kommissar Oliver in einem Mordfall. Ein Stadtrat wurde ertrunken in seiner Wohnung aufgefunden. Noch während der Ermittlungen kommt es zu weiteren Mordfällen. In allen Fällen gibt es nur eine einzige Gemeinsamkeit. Bei allen Toten wird die gleiche, unbekannte Droge im Blut festgestellt.

Meine Meinung:
Da dies bereits der dritte „Zons-Thriller“ von Catherine Shepherd ist, den ich gelesen habe, brauche ich zum Schreibstil der Autorin ja nicht mehr viel sagen. Der ist gleich geblieben und gefällt mir immer noch gut.
Wieder hat die Autorin es geschafft einen tollen neuen Thriller zu schreiben. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart hält die Spannung gleichbleibend hoch. Und wieder gibt es Gemeinsamkeiten in den Mordfällen von damals und von heute.
Während ich den Mörder in der Vergangenheit relativ schnell erahnen konnte, habe ich bei der Mordserie der Gegenwart nicht wirklich einen Plan gehabt. Zwar hatte ich immer mal wieder eine Idee oder auch den einen oder anderen Verdächtigen, aber so richtig klar war ich mir darüber überhaupt nicht. Am Schluss war ich dann wirklich überrascht, denn mit diesem Ausgang hätte ich niemals gerechnet.
Richtig gut gefällt mir auch, dass ich bei allen Zons-Thrillern immer wieder auf die gleichen alten Bekannten treffe und nur ein paar neue immer wieder kennenlerne.
Auch dieser Thriller ist komplett in sich abgeschlossen – der „Fall“ kann also zu den Akten gelegt werden. Dennoch bin ich jetzt ganz besonders gespannt wie es in der Gegenwart mit Anna weitergehen wird. Ich hätte da schon so eine Idee …

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

Sonstiges:
Jeder, der bisher erschienenen Bände ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von einander gelesen werden. Dennoch empfehle ich, als erstes den ersten Band „Der Puzzlemörder von Zons“ zu lesen, denn dort lernt man die Protagonisten und die Besonderheit zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart am besten kennen. Danach kann man die Bücher auch in unterschiedlicher Reihenfolge weiterlesen. Den einen oder anderen Hinweis auf einen vorangegangen Fall von Bastian oder Oliver wird man dann trotzdem verstehen.

Hier noch mal alle vier bisher erschienenen Bände:

Rezension: „Mörderische Harzreise“

„Mörderische Harzreise“
Helmut Exner
Kindle Edition [klick], ASIN: B00CF8F1G8, € 4,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3943403282, € 8,95
164 Seiten
Verlag: EPV Elektronik-Praktiker-Verlagsges. mbH

Mein Dank geht an den EPV, der mir dieses eBook zur Verfügung gestellt hat..

Der Autor:
Helmut Exner stellt sich auf seiner Autoren-Homepage so ausführlich und nett vor, dass ich euch direkt dorthin schicke 😉
Autoren-Homepage von Helmut Exner: http://www.helmutexner.de

Inhalt:
Ferdinand ist ein alter Freund von Lilly Höschen und lebt seit Jahren ruhig und zurückgezogen in seiner ererbten Villa in Braunlage. Allerdings gibt es da ein Gemälde, das sich immer mal wieder auf ganz mysteriöse Art verändert – und immer wenn das geschieht, stirbt jemand. Viele Jahre konnte Ferdinand nun seinen „Ruhestand“ und das „Alleinsein“ in seiner Villa genießen, doch jetzt wird er regelrecht überfallen von Verwandschaftsbesuchen. Während er noch überlegt wie er die „Sippschaft“ wieder los wird, verändert sich das Gemälde und kündigt damit den nächsten Todesfall an. Ferdinand ruft Lilly zu Hilfe.

