Rezension: „Sieben Tage voller Wunder“

Wir. Für immer.

„Sieben Tage voller Wunder“
Dani Atkins
Kindle Edition [klick], ASIN: B06Y23VSXC, € 9,99
Taschenbuch [klick], ISNB: 978-3426520888, € 9,99
240 Seiten
erschienen: Oktober 2017
Verlag: Knaur TB

Die Autorin:
Dani Atkins, 1958 in London geboren und aufgewachsen, lebt heute mit ihrem Mann in einem Dorf im ländlichen Hertfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder. Nach ihren Spiegel-Bestsellern „Die Achse meiner Welt“, „Die Nacht schreibt uns neu“ und „Der Klang deines Lächelns“ erscheint mit „Sieben Tage voller Wunder“ die vierte emotionale und hochdramatische Liebesgeschichte.
(Quelle: Amazon.de)

Inhalt:
Hannah war zu Besuch bei ihrer Schwester in Kanada und muss jetzt wieder zurück nach London. Am Flughafen fällt ihr ein Mann auf. Groß – größer als Hannah, was schon nicht einfach ist – und unfassbar grüne Augen. Sie begegnen sich drei Mal doch immer ist es nur ein Blickkontakt. Der Flug verspricht aufgrund des schlechten Wetters turbulent zu werden. Dann setzt sich der Fremde plötzlich auf den leeren Platz nehmen Hannah. Kaum, dass den beiden Zeit bleibt sich gegenseitig vorzustellen, bricht das Chaos aus und das Flugzeug stürzt ab. Hannah und Logan überleben. Aber sie sind scheinbar die einzigen und sie müssen nicht nur gegen die Kälte ankämpfen, um auch die Zeit bis sie gefunden werden, zu überleben. Falls sie überhaupt gefunden werden!

Meine Meinung:
Dieses Buch ist ganz anders als ich erwartet habe. In der Kurzbeschreibung wird es „Hochemotional und dramatisch“ genannt. Über das Cover habe ich einen Moment gegrübelt. Aber der Schreibstil der Autorin ist wirklich dramatisch, ich musste mich beim Lesen mehr als einmal daran erinnern, dass ich zwischendurch auch mal atmen muss. Nicht nur der Absturz ist sehr plastisch geschildert, auch der Überlebenskampf der beiden ist durchaus realistisch und gut erzählt. Und dem Leser wird immer wieder vor Augen geführt: Der Mensch kann viel, wenn er es wirklich will und gemeinschaftlich geht es noch besser. Allerdings war ich von der Überraschung, die das Buch an Tag 7 für mich bereithielt absolut nicht vorbereitet und wenn ich ehrlich bin, kann ich mich mit dieser Wendung nicht so richtig anfreunden. Auch wenn es gerade dann sehr emotional zugeht. Auch das Ende hat mich noch mal überrascht, aber auch das konnte mich nicht wirklich begeistern. Wahrscheinlich war mir das an der Stelle – nach dem ganzen total realistischen Überlebenskampf der beiden – ein bisschen zu unrealistisch. Aber wer weiß schon was in einem Menschenhirn in so einer Situation vorgeht.

Mein Fazit:
Eine dramatische Geschichte, die davon erzählt, dass es tatsächlich Wunder geben kann und dass der Mensch zu viel mehr fähig ist, als er sich das selbst vorstellen kann.

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen

Rezension: „Dreizehn Tage am Meer“

„Dreizehn Tage am Meer“
Markus Thiele
Kindle Edition [klick], ASIN: B00BHDZEBO, € 8,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3943697568, € 13,90
225 Seiten
Oldigor Verlag
Altersempfehlung: ab 16 Jahre

