Rezension: “Leben im Käfig” von Raik Thorstad

“Leben im Käfig”
Raik Thorstad
Kindle Edition [klick], ASIN: B006RBGSQQ
699Seiten
Verlag: Fantasy Welt Zone (29. Dezember 2011)

Autor:
Wer ist Raik Thorstad – oder auch Tasmanian Devil? Gute Frage. Ein Nordlicht, das zwischen seinen Leidenschaften Schreiben und Musik (gelernter Musikalienhändler und Mitarbeiter diverser Musikmagazine) hin- und herpendelt, und sich unlängst für die Feder entschieden hat. Allerdings nicht für ein festes Genre. Psychologie, Historie, Endzeit, Fantasy. Warum sich Grenzen setzen? Im September 2011 erscheint der erste Roman „Leben im Käfig“ hier beim FWZ-Verlag. (Quelle: Amazon.de) Viel mehr über Raik kann man aber auf http://raikthorstad.blogspot.de/erfahren.

Kurzbeschreibung:
Von seinen neunzehn Lebensjahren hat Andreas von Winterfeld die Hälfte im Haus seiner Eltern verbracht. Die Fesseln, die ihn halten, sind psychischer Natur. Er leidet unter einer schweren Form von Agoraphobie, die in Ermangelung einer Behandlung zunehmend an Tiefe gewinnt. Die lange Isolation und die unglücklichen Familienumstände haben ihn zu einem Aussenseiter gemacht – und zu jemandem, der sich kaum mit Menschen auskennt. Dass er schwul ist, ist fast sein kleinstes Problem, auch wenn er sich seinen von der Arbeit zerfressenen Eltern nicht anvertraut hat. In diese Anti-Idylle aus Privatunterricht, Einsamkeit und Langeweile platzt Sascha, der gerade erst nach Hamburg gezogen ist. Grund dafür sind gewisse Auseinandersetzungen mit seinen Eltern – und die Tatsache, dass er sich mit einem Schulfreund in flagranti auf Papas Couch hat erwischen lassen. Zwei junge Männer, die das Leben noch nicht recht am Schopf gepackt haben, aber eines mit Sicherheit wissen: Sie sind schwul und sie sind allein – jeder auf seine eigene Weise. (Quelle: Amazon.de)

Meine Meinung:
Mit diesem „Gay Romance Roman“ habe ich mich auf ein für mich völlig neues Lese-Terrain begeben. In den ersten beiden Kapiteln wird man direkt mit der Welt von Andreas und Sascha bekannt. Der Einstieg in die Geschichte fällt mir leicht. Das erste Treffen zwischen Sascha und Andreas erfolgt recht schnell auch wenn es bis zur Freundschaft noch ein langer Weg ist. Ich musste mehrmals lächeln, sind doch irgendwie alle Teenagerprobleme die gleichen – egal ob Männlein, Weiblein, hetero oder schwul. Auch der langsame Prozess von der „Jungenfreundschaft“ zur ersten Liebe und die ersten gemeinsamen Schritte in Richtung Sex sind so ziemlich die gleichen, wie bei jeder Jugendliebe.

Der Schreibstil paßt gut zu den beiden Teenagern. Durchweg liest sich das Buch locker und leicht. Insgesamt geht es eigentlich die meiste Zeit um die Liebe der beiden und die Schwierigkeiten, die Jugendliche eben mit ihrer ersten Liebe so haben: Eifersucht, gemeinsame Zeit, erste erotische Erfahrungen, Probleme mit den Eltern und so weiter. Natürlich auch die Probleme, die durch Andreas‘ Krankheit entstehen. Ich hätte mir allerdings ein bißchen mehr zum Thema Andreas‘ Krankheit und Wege zur „Heilung“ gewünscht. In knapp 700 Seiten könnte es ruhig noch ein bißchen tiefer gehen. Trotzdem habe ich das Buch recht schnell gelesen und nicht oft zur Seite gelegt. Wollte ich doch immer wissen wie es weitergeht.

Der Schluß hat mich dann allerdings wirklich überrascht. Mit diesem Ende oder auch nicht Ende hätte ich so nicht mehr gerechnet, und macht mich neugierig auf die Fortsetzung.

Fazit:
Ein netter Roman über eine leidenschaftliche „erste Liebe“ mit allen Höhen und Tiefen einer ersten Liebe. Wer sich gerne locker unterhalten lässt und keine Probleme damit hat, das es hier eben zwei Jungs sind, die ihre erste Liebe erleben, der macht mit diesem Buch sicher nichts falsch.

Meine Wertung:
Eigentlich 3,5 Herzen, aber die gibt es ja nicht und der unerwartete Schluß macht die vier Herzen doch noch voll.

4_Herzen

 

 

Danke, Raik, daß ich dieses Buch lesen durfte!

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