Rezension: „Die Trüffelgöttinnen“

„Die Trüffelgöttinnen“
Lexa Holland
Kindle Edition [klick], ASIN: B007W0N6QG, € 6,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3943697209, € 12,90
234 Seiten
Verlag: Oldigor

Lieben Dank an Lexa Holland und Andrea Wölk (Oldigor), die ich beide auf der Buchmesse 2012 in Frankfurt persönlich kennenlernen durfte. Und die mir bei dieser Gelegenheit „Die Trüffelgöttinnen“ geschenkt und signiert haben.

Die Autorin:
Lexa Holland lebt im Herzen von Rheinland-Pfalz. Den zwischen zwei Buchdeckeln versteckten Geschichten und Schicksalen galt schon als Kind ihre ganz große Leidenschaft, und da gab es schon sehr früh die Gewissheit, dass auch sie sich später dieser Kunst widmen würde.
Da sie feststellen musste, dass ihr „richtiger“ Name bereits durch eine sehr bekannte Autorin besetzt war, hat sie für die verschiedenen Genres, in denen sie erfolgreich schreibt, auch unterschiedliche Pseudonyme gewählt. Für den Oldigor-Verlag und die in dessen Programm passenden Bücher schreibt sie als Lexa Holland. Sie hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht und einige Sketche, die auf Kleinkunstbühnen gespielt wurden. Lexa Holland wurde mit dem Literaturpreis des Deutschen Autorenverbandes Hannover ausgezeichnet und war mit ihrem ersten Roman für einen der höchst dotierten Literaturpreise nominiert. (Quelle: Oldigor Verlag)

Inhalt:
Melanie, ist eine schöne Frau, die sich ihre tolle Figur und ihre makellos glatte Haut durch lebenslanges Entbehren, viel Sport und noch mehr Disziplin erarbeitet hat. Eine von diesen Frauen, die sich nur von Salatblättern und Magerjoghurt ernähren. Aber dafür blicken ihr auch alle Männer hinterher. Der Fernsehsender, bei dem sie als Moderatorin arbeitet, schickt sie als „Leihgabe“ für ein halbes Jahr nach New York zu einem dort ansässigen Sender.
Als sie dort ankommt, stellt sie verwundert fest, dass die Männer ihr nicht mit den gewohnten Blicken nachschauen. Und dann schickt ihr neuer Sender, sie auch noch erst mal für eine Woche auf eine Schönheitsfarm. Als ob ausgerechnet sie das nötig hätte. Aber dann – zunächst völlig fassungslos – erkennt sie, dass das neue Idealbild einer bildschönen Frau aus Falten und Fettpolstern besteht. Endlich  begreift auch Melanie, dass sie aufhören kann jede Kalorie drei Mal zu zählen und hemmungslos schlemmen darf.

Meine Meinung:
Lexa Holland ist es hier gelungen, sehr humorvoll zu beschreiben wie einfach die Menschheit zu manipulieren ist. Während des Lesens musste ich mehrfach „breit grinsen“. Alle Charaktere sind wundervoll witzig beschrieben und die Kreationen von „George“ kann ich wirklich vor mir sehen. Wobei ich „Gladys“ doch noch mal extra erwähnen muss. Ich finde sie einfach herrlich.
Bis zum Schluss hatte ich keine Idee wie es denn nun ausgehen könnte. Gegen Ende war ich dann auch noch mal ein wenig geschockt, wie weit manche Leute gehen. Das „Finale“ war dann aber doch eine Überraschung und passt ganz hervorragend.
Das Buch liest sich locker und schnell. Es hat zwar nur 234 Seiten, aber es führt einem den täglichen Wahnsinn auf eine sehr humorvolle Weise vor Augen:
– vorgeschriebene Schönheitsbilder
– Leute, die genau damit richtig viel Geld verdienen
– tägliche Talkshows, die das ganze unterstützen
Alles in allem ein satirischer Roman, der die LeserInnen gut unterhält und oftmals zum Lachen bringen kann.
Trotzdem kann man, wenn man will, auch eine Botschaft dahinter finden: „Finde zu dir selbst, sei glücklich mit dir und in dir selbst. Renne nicht jeder Herde hinterher und lass‘ dich nicht auf jeden neuen Trend ein.“
So witzig wie dieses Buch hier geschrieben ist, ich hatte auch immer mal wieder vor Augen, wie eine solche Massenmanipulation sich auf die Menschheit schon mal ausgewirkt hat.

Mein Fazit:
Ein humorvoll geschriebenes Buch über vorgeschriebene Schönheitsbilder. Ein echtes „Frauenbuch“, das ich aber gerne auch dem einen oder anderen Mann ans Herz legen würde. In diesem Sinne: Sahnetrüffel für alle 😉

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen

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