Rezension: “Eine Andere Art von Ewigkeit”

“Eine Andere Art von Ewigkeit”, Band 2 der Lilith-Saga
Roxann Hill
Kindle Edition [klick], ASIN: B0094703C0
476 Seiten
-derzeit nur als eBook erhältlich-

Vielen Dank, liebe Roxann, dass ich auch dieses Buch lesen durfte.

Die Autorin:
sagt über sich selbst: “Ich bin zwei Frauen. Ich lebe zwei Leben. Parallel. Als mir eine Freundin vor Jahren aus der Hand las, hielt sie inne. Sie zeigte auf eine Linie, die sich neben meiner Lebenslinie befand. Zuerst war ich nur milde interessiert, doch das änderte sich, denn meine Freundin wurde plötzlich ganz still und konzentriert. Sie betrachtete diese zweite Linie und folgte mit ihrem Finger deren Verlauf, als ob sie Geheimnisse ertasten wollte. Ich fröstelte. Unser Zimmer verdunkelte sich. Ich fragte in die Stille hinein, was es denn mit der zweiten Linie auf sich habe. Meine Stimme klang fremd. Beinahe widerwillig blickte meine Freundin auf. Ihre Worte brannten sich in mein Gedächtnis, und wenn ich daran zurückdenke, sehe ich alles vor mir, überdeutlich. Sie sagte: „Ich erkenne zwei Lebenslinien. Dein zweites Leben gilt der Dunkelheit.“ Ich bin zwei Frauen. Ich lebe zwei Leben. Parallel. Tagsüber verheiratet, berufstätig, Mutter zweier Kinder, mit Haus und Garten, nachts Autorin von romantischen und phantastischen Romanen, deren Geschichten mir von der Dunkelheit zugeflüstert werden. Und diese zweite Lebenslinie gewinnt an Kraft. Sie hat sich tief in meine Hand eingegraben.” (Quelle: Blog von Roxann Hill)

Achtung: Bei diesem Buch handelt es sich um Teil 2, der Lilith-Saga. Daher besteht Spoiler-Gefahr. Und wer Teil 1 noch nicht kennt, sollte hier vielleicht nicht weiterlesen.
Wer mag findet meine Rezension zu Teil 1 “Für ein Ende der Ewigkeit” hier [klick].

Inhalt:
Johannes hat überlebt, aber er ist schwer verletzt.  Daher haben sich Lilith, Asmodeo und Johannes gemeinsam in Frankreich verkrochen, damit Johannes in Ruhe gesund werden kann. Doch viel Zeit dazu hat Johannes nicht, bevor ihr Versteck von ihren Widersachern gefunden wird.

Meine Meinung:
In diesem Band hört das ewige hin und her auf. Lilith muss sich nicht mehr zwischen Asmodeo und Johannes entscheiden. Die drei sind jetzt unzertrennlich geworden. Asmodeo und Johannes werden sogar zu richtigen Freunden. Und zwar jeder für den anderen zum besten Freund, den man haben kann. Dafür, dass sie sich in Band 1 aus tiefster Seele gehasst haben, ist das schon ein heftiger Umschwung. Aber ich kann die Beweggründe verstehen und die Freundschaft vertieft sich ja auch relativ langsam. Aus Pflichtbewusstsein und Dankbarkeit wird echte Freundschaft. Und das obwohl beide nach wie vor eine tiefe und unerschütterliche Liebe zu Lilith empfinden.
Asmodeo wird mir in diesem Band immer sympathischer – am Ende dieses zweiten Teils hege ich für ihn gleich viel Sympathie wie für Johannes. Jetzt  kann ich Lilith ein bisschen besser verstehen, dass sie sich nicht zwischen den beiden entscheiden kann.
Die Geschichte nimmt hier viele unerwartete Wendungen. Immer wieder werde ich überrascht. Am Anfang geht es nur darum wie die drei miteinander auskommen und wie sie Johannes helfen seine Krankheit zu meistern, oder es zumindest versuchen. Gleichzeitig lernt Lilith wieder einiges Neues über sich selbst. Dann kommen einige neue Charaktere ins Spiel und alle passen ganz hervorragend in die Geschichte. Insgesamt wird es deutlich „böser“ in diesem Band und auch Lilith verändert sich. Sie gewinnt an überirdischen Fähigkeiten, aber sie scheint auch langsam Gefallen am „Bösen“ zu entwickeln.
Die Geschichte ist wieder aus der Sicht von Lilith geschrieben, aber auch in diesem Band gibt es jemanden, der seine Gedanken zwischendurch mit uns teilt. Nun ist es aber nicht mehr Asmodeo.
Ich hätte wirklich nicht gedacht, in welche Richtung sich diese Geschichte zum Schluss entwickelt, immer wieder gab es mehrere Möglichkeiten und dann kam es doch ganz anders.
Dieser zweite Teil ist ein Wechselbad aller Möglichkeiten. Die tiefe Liebe zwischen den Dreien. Unendlich viel Hass und Bösartiges bei den Widersachern. Irrsinn bei dem einen oder anderen Charakter. Manches Kapitel habe ich staunend gelesen und wollte weder glauben noch wahrhaben was ich da las. Dann musste ich etliche Seiten warten, bis ich mir sicher sein konnte, ob es tatsächlich wahr ist oder ob ich meinem Gefühl „das kann ich nicht glauben“ trauen konnte.
Das Ende ist so spannend und nichts von diesem Ende konnte ich auch nur andeutungsweise erahnen. Aber als ich am Ende angekommen war, hatte ich Gänsehaut am ganzen Körper.

Mein Fazit:
Dieser zweite Band ist tatsächlich eine Steigerung zum ersten Band. Und mir bleibt eigentlich nur eine Frage: Wie, liebe Roxann, willst du das noch toppen?
Ich kann die Reihe nur empfehlen, aber auf jeden Fall Band 1 zuerst lesen.

Meine Wertung:
4 von 4 Herzen mit Tendenz nach oben.

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2 Gedanken zu „Rezension: “Eine Andere Art von Ewigkeit”

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