Meine Meinung:
Bei diesem Buch handelt es sich ja schon um den „5. Fall“ mit Lilly Höschen, aber die Geschichte ist komplett in sich abgeschlossen und man muss die anderen Fälle nicht unbedingt kennen. Bis auf Lilly und ihren Neffen „Amadeus“ sind auch die Protagonisten komplett neu. Lilly ist sich natürlich treu geblieben. Sie ist noch immer das etwas schrullige alte „Fräulein“, über die ich immer wieder herzlich lachen muss. Gleich zu Beginn des Buches kommt der Leser in den Genuss von Lillys Humor. Ich muss immer noch lachen.
Die Geschichte ist dieses mal etwas vielschichtiger und es geht nicht nur um einen Mord. Neben dem Teil, der sich um Ferdinand und seine Besucher dreht, gibt es noch einen weiteren Erzählstrang, der sich um eine Familie in Duderstadt dreht. Ganz lange habe ich nicht verstanden wie diese Familie zu dieser Geschichte passt, aber dann hat sich mir der Grund doch noch offenbart.
Erstmals hat Lilly es mit einem paranormalen Fall zu tun, nämlich mit dem mysteriösen Bild und irgendwie fand ich es schon ein wenig überraschend, dass die „taffe“ Lilly das so widerspruchlos glaubt. Auf der anderen Seite, Lilly kann eben so schnell nichts schocken. Weder einen Alligator im eigenen Garten noch ein Gemälde welches Todesfälle ankündigt. Ein weiteres „besonderes Merkmal“ für dieses Buch ist, dass es nicht im wesentlichen um die Aufklärung der diversen Verbrechen und Todesfälle geht und nicht jeder Mörder am Ende hinter Gittern landet. Aber mehr verrate ich euch darüber nicht, dass müsst ihr schon selbst lesen.
Übrigens, ich fand die Haushälterin von Ferdinand total klasse. Aber auch die anderen Protagonisten passen wirklich hervorragend in die Geschichte und Helmut Exner hat wieder ein paar sehr interessante Charaktere erschaffen.

Mein Fazit:
Wieder ein Krimi mit ganz viel schrulligem Humor, ein paar Leichen und einem wunderbaren alten „Fräulein“. Wer solchen Humor mag und wer erfahren möchte, was es mit einer knallbunten Urne auf sich hat, der muss dieses Buch einfach lesen.

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen

Zusätzliche Information:
Die Reihenfolge der Fälle von und mit Lilly Höschen ist:
– Walpurgismord
– Sauschlägers Paradies
– Die Segeberg-Connection, die Lübecker Marzipanleiche und der Harzer Roller
– Lilly Höschen und ihr Gespür für Mord
– Mörderische Harzreise

Hier noch mal die Links zu allen fünf Fällen von Lilly Höschen:

Rezension: „Hypnose“

„Hypnose“
Sina Beerwald
Kindle Edition [klick], ASIN: B0089LOKP8, € 7,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3453436367, € 8,99
400 Seiten
Verlag: Heyne Verlag

Ich lese eher selten Krimis und oder Thriller, aber nachdem ich die ausgesprochen sympathische Sina Beerwald auf der Frankfurter Buchmesse 2012 kennenlernen durfte, war mein Interesse für dieses Buch geweckt. Dann habe ich noch das Glück gehabt und genau  dieses Buch gewonnen. Und Sina Beerwald hat mir eine sehr schöne und sehr persönliche Widmung hineingeschrieben.

Liebe Sina, ganz herzlichen Dank für dieses tolle Buch und die wunderbare Widmung. Ich habe es auf dem Boot gelesen! Und ich nehme dich beimWort!

Die Autorin:
Sina Beerwald, 1977 in Stuttgart geboren, studierte Wissenschaftliches Bibliothekswesen und hat sich bislang mit ihren erfolgreichen historischen Romanen einen Namen gemacht. Aktuell legt die Autorin ihren ersten Thriller „Hypnose“ vor. 2011 wurde sie bereits Preisträgerin des NordMordAward, des ersten Krimipreises für Schleswig-Holstein. Mehr über die Autorin erfahren Sie auf ihrer Homepage www.sina-beerwald.de und bei Facebook. (Quelle: www.sina-beerwald.de)

Inhalt:
Inka hat eine sehr schwere Zeit hinter sich. Jetzt geht es ihr endlich wieder besser und das feiert sie mit ihren Freunden. Doch am nächsten Morgen ist erfährt sie, dass ihre Freundin Annabel noch in der selben Nacht ihren Verlobten umgebracht hat. Annabel hat die Tat gestanden. Doch Inka kann das nicht glauben. Sie will beweisen, dass ihre Freundin unschuldig ist und plötzlich ist sie selbst in Gefahr.

