Rezension: „Tal der Tausend Nebel“

„Tal der Tausend Nebel“ (Band 1 von 3)
Noemi Jordan
Kindle Edition [klick], ASIN: B007SV2GY2, € 8,49
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3492273831, € 9,99
464 Seiten
Verlag: Piper

Mein herzlicher Dank geht an die sympathische Noemi Jordan, die mir dieses Buch geschenkt hat.

Die Autorin:
Noemi Jordan ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die vor zwei Jahrzehnten in einen hawaiischen Clan eingeheiratet hat. Durch ihre Zwillinge fühlt sie sich für immer mit Hawaii verbunden, und über die Jahre entstand durch die Besuche der Inseln eine tiefe Liebe zu der exotischen Landschaft und ihren Bewohnern. Besonders fasziniert sie die legendäre Heilkunst der dortigen Kahuna, einer Art Schamanen, die bisweilen die Gabe haben, jenseits von Zeit und Raum zu wandeln. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Süden Deutschlands.(Quelle: Piper Verlag)
Facebookseite der Autorin: https://www.facebook.com/pages/Tal-der-Tausend-Nebel

Inhalt:
1893: Elisa Vogel ist 19 Jahre alt. Nach dem Tod ihres Vaters und des Bankrotts der Rederei verlässt sie zusammen mit ihrer Mutter Hamburg, um auf Hawaii die Zuckerrohrplantage, die ihr Vater dort zusammen mit seinem Bruder hatte, zu führen und um gut verheiratet zu werden. Doch direkt bei ihrer Ankunft auf Hawaii wird sie von einem Hai verletzt und überlebt nur mit Hilfe des Hawaiianers Kelii. Die Verletzung durch den Hai, kennzeichnet sie allerdings für ihr Leben und somit ist sie als Frau wertlos. Und die geplante Hochzeit findet nicht statt. Für sie nicht weiter schlimm, denn sie hat in ihrem Lebensretter Kelii nicht nur einen sehr guten Freund gefunden, sondern auch die echte Liebe. Aber eine Liebe zwischen Kelii und Elisa ist tabu. Und der Mann, mit dem sie verlobt war, rächt sich bitter.
2010: Maja eine junge Deutsche mit hawaiianischen Vorfahren trifft an der Cote d’Azur auf  den Hawaiianer Keanu und fühlt sich sofort mit ihm auf eine ganz besondere Art verbunden. Aber auch 2010 ist es für Hawaiianer noch immer tabu, sich mit „Weißen“ zusammen zu tun: „Don’t mix the blood“

Meine Meinung:
Der Klappentext verrät nichts über die Parallelgeschichte von Maja und als der Prolog direkt mit Maja im Jahre 2010 beginnt, war ich etwas verwirrt. Trotzdem tut sich in dieser Einleitung schon der schöne, ruhige Schreibstil der Autorin auf, der sich durch das ganze Buch zieht.
Das Buch ist eines von der Sorte, das sich ganz leise in das Herz des Lesers schleicht. Elisa ist vor meinem geistigen Auge eine wunderschöne, starke Frau. Schon direkt zu Beginn des Buches und später wird mir das noch viel, viel deutlicher. Die Kapitel sind abwechselnd aus dem19. Jahrhundert und erzählen Elisas Geschichte und aus 2010/2011 und erzählen Majas Geschichte. Zuerst hat es mich gestört von Maja zu lesen, ich wollte einfach nicht weg von Elisa. Ich wollte unbedingt bei ihr bleiben, aber so nach und nach eröffnete sich mir auch die Verbindung zwischen Elisa und Maja und dann konnte ich auch Majas Geschichte aufnehmen.
Die Autorin entführt mich hier nach Hawaii und ins 19. Jahrhundert. Ich habe überhaupt keine Probleme die Schönheit der Inseln während des Lesens zu sehen. Gleichzeitig beschreibt sie die Kultur der Einheimischen und die Ausbeutung durch die „Weißen“ und die Rolle der Frau im 19. Jahrhundert. Zu keiner Sekunde habe ich den Eindruck einen fiktiven Roman zu lesen. Aber ich habe auch nicht das Gefühl ein Geschichtsbuch zu lesen. Ich glaube jedes Wort – alles muss so gewesen sein. Und dieses Buch erzählt eine Geschichte über eine Liebe, die es trotz aller Widrigkeiten schafft gelebt zu werden, aber täglich neu erkämpft werden muss.
Ich möchte hier wirklich nicht zu viel erzählen, deshalb auch keine Worte zu Majas Geschichte, aber am Ende laufen beide Geschichtsstränge ganz hervorragend zusammen.
Ein Zitat möchte ich Euch noch mitbringen – und einfach so stehen lassen.

Zitat:
„In dem Moment verstand sie etwas Essentielles über sich selbst, vielleicht auch über die Natur des Menschen selber. Rache und Liebe konnten nicht gleichzeitig in einem Herzen blühen.“

Mein Fazit
Ein wunderschöner Roman, der sich ganz leise in das Herz der Leser schleicht. Meine absolute Empfehlung!

Meine Wertung
4 von 5 Herzen

Sonstiges
Hier noch die Links zu allen bisher erschienen Teilen dieser Trilogie

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Ein Gedanke zu „Rezension: „Tal der Tausend Nebel“

  1. Ja .. kommt mir bekannt vor. Anfangs war ich auch irritiert .. aber auch mir hat es dann ganz besonders gut gefallen .. eben wie Du schon sagst, diese ruhige interessante Art, diese Geschichte zu erzählen. Schöne Rezi!

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