Mein herzlicher Dank, geht an den Oldigor-Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Der Autor:
Markus Thiele, 1971 in Hildesheim geboren, ist hauptberuflich als selbständiger Rechtsanwalt in Göttingen tätig. Mit seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern lebt er auf dem Land für ihn der Ort, an dem er den nötigen Ausgleich zum oftmals turbulenten Berufsalltag findet. Mit dem Schreiben begann er 2007 während eines Provenceurlaubs. Schon länger hatte ihn der Wunsch verfolgt, prosaische Kurz- als auch längere Texte zu verfassen. Als der Startschuss gefallen war, entstand ein erstes Romanmanuskript. Zahlreiche Kurzprosa folgte, 2009 erhielt er für einen seiner Texte den Wiener Werkstattpreis , 2012 folgte der Publikumspreis des Kulturpreises der Stadt Göttingen. Mehrere seiner Werke wurden in Anthologien veröffentlicht.
(Quelle: Amazon.de)

Inhalt:
Ausnahmsweise möchte ich die Inhaltsangabe mit einem Zitat aus dem Klappentext beginnen.

Zitat aus dem Klappentext des Buches:
Zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Eine Frau in den Zwängen gesellschaftlicher Konventionen. Und ein Ereignis, das zwanzig Jahre zurückliegt. Dies ist der Auftakt zu einer Reise in die Vergangenheit – einer Reise, die von den Beteiligten bisher gemieden wurde. Aus Furcht vor der Gegenwart.

Dieses Zitat beschreibt den Inhalt des Buches meiner Meinung nach sehr gut. Jan Graf, wurde aus gesundheitlichen Gründen seine Pilotenlizenz entzogen. Nach drei gescheiterten Ehen und ohne zu wissen, wie es nun (ohne die Fliegerei) mit seinem Leben weiter gehen soll, macht er sich auf den Weg zurück an den Ort, an dem vor 20 Jahren so vieles geschehen ist. Dort hat er die einzige Liebe seines Lebens, Manon, zurückgelassen. Aber dort hatte er auch das letzte Mal Kontakt zu seinem Bruder.

Meine Meinung:
Dieses Buch wurde mir vom Oldigor-Verlag mit den Worten „Lies‘ das mal – das ist ein schönes, aber völlig anderes Buch.“ Und diese Aussage kann ich nur bestätigen.
Anfangs ist es mir schwer gefallen einen Einstieg zu finden. Es beginnt in der Gegenwart und schildert Jan’s Reise und erzählt aus dem gegenwärtigen Leben von Jan’s Bruder Christian. Dann wechselt es in die Vergangenheit und erzählt die Geschichte, die sich vor zwanzig Jahren zugetragen hat. Und die dazu geführt hat, dass die beiden Brüder seit dem keinen Kontakt mehr hatten. Im Grunde geht es um sechs Personen. Jan, seinen Bruder Christian, deren beiden Frauen und Manon und ihren Verlobten.
Die Geschichte wechselt immer wieder von der Gegenwart in die Vergangenheit und zurück, aber nachdem ich das erst mal richtig begriffen hatte und auch mit den vielen Namen und deren Zusammenhänge vertraut war, war es wirklich ein schönes Buch. Das „Anders-sein“ dieses Buches liegt darin, dass es nicht nur ein Roman ist, sondern tiefer geht. Es geht um so vieles. Eifersucht, Liebe, Verzeihen, Verstehen. Es ist gar nicht so leicht das zu beschreiben. Man wird angeregt darüber nachzudenken:  Was ist wirkliche Liebe? Gibt es die eine wahre Liebe, die man nie vergessen kann? Wie frei ist der Mensch mit seinen eigenen Entscheidungen wirklich? Und weit lässt er sich von seiner Umgebung beeinflussen? Wenn man dieses Buch weglegt, spukt es noch eine ganze Weile im Kopf herum. Mir ging es jedenfalls so.
Der Autor hat einen ganz besonderen Schreibstil. Es ist leicht zu lesen und doch sehr tiefgründig. Manche Stellen habe ich mehrfach gelesen, nicht weil ich sie nicht verstanden habe, sondern weil ich das Gefühl hatte, ich muss das einfach nochmal lesen.

Mein Fazit:
Ein sehr schönes ruhiges Buch, welches sich ganz tief eingräbt. Ein Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, welcher den Leser die ganze Zeit auf die Zukunft hoffen lässt. Und eine Geschichte, die zeigt, dass es nie zu spät ist.

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen

Es gibt auch noch einen schönen Buchtrailer dazu, den ich euch nicht vorenthalten möchte.