Meine Meinung:
Kennt ihr noch die alten Fernsehkrimis? Ende der 60er, Anfang der 70er? In diesen Krimis wurde die Spannung fast alleine durch Kameraführung und musikalische Untermahlung erzeugt. Der eigentliche Mord wurde nicht gezeigt. Es gab noch keine schwierigen Stunts, wenig Blut und es wurde selten geschossen. Man könnte sie fast gewaltfrei nennen. Trotzdem ist dem Zuschauer manchmal fast die Luft weggeblieben. Genau so ist Hypnose! Sina Beerwald kommt (fast) ohne Blut aus. Das Buch hat mich fast hypnotisiert. Eigentlich wollte ich nur eine Stunde lesen, aber ich konnte es nicht aus der Hand legen, bis ich es zu Ende gelesen hatte.
Sina Beerwald hat es geschafft, dass ich irgendwann fast jeden verdächtigt habe. Immer wieder gibt es eine neue Idee, eine neue Wendung. Ich mag gar nicht zu viel erzählen. Das muss man einfach selbst erfahren.
Das Buch ist durchweg spannend und legt zum Ende hin noch mal eine gewaltige Schippe drauf. Das Ende war für mich so unfassbar und unvorhersehbar. Einfach klasse! Und erstaunlicherweise fügen sich die vielen Wendungen und mysteriösen Geschehnisse wunderbar zusammen und alles klärt sich logisch auf.
Die Charaktere gefallen mir gut, jeder ist auf seine Art ausgeprägt. Inka ist eine starke Frau, die viel durchgemacht hat und die in diesem Roman noch viel mehr durchmachen muss. So dass sie irgendwann manchmal nicht mehr weiß, was ist Realität und was ist Halluzination. Man leidet und fühlt mit ihr. Trotzdem schafft sie es, nicht durchzudrehen. Ich mochte sie auf Anhieb. Andere, wie z.B. Inkas Ehemann Peter und Annabels Schwester Evelyn sind doch eher undurchsichtig dargestellt und ich konnte mit ihnen nicht warm werden. Dagegen ist mir Andi auf Anhieb sympathisch und ich habe mich gefreut, dass ich gegen Ende des Buches noch ein wenig mehr über ihn erfahren konnte.
Am Anfang jeden Kapitels befinden sich Zitate aus Songtexten von Unheilig oder Falco. Diese Zitate passen wunderbar zum jeweils folgenden Kapitel und mir hat diese Idee sehr gut gefallen.
Ich bin ja bekanntermaßen nicht der ganz große Krimi-/Thrillerfan, aber Hypnose hat mich fasziniert. Es ist der Auftakt zu einer neuen Thrillerserie. Und ich kann es tatsächlich kaum erwarten wie es weitergehen wird.

Mein Fazit:
Ein Thriller, der vom Anfang bis zum Ende absolut spannend ist und trotzdem ohne viel Blut auskommt. Einfach Klasse! Auch für nicht eingefleischte Thriller-Fans.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

Rezension: „Leiden sollst du“

 

„Leiden sollst du“
Laura Wulff
396 Seiten

Kindle Edition [klick]
ASIN: B00B2QN530
€ 7,99
Verlag: dotbooks
Taschenbuch [klick]
ISBN: 978-3862784974
€ 8,99
Verlag: Mira

Das eBook wird vom dotbooks-Verlag und das Taschenbuch vom Mira-Verlag verlegt. Die beiden sind mit unterschiedlichen Covern versehen. Oben links ist das Cover zum eBook zu sehen und oben rechts das Cover zum Taschenbuch.

Ich habe das eBook vom dotbooks-Verlag über die Plattform Blogg-Dein-Buch bekommen! Vielen Dank dafür!

Die Autorin:
Laura Wulff ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin, die in der Nähe von Köln lebt. Obwohl sie das Gelübde Bis dass der Tod euch scheidet ernst nimmt, hofft sie, dass ihr Name trotzdem nie in einer Ermittlungsakte auftauchen wird. Sie trinkt gerne ein Glas blutroten Wein, findet, dass Neid die Seele vergiftet, und würde ganz sicher nicht für Schuhe morden, aber durchaus für ein gutes Buch.
Mehr Informationen über Laura Wulff im Internet: www.laurawulff.de
(Quelle: das eBook „Leiden sollst du“)

Inhalt:
Benjamin ist ein verschlossener 18jähriger Teenager, der mit seinem Leben derzeit nicht wirklich zurechtkommt. Schule ist doof, Eltern sind doof und mit seinen Kumpels läuft es auch nicht mehr so richtig. Seine positiven Erfahrungen sucht er beim Geocaching. Im Internet hat er einen Spielleiter gefunden, der ihm immer schwierigere Aufgaben stellt. Das Spiel wird immer gefährlicher. Als Benjamin versagt, bringt er damit sich und seine Familie in Lebensgefahr. In seiner Not vertraut er sich seiner Cousine Marie an. Marie verspricht ihm zu helfen. Doch eigentlich hat sie selbst genug Probleme. Denn ihr Mann Daniel, ein Hauptkommissar, hatte einen schweren Unfall und sitzt seit dem gelähmt im Rollstuhl. Er ist noch immer krankgeschrieben und kann sich noch nicht sein neues Leben im Rolli gewöhnen. So ist er zwar Hauptkommissar, aber eben noch nicht im Dienst.
Dann wird auch noch die Leiche von Ben’s Freundin Julia gefunden. Julia galt seit Monaten als vermisst.

