Rezension: „Safranträume“

„Safranträume“
Andrea Reichart
Kindle Edition [klick], ASIN: B009WSLJVA, € 8,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3943697445, € 12,90
210 Seiten
Verlag: Oldigor

Mein Dank geht an den Oldigor-Verlag, der mir dieses eBook zur Verfügung gestellt hat..

Die Autorin:
Andrea Reichart hat Buchhändlerin gelernt und Anglistik/Germanistik (MA) studiert. Sie publizierte in den frühen Neunzigern wissenschaftlich und besaß einen kleinen Verlag und eine Buchhandlung in Essen, ehe sie 2008 nach Iserlohn zog, um dort bis Ende 2009 das Literaturhotel Franzosenhohl zu leiten. An dessen Konzept war sie maßgeblich beteiligt. 2010 gründete sie ihre Agentur Leseziel. 2011 erschien ihr Roman Nenn mich Norbert (Mönnig Verlag), der gleich für einen Literaturpreis nominiert wurde (DeLiA Literaturpreis 2012). Sie arbeitet als Lektorin, gibt Blitz-Workshops für Autoren, organisiert Buchpartys, Wellness-Lesungen und das literarische Programm im Literaturhotel. Im Lokalfunk Iserlohn moderiert sie die Sendung Literatur zu Gast. Im August 2012 erschien ihre Kurzgeschichte Adventsträume in der Anthologie Der vierte König (Kaufmann Verlag, hrsg. von Georg Leifels). Safranträume ist ihr zweiter Roman. (Quelle: aus dem Buch „Safranträume“)
Auf facebook könnt ihr Andrea Reichart hier finden: [klick]

Inhalt:
Lara und Roger sind 14 Jahre alt. Beide haben ein Handicap. Lara stottert und Roger hat eine Lese- und Rechtschreibschwäche.
Lara’s Eltern sind sehr engagierte Tierschützer und vergessen darüber auch schon mal, dass auch Lara Zuwendung benötigt.
Roger lebt mit seiner Mutter und seinen 3 kleineren Geschwistern alleine, seit sein Vater die Familie verlassen hat.
So werden aus Lara und Roger Freunde.
Freunde, die sich gegenseitig helfen und die sich gegenseitig brauchen. Bis Lara’s Eltern beschließen schon wieder umzuziehen und irgendwo in Osteuropa ein neues Tierschutzprojekt aufzubauen.

Meine Meinung:
Schon direkt beim ersten Satz

„Johannes Sorglos blickte auf und schmunzelte“

musste auch ich schmunzeln. Das ist doch mal ein wirklich toller Name für eine Romanfigur, oder?
Der  Schreibstil der Autorin hat mir sofort gefallen. Ich habe das Buch während einer längeren Autofahrt (ich war natürlich Beifahrer) gelesen verschlungen und hatte vorher keinen Klappentext dazu gelesen, ging also absolut unbedarft an die Geschichte heran und wusste eigentlich gar nicht um was es darin gehen sollte.  Und ich wurde positiv überrascht. Andrea Reichart hat es auf diesen paar wenigen Seiten geschafft etliche Themen anzuschneiden und miteinander zu einer schönen und spannenden Geschichte zu verweben. Sie erzählt von „Tierschutz“, „sozialen Netzwerken“, „alleinerziehenden  Eltern“, „Eltern, die vielleicht nicht immer für ihre Kinder da sind“ genauso, wie von „Freundschaft“ und „Liebe“. Keines dieser Themen kommt einem unpassend vor oder zu kurz beschrieben. Es passt wirklich alles zusammen. Besonders interessant fand ich es, dass das Thema „soziale Netzwerke“ auch mal auf eine etwas andere Art und Weise und durchaus hilfreich eingesetzt wurde. Es hat eben doch jede Medaille zwei Seiten. Das konnte man hier sehr schön herauslesen.
Die Protagonisten mochte ich sofort. War ja auch kaum anders möglich, schließlich waren sie ja noch Kinder. Aber auch Johannes Sorglos mochte ich, obwohl er schon manchmal auch ein bisschen brummig sein konnte und ich ihm eigentlich hätte böse sein müssen. Hat er doch seinen Hund „Pocke“ genannt. Andrea Reichart hat mich hier mit ihrer Geschichte einige Mal dazu gebracht laut aufzulachen, aber ich habe auch sehr mit Lara und Roger mitgefühlt. Beide hatten es nicht immer einfach.
Ganz toll fand ich auch die Chatgespräche zwischen „Mes Ser“ und „Ri Ta“. Auch dabei musste ich sehr oft schmunzeln. Alleine für die Wahl der Nicknamen aller Beteiligten verdient das Buch schon ein dickes Lob. Die fand ich einfach alle genial.
Das einzige was mir hier noch gefehlt hat, waren ein paar Rezepte ;-).

Mein Fazit:
Wer hier ein Kochbuch vermutet liegt  völlig falsch. Aber wer eine sehr schöne Geschichte über das Leben und Erwachsenwerden mit allen Hoffnungen und Träumen von zwei jungen Menschen lesen mag, dem kann ich das Buch nur empfehlen.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

Es gibt auch noch einen sehr schönen Buchtrailer dazu:

Mit der Nutzung der "Teilen-Buttons" werden deine Daten automatisch an Dritte übermittelt.

2 Gedanken zu „Rezension: „Safranträume“

  1. Och nö .. Beate .. das kann nicht Dein ernst sein .. danke .. vielen Dank .. das nächste Buch, von dem ich nun meine, ich muss es unbedingt lesen *tiefseufz*

    Deine Rezi war so überzeugend. Danke :))

    • Och Sandra … das wollte ich natürlich nicht … 😀 😀 😀
      Aber hab ich es dir nicht vorher gesagt? Du sollst diese Rezi nicht lesen, wenn du das Buch nicht haben willst? Jetzt ist es passiert, sorry! Aber es sind ja nur 210 Seiten, die schaffst du doch in knapp 2 Stunden … 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.