Rezension: „Sushi oder Labskaus“

„Sushi oder Labskaus“
Kerstin Michelsen
Kindle Edition [klick], ASIN: B00AQ5KY8M, € 2,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-1481244756, € 8,98
216 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Mein herzlicher Dank geht an Kerstin Michelsen, die mir dieses Buch zum Lesen zur Verfügung gestellt hat!

Die Autorin:
Kerstin Michelsen, Jahrgang 1963, wuchs in Hamburg und in der Lüneburger Heide auf. Sie lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in einem kleinen Dorf südlich von Hamburg. (Quelle: Amazon.de)
Homepage der Autorin: http://kerstin-michelsen.jimdo.com
Kerstin Michelsen auf Facebook: http://www.facebook.com/kerstin.michelsen

Inhalt:
Florence, genannt Flo, ist eine junge Frau, die noch nicht so richtig weiß in welche Richtung ihr Leben führen soll. So verdient sie ihr Geld mit Aushilfsjobs und auch ihre Liebhaber hinterlassen meist keinen dauerhaften Eindruck bei ihr und werden dementsprechend locker ausgetauscht.
Dann liest sie eine Stellenanzeige „Assistentin der Geschäftsführerin“  gesucht. Noch dazu in Hamburg, wo ihre beiden besten Freundinnen schon seit ein paar Jahren leben. Obwohl sie eigentlich keine entsprechende Ausbildung hat, bewirbt sie sich. Und sie wird tatsächlich genommen. Landleben ade, ab ins Großstadtleben und zum Traumjob!
Doch nicht nur der Job ist eine echte Herausforderung, sondern auch der Juniorchef, Justus. Innerhalb von Minuten ist sie hoffnungslos verloren. Und damit das Leben auch wirklich kompliziert wird, tritt auch noch Jan in ihr Leben. Der ist allerdings das komplette Gegenteil von Justus. Der eine eben Sushi und der andere eher Labskaus.

Meine Meinung:
Das Buch beginnt mitten im letzten Kapitel. Und die Autorin begründet das mit

Zitat:
„Manchmal ist das Ende eben auch ein Anfang. Oder so.“

Erzählt ist die Geschichte aus der Sicht von Flo – also in der Ich-Form. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Im Grunde ist die Story nicht wirklich neu: eine Frau kann sich nicht zwischen zwei Männern entscheiden.  Aber interessant finde ich, dass beide Männer voneinander wissen oder zumindest ahnen. Außerdem gefällt mir, dass die Autorin es geschafft hat, eigentlich völlig langweilige Knöpfe sehr interessant zu machen. Flo selbst hinterlässt mich ein wenig zwiegespalten. Auf der einen Seite kann ich es nicht nachvollziehen, dass sie so unentschieden ist und sich von Justus auch sehr einfach manipulieren lässt. Das heißt eigentlich kann ich auch gar nicht verstehen was sie an Justus findet.  Auf der anderen Seite finde ich sie toll, wenn sie mit ihren Freundinnen zusammen ist. Und auch wie sich reinhängt, um Justus den Popo und der Firma den Auftrag zu retten, finde ich klasse.
Jan dagegen mag ich sehr. Von der ersten Sekunde an war er mir sympathisch. Er ist das genaue Gegenteil von Justus. Der hat mich ein wenig gelangweilt  – der war mir zu klischeehaft. Trotzdem hätte ich gerne etwas mehr über ihn erfahren, z.B. über seine Gefühle. Nicht falsch verstehen, das Buch erschien mir nicht langweilig – nur der Typ Justus an sich, der würde mich langweilen 😉
Am besten und sehr authentisch wirkte Frau Stütz auf mich. Ansonsten waren es dann doch ein paar kurze Röcke und High Heels zu viel in dieser Firma. Wobei ich mich immer amüsiert habe wenn ich die „Bürohühner“ gelesen habe und dachte „ja, ist ja auch Chick Lit“.
Auf das Ende war ich die ganze Zeit schon gespannt, wusste ich ja schon von der ersten Seite an, dass Flo sich in einer etwas unangenehmen Situation befindet – aber nicht wieso und warum. Die Auflösung hat mich dann doch sehr überrascht.  Aber so wirklich glaubwürdig fand ich den Schluss nicht.

Mein Fazit:
Ein schöner, leicht zu lesender Chick Lit-Roman, der ohne großen Tiefgang Spaß macht und nicht langweilig wird.

Meine Wertung:
3 von 5 Herzen

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