Meine Meinung:
„Leiden sollst du“ ist das Krimi-Debüt von Laura Wulff. Schon alleine deshalb war ich total neugierig darauf. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Im Epilog wird eine Gewalttat aus der Sicht des Opfers geschildert während die Tat ausgeführt wird. Und es geht direkt spannend und auch blutig los.
Das Buch wird in der dritten Person erzählt. Die Perspektiven wechseln zwischen den jeweiligen Protagonisten. Aber das stört nicht, es ist jederzeit klar erkennbar aus welchem Blickwinkel das Geschehen gerade zu betrachten ist. Zunächst beginnt das Buch relativ harmlos. Man lernt Benjamin kennen und erfährt viel über ihn. Auch über Marie und Daniel werden zunächst erst einmal einige Hintergrundinformationen bekannt bevor das Buch so richtig an Fahrt aufnimmt. Eventuell hätte man das etwas kürzen können, aber da es sich hierbei um Band 1 einer neuen Reihe handelt, finde ich es eigentlich ganz gut wenn ich die Protagonisten erst mal etwas intensiver kennenlerne. Ich schätze in den Folgenbänden wird das nicht mehr so ausführlich passieren.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Obwohl ich zugeben muss, dass ich einige Worte – wohl aus dem Jugend-Jargon – tatsächlich nicht kannte und z.B. erst mal googeln musste was ein „Bandana“ oder ein „Alter Ego“ ist. Trotzdem fand ich das Buch sehr spannend geschrieben. Aber nicht nur der kriminelle Teil hat mir gefallen. Ganz besonders fasziniert hat mich auch die Art und Weise wie die Autorin hier mit dem Thema Querschnitts-lähmung umgegangen ist. So finde ich Daniel und seine Art mit seinem Unfall und seiner Behinderung umzugehen oder eben nicht umzugehen sehr authentisch und gelungen. Ich konnte ihn immer sehr gut verstehen und mochte ihn. Auch wenn er manchmal ein echter „Kotzbrocken“ war. Aber verstehen konnte ich das. Und Marie, sie ist meine eigentliche Heldin in diesem Buch. Eine taffe junge Frau, mit sehr viel Gefühl und Verstand. Trotz ihrer, sagen wir mal, recht anstrengenden Eltern. Die Art und Weise wie sie mit Daniel und auch mit Ben umgeht ist einfach klasse. Sie hat ein helles Köpfchen, ganz viel Einfühlungsvermögen und beweist das und eine gehörige Portion Mut an den richtigen Stellen.
Aber auch Ben muss man mögen. Er ist eben ein typischer und unsicherer Jugendlicher, der seinen weichen und guten Kern noch hinter einer rauen Schale versteckt. Und auf dem Weg zu sich selbst auch das eine oder andere Mal die falsche Richtung einschlägt.
Die Handlung an sich hat mir auch gefallen. Obwohl sie für meinen Geschmack doch schon sehr blutig und brutal war. Für mich hat das Gleichgewicht zwischen dem blutigen Teil, den Ermittlungen und dem Leben von Marie, Daniel und Ben dann aber doch gestimmt.
Und die Frage nach dem Täter blieb mir bis zur Offenbarung tatsächlich ein Rätsel, kurzeitig hatte ich mal einen Verdacht (den gleichen übrigens wie Daniel), aber der hat sich dann ja als falsch herausgestellt. Wobei ich aber in Bezug auf eine bestimmte Person bereits beim ersten Treffen mit Daniel eine Idee bekam und damit lag ich dann sogar richtig. Mehr mag ich hier aber nicht verraten 😉 Das müsst ihr selbst herausfinden.

Mein Fazit:
Ein vielversprechender Start für eine neue Krimi-/Thrillerreihe. Für meine Verhältnisse gab es genügend Blut und Brutalitäten. Ob es für echte Hardcore-Thriller-Fans genügt, das kann ich nicht sagen. Ich bin ja eher ein „Krimi-Weichei“ 🙂 Mir hat es trotzdem gefallen und ich freue mich schon auf den nächsten „Fall“ der Zuckers.

