Rezension: „Walpurgismord“

„Walpurgismord“
Helmut Exner
Kindle Edition [klick], ASIN: B006BUA6WK, € 6,49
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3936318913, € 8,95
217 Seiten
Verlag: EPV Elektronik-Praktiker-Verlagsges. mbH

Mein Dank geht an den EPV, der mir dieses eBook zur Verfügung gestellt hat..

Der Autor:
Helmut Exner stellt sich auf seiner Autoren-Homepage so ausführlich und nett vor, dass ich euch direkt dorthin schicke 😉
Autoren-Homepage von Helmut Exner: http://www.helmutexner.de

Inhalt:
Lilly Höschen ist eine ehemalige Oberstudienrätin, mittlerweile 80 Jahre, schon immer etwas schrullig.  Sie ist nett, freundlich und hilfsbereit, solange man sie nicht ärgert. Aber wehe wenn.
Vor zwanzig Jahren, am Walpurgistag sind Miriam und Georg Besserdich spurlos verschwunden. Aber Leichen wurden niemals gefunden. Amadeus, der Sohn der beiden, war damals 12 Jahre und wurde von Lilly aufgezogen.
Eines Morgens findet Lilly eine weibliche Leiche in ihrem Garten. Die Identität ist schnell geklärt, aber warum sitzt diese Leiche ausgerechnet bei Lilly im Garten?

Meine Meinung:
„Walpurgismord: Ein leicht schräger Krimi aus dem idyllischen Harz“. Besser kann man dieses Buch gar nicht beschreiben. Schon auf den ersten Seiten musste ich laut auflachen. Der Autor hat Lilly so gut und bildhaft beschrieben, dass ich sie direkt vor mir stehen sehe.

Zitat:
„ Im Umgang mit ihren Mitmenschen galt sie durchaus als freundlich, ja liebenswürdig und hilfsbereit. Aber wehe, wenn sie sich veranlasst sah, einen ihrer Giftpfeile abzuschießen. Da konnte ihr niemand ausweichen oder gar Kontra bieten. Das schlimmste Vergehen war, ihren Namen wie Hös-chen auszusprechen und nicht wie Hö-schen mit kurzem ö und sch. Wer das tat, hatte eine Feindin fürs Leben.“

Ganz ehrlich, nach diesem Satz habe ich immer brav Hö-schen gelesen.
Trotz aller „Giftpfeile“, ich mochte Lilly von der ersten Sekunde an. Sie ist so herzerfrischend ehrlich. Ok, wenn sie meine Lehrerin gewesen wäre, würde ich das womöglich anders sehen.
Eigentlich sind alle Charaktere in diesem Buch irgendwann mal liebenswert, die meisten sogar die ganze Zeit. Alle bis auf den Pater, der ist zu keiner Sekunde liebenswert – ganz im Gegenteil.
Eigentlich hatte ich so eine Art „Miss Marple“ erwartet, aber Lilly ermittelt nicht selbst. Sie ist nur intensiv in den Fall verstrickt. Und ab und an hat sie gute Ideen, die sie dem Kommissar natürlich direkt mitteilt.
Der ganze Schreibstil gefällt mir unheimlich gut. Es liest sich locker und leicht. Ich muss zwischendurch oft auflachen, trotzdem bleibt der Spannungspegel die ganze Zeit erhalten. Zu der einen Leiche kommt noch die eine oder andere Straftat hinzu und immer wieder werde ich in die Irre geführt. Nach der Hälfte des Buches, dachte ich „*hm* Der Fall ist gelöst, was kommt denn da noch in der zweiten Hälfte?“ Aber Pustekuchen, von wegen gelöst. So drehen und wenden sich die Ermittlungen eine ganze Weile, man bekommt viele Ideen, wer und wie es gewesen sein könnte. Na, ja eine der Ideen ist dann auch die richtige, aber welche bleibt bis zum Schluss die große Frage.
Das Buch beginnt im Juli 2010, führt mich an ein paar wenigen Stellen zurück in die Vergangenheit. An den Tag, an dem Miriam und Georg Besserdich verschwunden sind und in ein paar Tage in der Kinderzeit einiger Charaktere. Ansonsten gehen die Ermittlungen chronologisch voran. Die einzelnen Kapitel sind mit dem jeweiligen Datum überschrieben. Und die Ermittlungen dauern immerhin vom Juli 2010 bis Mai 2011. Fast ein ganzes Jahr, in dem viel passiert.

Mein Fazit:
Ein Krimi, der ohne Blut auskommt, mich dafür öfter als einmal zum laut auflachen brachte, und von vorne bis hinten einfach nur Spaß und Spannung gebracht hat.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

Zusätzliche Information:
„Walpurgismord“ ist der erste Fall aus dem Harz, in dem Lilly Höschen eine Hauptfigur ist. Aber er ist völlig in sich abgeschlossen.
Weitere, bisher erschienene Fälle mit Lilly sind:
– Sauschlägers Paradies
– Die Segeberg-Connection, die Lübecker Marzipanleiche und der Harzer Roller
– Lilly Höschen und ihr Gespür für Mord

Hier noch mal die Links zu allen viel Fällen von Lilly Höschen:

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