Rezension: „Die dunkle Seite der Insel“

„Die dunkle Seite der Insel“
Numi Teusch
Kindle Edition [klick], ASIN: B008JGIT3W, € 2,99
derzeit nur als eBook erhältlich
© Numi Teusch
335 Seiten

Mein Dank geht an Numi Teusch, die mir dieses eBook zur Verfügung gestellt hat.

Die Autorin:
Numi Teusch wurde 1966 in Laubach an der Wetter geboren. Nach dem Abitur lebte und arbeitete sie drei Jahre in Genua und Rom. Magisterabschluss in Germanistik, Romanistik und Theater- Film- und Fernsehwissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main. Numi Teusch arbeitet als Drehbuchautorin und Regieassistentin (u.a. für mehrere „Tatorte“ sowie andere deutsche und italienische Krimiformate) und lebt mit ihrer Familie in Berlin. „Die dunkle Seite der Insel“ ist ihr erster Roman. (Quelle: Amazon.de)
Homepage der Autorin: http://www.numiteusch.de/

Inhalt:
Eine Gruppe junger, deutscher Archäologie-Studenten, darunter auch Evelyn, fliegen mit ihrem Professor nach Teneriffa, um dort Ausgrabungen vorzunehmen. Evelyn hat es nicht leicht mit ihren Mit-Studenten. Archäologie ist nur ihr Nebenfach und dementsprechend wird sie nicht ernst genommen und sogar ein wenig gemobbt. Ausgerechnet Evelyn findet am 1. Ausgrabungstag eine Leiche. Aber keine Mumie, sondern eine frische Leiche von einem jungen Mann, den sie am Abend zuvor in einer Disco kennengelernt hat.
Auch der Kommissar, Ben, der gerade erst wieder zurück auf die Insel versetzt wurde, hat es nicht leicht mit seinen neuen Kollegen. Und in diesen Kommissar verliebt sich Evelyn dann auch noch Hals über Kopf.

Meine Meinung:
Die Inhaltsbeschreibung des Buches hat mich direkt angesprochen. Eine Leiche bei Ausgrabungen, ein Fluch, eine Protagonistin, die sich in den ermittelnden Kommissar verliebt. Das versprach spannend zu werden.
Die Autorin scheint gut recherchiert zu haben und sich gut auf der Insel auszukennen. So beschreibt sie die Gegend sehr genau. Allerdings, mich persönlich, hat es dann doch gestört, dass sie z.B. Autofahrten mit etlichen Straßennamen, Kreuzungen und Abfahrten detailgenau beschrieben hat. Mein Spanisch ist nur sehr, sehr schwach und es hat meinen Lesefluss jedes mal unterbrochen, wenn die ganzen spanischen Straßennamen aufgeführt wurden.
Das Buch ist in verschiedene Abschnitte unterteilt. So wechseln z.B. Abschnitte, die Ben erlebt, die Evelyn erlebt und die, die anderen Protagonisten erleben, immer wieder ab. Über jedem Abschnitt steht der Name, desjenigen, der den Abschnitt gerade erlebt. Manche dieser Abschnitte sind sehr kurz gehalten. So dass man wirklich von „Szene“ zu „Szene“ springt. Erzählt ist das ganze Buch aber in Ich-Form aus der Sicht von Evelyn.
Ich hatte eigentlich erwartet, in dem Buch ein bisschen mit in die Ausgrabungen der Studenten einzutauchen. Ok, da direkt am ersten Tag die Leiche gefunden wurde, konnte am Ausgrabungsort natürlich nicht weiter gearbeitet werden. Stattdessen hielt jeder der Studenten ein Referat über sein Fachgebiet. Das konnte mich leider so gar nicht fesseln.
Von den Protagonisten war mir, bis auf Ben, keiner wirklich sympathisch. Und bei Ben, da war ich mir nicht sicher, ob ich ihn wirklich mochte oder ob er einfach nur der interessanteste Charakter war.
Wer Anita war und was sie in der Geschichte für eine Rolle spielte, war mir sehr, sehr lange ein Rätsel. Aber die endlos vielen deutschen Schlager. Das war für meinen Geschmack definitiv zu viel.
Richtig Schwung kam dann erst bei 75% (des gelesenen eBooks laut Kindle) in die Handlung. Da wurde es noch mal interessant und die Aufklärung des Mordes kam in Gang.
Insgesamt war mir die Geschichte zu stockend und zu viel gefüllt mit spanischen und zum Teil auch holländischen Worten und kleinen Sätzen, spanischen Straßennamen und viel zu vielen deutschen und englischen Liedern und Liedertexten.

Mein Fazit:
Die Idee zur Handlung hat mir gefallen, jedoch konnte mich die Umsetzung nicht wirklich überzeugen.

Meine Wertung:
2 von 5 Herzen

 

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