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen


Buchpost

Ich wünsche euch einen tollen Start in die Woche – auch wenn der Winter noch mal zurückgekommen ist. Ein Grund mehr, sich Zeit zum lesen zu nehmen. 😉
Letzte Woche gab es keinen „Buchpost-Artikel“ von mir, aber erstens war ich das ganze Woche unterwegs und zweitens habe ich es tatsächlich geschafft nur ein einziges Buch auf meinen SuB zu packen.

Der Sichelmörder von Zons“ von Catherine Shepherd.
Nachdem ich schon vom Vorgänger „Der Puzzlemörder von Zons“ so begeistert war, der aber mit einem Cliffhanger endete, freue ich mich schon riesig auf diese Fortsetzung.

Und eben hat mir der Brieftäger noch ein weiteres Buch gebracht. Das gehört jetzt theoretisch erst in den Bericht nächste Woche, aber ich freu‘ mich so darüber, dass ich es euch noch zeigen muss. Letzte Woche auf der Wohnzimmerlesung von Susanna Ernst habe ich die Autorin Tanja Bern kennengelernt und die hat mir Teil 1  ihrer Reihe „Die Sidhe des Kristalls – Das Tal im Nebel“ zugesandt. Noch dazu mit einer sehr schönen Widmung. Auch auf dieses Buch freue ich mich schon sehr.

Und abbauen konnte ich meinen SuB auch ein wenig. Ich habe sage und schreibe sieben Bücher in diesen zwei Wochen lesen können. Krank sein, hat eben manchmal auch Vorteile 😉 Und zwar:

  1. Hirngespenster von Ivonne Keller
  2. Sushi oder Labskaus von Kerstin Michelsen
  3. Der geheime Name von Daniela Winterfeld
  4. Wellentraum – Children of the Sea (Bd.1) von Virginia Kantra
  5. Wandel der Zeit: Savannah – Liebe gegen jede Regel von Tine Armbruster (Rezension folgt in Kürze)
  6. Frühlingstango von Susa Desiderio (Rezension folgt in Kürze)
  7. Leiden sollst du von Laura Wulff (Rezension folgt in Kürze)

Das bedeutet ich habe um fünf Bücher abgebaut *freu*.

Rezension: „Schöders Verdacht“

„Schröders Verdacht“
Lutz Kreutzer
Kindle Edition [klick], ASIN: B008C70MME, € 2,99
316 Seiten

Mein herzlicher Dank geht an Lutz Kreutzer, der mich doch ein wenig „becircen“ musste dieses Rezensionsexemplar anzunehmen. Wenn er nicht so charmant gewesen wäre, hätte ich diesen spannenden Krimi nie gelesen.

Der Autor:
Lutz Kreutzer schreibt Thriller, Krimis und Spannungsromane. Die Plots haben realen Hintergrund. Seine Themen gehen in die Tiefe und beruhen auf Tatsachen. Diese Fakten aus der realen Welt bringt er in Einklang mit dem Leben eines Protagonisten, der durch die Geschichte getrieben wird. Wichtig ist ihm die verständliche und spannende Sprache. Kreutzers abenteuerlicher Berufsweg führte ihn durch viele Länder Europas. Heute macht er Öffentlichkeitsarbeit für eine internationale Softwareschmiede in München. Am liebsten ist er dort, wo es gutes Essen und den entsprechenden Wein gibt. Daher hat er auch ein Kochbuch mit Johann Lafer geschrieben. (Quelle: Amazon.de)
Noch viel ausführlichere Informationen über Lutz Kreutzer gibt es auf seiner Autoren-Homepage: http://lutzkreutzer.de/.

Inhalt:
Statt, wie üblich, selbst kurz den Inhalt zu beschreiben, zeige ich euch bei diesem Buch einfach mal den Trailer. Ich finde diesen Trailer überaus gelungen und man erfährt schon alles, was das Buch ausmacht.

Meine Meinung:
Krimis gehören ja nicht unbedingt zu meinem Lieblingsgenre, aber so ab und zu lese ich doch mal einen zwischendurch. Und dieser hier konnte auch mich richtig fesseln.
Ein immer noch und immer wieder brandheißes Thema – der Umweltschutz – wurde hier zu einem spannenden Krimi verarbeitet. Lutz Kreutzer hat alle Register gezogen: Umweltkriminalität, die Maffia und das organisierte Verbrechen.
So spielt das Buch auch in Italien, Österreich und Deutschland. Der Autor hat einen schönen Schreibstil. Die Sätze sind kurz gehalten und das Buch ist durchweg spannend – mit mehreren Spannungsspitzen. Stellenweise ist die Sprache ein wenig derb, aber bei dem Maffia-Gesindel ist das recht passend. Gleichzeitig wird aber auch die Landschaft wunderbar und eindrucksvoll geschildert, denn eigentlich wollte Schröder ja nur Urlaub machen.
Schröder selbst, ist in meinen Augen ein toller Wissenschaftler und privat ein angenehmer Mensch, ein Mensch mit einem gefestigten und guten Charakter aber gleichzeitig manchmal auch relativ naiv. Wer sich mit der Maffia anlegt und nach der xten Leiche immer noch mit Kreditkarte bezahlt … leichter kann er es seinen Verfolgern ja kaum noch machen. Sportlich erinnert er mich manchmal an wenig an James Bond, aber mehr verrate ich darüber nicht. Ich fand es erstaunlich wie er viele Situationen gemeistert hat. Auch gefühlsmäßig.  Aber auch darauf möchte ich nicht näher eingehen, weil die Gefahr des spoilerns viel zu groß ist.
Das Buch ist in der dritten Person geschrieben. Die Figuren werden fast immer nur mit dem Nachnamen, also z.B. „Schröder“ oder „Vogler“ benannt. Bei „Montag“ hat mich das manchmal gestört, weil ich ihn zwischendurch immer mal mit dem Wochentag verwechselt habe und dann ins stocken kam.  Besonders am Anfang des Buches. Später wurde es dann besser, da wusste ich dann wer „Montag“ ist.  Die Geschichte wird parallel erzählt. In Italien und Österreich ist Schröder auf der Flucht vor seinen Verfolgern und in Deutschland versuchen seine Freunde und Kollegen den Fall aufzuklären und Schröder zu helfen. So wechselt der Schauplatz zwischen den einzelnen Kapiteln immer hin und her. Aber es passt gut zusammen und stört den Lesefluss überhaupt nicht. Zumal sie alle eng zusammenarbeiten und immer mal wieder Möglichkeiten finden miteinander zu kommunizieren.
Dieser Roman ist erstmalig 1996 erschienen und dementsprechend „alt“ sind auch die Kommunikationsmittel. So nutzt eine der Firmen, z.B. noch „moderne 3,5 Zoll-Disketten“ zur Datensicherung. Das hat mir dann schon ein Lächeln entlockt, aber es passt auch zu dem Rest der Geschichte, die 1992 (drei Jahre nach dem Mauerfall) spielt. Besonders interessant finde ich auch die Kapitelüberschriften. Wer nur diese liest, denkt mit Sicherheit nicht an einen Krimi. Normalerweise überlese ich die immer ganz gerne, aber nach dem ich dann den einen oder anderen doch mal in mein Gehirn aufgenommen habe, habe ich sie alle bewusst gelesen und auch den Zusammenhang in den Kapiteln dazu gefunden. Und wenn ich mir jetzt, wo ich das Buch fertig gelesen habe, die Überschriften noch mal alle im Überblick durchlese, muss ich schmunzeln.  Deshalb mein Tipp: Lest die Überschriften bewusst mit (sofern ihr das nicht sowieso immer tut). Trotzdem ist das Buch ein richtiger Krimi / Thriller und es gibt sonst nichts zu lachen.
Mein heimlicher Lieblingsprotagonist ist übrigens „Vogler“. Diesen Mann finde ich einfach genial!

Mein Fazit:
Ein Empfehlung für echte Krimi- und Thrillerfans. Nicht unbedingt für zarte Gemüter, aber das Blut hat noch nicht aus meinem Reader getropft. 😉

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen

Rezension: „Lilly Höschen und ihr Gespür für Mord“

„Lilly Höschen und ihr Gespür für Mord“
Helmut Exner
Kindle Edition [klick], ASIN: B009080VL6, € 2,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3943403176, € 8,95
149 Seiten
Verlag: EPV Elektronik-Praktiker-Verlagsges. mbH

Mein Dank geht an den EPV, der mir dieses eBook zur Verfügung gestellt hat..

Der Autor:
Helmut Exner stellt sich auf seiner Autoren-Homepage so ausführlich und nett vor, dass ich euch direkt dorthin schicke 😉
Autoren-Homepage von Helmut Exner: http://www.helmutexner.de

Inhalt:
Eigentlich wäre Gisela ja noch in Elternzeit, aber als sie einen „Hilferuf“ von ihrem Chef erhält, freut sie sich, sofort wieder ins Berufsleben einsteigen zu können. Und sie wird dringend gebraucht, denn im Kommissariat fehlt es an Kompetenz und es gibt einen Mord aufzuklären.
Lilly, die mittlerweile eine enge Freundschaft mit Gisela pflegt, ist mal wieder zu Besuch. Zeitgleich zieht in dem 5-Häuser-Dorf, in dem Gisela lebt, ein neuer Kollege von Gisela ein und eine neue Nachbarin. Alle verstehen sich wunderbar, nur Lilly findet die neue Nachbarin etwas suspekt. Natürlich muss Lilly ihrem Gefühl auf den Grund gehen.

Meine Meinung:
Zunächst einmal muss ich sagen, dass es sich hier ja schon um Lilly’s „4. Fall“ handelt. Das Buch beinhaltet eine in sich abgeschlossene Geschichte, die man auch prima lesen kann, ohne alle vorherigen Fälle von Lilly Höschen zu kennen. Aber ich bin froh, dass ich Lilly’s „1.Fall – Walpurgismord“ vorher gelesen habe. So kenne ich Lilly’s Freunde und ihr Umfeld schon.
Trotzdem fehlt mir einiges zwischendrin, was nichts mit den Fällen an sich zu tun hat, sondern einfach nur mit den Charakteren. Z.B. ist Gisela mittlerweile verheiratet und hat einen kleinen Sohn.
Lilly selbst hat sich nicht verändert, auch wenn sie mittlerweile 3 oder 4 Jahr älter sein müsste (also 83 oder 84). Sie ist sich treu geblieben und ich liebe sie und ihre schrullige Art noch immer. Obwohl, doch, ein bisschen verändert hat sie sich auch. Mittlerweile greift sie auch gerne mal selbst in die Ermittlungen ein.
Auch in diesem Fall freue ich mich über den Humor, mit dem das Buch geschrieben ist und über die Eskapaden von Lilly. Ich kann nicht wirklich zitieren, weil es immer aus dem Zusammenhang gerissen wäre, aber stellt euch mal eine 83jährige, kleine, schrullige, grauhaarige Frau vor, die beim (unerlaubten) Observieren in eine etwas schlüpfrige Firmenfeier gerät und durch eine ungeschickte Bewegung direkt mitten auf dem Büffet zum liegen kommt …
Das Buch startet direkt mit einem Mord, bzw. kann der Leser davon ausgehen, dass es sich um einen Mord handelt. Auch wer der Täter ist, ist gedanklich eigentlich schnell klar. Aber es wäre kein gutes Buch, wenn diese Idee nicht noch ganz oft in Frage gestellt werden müsste. Und es ist ein gutes Buch. So einfach wie es scheint, ist es dann eben doch nicht. Es gibt noch die eine oder andere Überraschung, bis der Fall dann wirklich aufgeklärt ist. Und Lilly reist dafür sogar bis nach Australien!

Mein Fazit:
Auch dieser Krimi mit Lilly Höschen hat mich wieder köstlich amüsiert und gut unterhalten. Wer Krimis ohne viel Blut, dafür aber mit eine guten Prise Humor mag, der ist hier genau richtig.

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen, weil ich „Walpurgismord“ einfach einen Tick besser fand.

Zusätzliche Information:
„Lilly Höschen und ihr Gespür für Mord“ ist der vierte Fall von und mit der rüstigen alten Dame. Es ist ein in sich völlig abgeschlossenes Buch, dennoch halte ich es für gut, vorher wenigstens „Walpurgismord“ gelesen zu haben. Hier werden einem die einzelnen Charaktere schon etwas näher gebracht.
Die Reihenfolge der Fälle von und mit Lilly Höschen ist:
– Walpurgismord
– Sauschlägers Paradies
– Die Segeberg-Connection, die Lübecker Marzipanleiche und der Harzer Roller
– Lilly Höschen und ihr Gespür für Mord

Hier noch mal die Links zu allen viel Fällen von Lilly Höschen:

Rezension: „Walpurgismord“

„Walpurgismord“
Helmut Exner
Kindle Edition [klick], ASIN: B006BUA6WK, € 6,49
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3936318913, € 8,95
217 Seiten
Verlag: EPV Elektronik-Praktiker-Verlagsges. mbH

Mein Dank geht an den EPV, der mir dieses eBook zur Verfügung gestellt hat..

Der Autor:
Helmut Exner stellt sich auf seiner Autoren-Homepage so ausführlich und nett vor, dass ich euch direkt dorthin schicke 😉
Autoren-Homepage von Helmut Exner: http://www.helmutexner.de

Inhalt:
Lilly Höschen ist eine ehemalige Oberstudienrätin, mittlerweile 80 Jahre, schon immer etwas schrullig.  Sie ist nett, freundlich und hilfsbereit, solange man sie nicht ärgert. Aber wehe wenn.
Vor zwanzig Jahren, am Walpurgistag sind Miriam und Georg Besserdich spurlos verschwunden. Aber Leichen wurden niemals gefunden. Amadeus, der Sohn der beiden, war damals 12 Jahre und wurde von Lilly aufgezogen.
Eines Morgens findet Lilly eine weibliche Leiche in ihrem Garten. Die Identität ist schnell geklärt, aber warum sitzt diese Leiche ausgerechnet bei Lilly im Garten?

Meine Meinung:
„Walpurgismord: Ein leicht schräger Krimi aus dem idyllischen Harz“. Besser kann man dieses Buch gar nicht beschreiben. Schon auf den ersten Seiten musste ich laut auflachen. Der Autor hat Lilly so gut und bildhaft beschrieben, dass ich sie direkt vor mir stehen sehe.

Zitat:
„ Im Umgang mit ihren Mitmenschen galt sie durchaus als freundlich, ja liebenswürdig und hilfsbereit. Aber wehe, wenn sie sich veranlasst sah, einen ihrer Giftpfeile abzuschießen. Da konnte ihr niemand ausweichen oder gar Kontra bieten. Das schlimmste Vergehen war, ihren Namen wie Hös-chen auszusprechen und nicht wie Hö-schen mit kurzem ö und sch. Wer das tat, hatte eine Feindin fürs Leben.“

Ganz ehrlich, nach diesem Satz habe ich immer brav Hö-schen gelesen.
Trotz aller „Giftpfeile“, ich mochte Lilly von der ersten Sekunde an. Sie ist so herzerfrischend ehrlich. Ok, wenn sie meine Lehrerin gewesen wäre, würde ich das womöglich anders sehen.
Eigentlich sind alle Charaktere in diesem Buch irgendwann mal liebenswert, die meisten sogar die ganze Zeit. Alle bis auf den Pater, der ist zu keiner Sekunde liebenswert – ganz im Gegenteil.
Eigentlich hatte ich so eine Art „Miss Marple“ erwartet, aber Lilly ermittelt nicht selbst. Sie ist nur intensiv in den Fall verstrickt. Und ab und an hat sie gute Ideen, die sie dem Kommissar natürlich direkt mitteilt.
Der ganze Schreibstil gefällt mir unheimlich gut. Es liest sich locker und leicht. Ich muss zwischendurch oft auflachen, trotzdem bleibt der Spannungspegel die ganze Zeit erhalten. Zu der einen Leiche kommt noch die eine oder andere Straftat hinzu und immer wieder werde ich in die Irre geführt. Nach der Hälfte des Buches, dachte ich „*hm* Der Fall ist gelöst, was kommt denn da noch in der zweiten Hälfte?“ Aber Pustekuchen, von wegen gelöst. So drehen und wenden sich die Ermittlungen eine ganze Weile, man bekommt viele Ideen, wer und wie es gewesen sein könnte. Na, ja eine der Ideen ist dann auch die richtige, aber welche bleibt bis zum Schluss die große Frage.
Das Buch beginnt im Juli 2010, führt mich an ein paar wenigen Stellen zurück in die Vergangenheit. An den Tag, an dem Miriam und Georg Besserdich verschwunden sind und in ein paar Tage in der Kinderzeit einiger Charaktere. Ansonsten gehen die Ermittlungen chronologisch voran. Die einzelnen Kapitel sind mit dem jeweiligen Datum überschrieben. Und die Ermittlungen dauern immerhin vom Juli 2010 bis Mai 2011. Fast ein ganzes Jahr, in dem viel passiert.

Mein Fazit:
Ein Krimi, der ohne Blut auskommt, mich dafür öfter als einmal zum laut auflachen brachte, und von vorne bis hinten einfach nur Spaß und Spannung gebracht hat.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

Zusätzliche Information:
„Walpurgismord“ ist der erste Fall aus dem Harz, in dem Lilly Höschen eine Hauptfigur ist. Aber er ist völlig in sich abgeschlossen.
Weitere, bisher erschienene Fälle mit Lilly sind:
– Sauschlägers Paradies
– Die Segeberg-Connection, die Lübecker Marzipanleiche und der Harzer Roller
– Lilly Höschen und ihr Gespür für Mord

Hier noch mal die Links zu allen viel Fällen von Lilly Höschen: