Rezension: „Leiden sollst du“

 

„Leiden sollst du“
Laura Wulff
396 Seiten

Kindle Edition [klick]
ASIN: B00B2QN530
€ 7,99
Verlag: dotbooks
Taschenbuch [klick]
ISBN: 978-3862784974
€ 8,99
Verlag: Mira

Das eBook wird vom dotbooks-Verlag und das Taschenbuch vom Mira-Verlag verlegt. Die beiden sind mit unterschiedlichen Covern versehen. Oben links ist das Cover zum eBook zu sehen und oben rechts das Cover zum Taschenbuch.

Ich habe das eBook vom dotbooks-Verlag über die Plattform Blogg-Dein-Buch bekommen! Vielen Dank dafür!

Die Autorin:
Laura Wulff ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin, die in der Nähe von Köln lebt. Obwohl sie das Gelübde Bis dass der Tod euch scheidet ernst nimmt, hofft sie, dass ihr Name trotzdem nie in einer Ermittlungsakte auftauchen wird. Sie trinkt gerne ein Glas blutroten Wein, findet, dass Neid die Seele vergiftet, und würde ganz sicher nicht für Schuhe morden, aber durchaus für ein gutes Buch.
Mehr Informationen über Laura Wulff im Internet: www.laurawulff.de
(Quelle: das eBook „Leiden sollst du“)

Inhalt:
Benjamin ist ein verschlossener 18jähriger Teenager, der mit seinem Leben derzeit nicht wirklich zurechtkommt. Schule ist doof, Eltern sind doof und mit seinen Kumpels läuft es auch nicht mehr so richtig. Seine positiven Erfahrungen sucht er beim Geocaching. Im Internet hat er einen Spielleiter gefunden, der ihm immer schwierigere Aufgaben stellt. Das Spiel wird immer gefährlicher. Als Benjamin versagt, bringt er damit sich und seine Familie in Lebensgefahr. In seiner Not vertraut er sich seiner Cousine Marie an. Marie verspricht ihm zu helfen. Doch eigentlich hat sie selbst genug Probleme. Denn ihr Mann Daniel, ein Hauptkommissar, hatte einen schweren Unfall und sitzt seit dem gelähmt im Rollstuhl. Er ist noch immer krankgeschrieben und kann sich noch nicht sein neues Leben im Rolli gewöhnen. So ist er zwar Hauptkommissar, aber eben noch nicht im Dienst.
Dann wird auch noch die Leiche von Ben’s Freundin Julia gefunden. Julia galt seit Monaten als vermisst.

Meine Meinung:
„Leiden sollst du“ ist das Krimi-Debüt von Laura Wulff. Schon alleine deshalb war ich total neugierig darauf. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Im Epilog wird eine Gewalttat aus der Sicht des Opfers geschildert während die Tat ausgeführt wird. Und es geht direkt spannend und auch blutig los.
Das Buch wird in der dritten Person erzählt. Die Perspektiven wechseln zwischen den jeweiligen Protagonisten. Aber das stört nicht, es ist jederzeit klar erkennbar aus welchem Blickwinkel das Geschehen gerade zu betrachten ist. Zunächst beginnt das Buch relativ harmlos. Man lernt Benjamin kennen und erfährt viel über ihn. Auch über Marie und Daniel werden zunächst erst einmal einige Hintergrundinformationen bekannt bevor das Buch so richtig an Fahrt aufnimmt. Eventuell hätte man das etwas kürzen können, aber da es sich hierbei um Band 1 einer neuen Reihe handelt, finde ich es eigentlich ganz gut wenn ich die Protagonisten erst mal etwas intensiver kennenlerne. Ich schätze in den Folgenbänden wird das nicht mehr so ausführlich passieren.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Obwohl ich zugeben muss, dass ich einige Worte – wohl aus dem Jugend-Jargon – tatsächlich nicht kannte und z.B. erst mal googeln musste was ein „Bandana“ oder ein „Alter Ego“ ist. Trotzdem fand ich das Buch sehr spannend geschrieben. Aber nicht nur der kriminelle Teil hat mir gefallen. Ganz besonders fasziniert hat mich auch die Art und Weise wie die Autorin hier mit dem Thema Querschnitts-lähmung umgegangen ist. So finde ich Daniel und seine Art mit seinem Unfall und seiner Behinderung umzugehen oder eben nicht umzugehen sehr authentisch und gelungen. Ich konnte ihn immer sehr gut verstehen und mochte ihn. Auch wenn er manchmal ein echter „Kotzbrocken“ war. Aber verstehen konnte ich das. Und Marie, sie ist meine eigentliche Heldin in diesem Buch. Eine taffe junge Frau, mit sehr viel Gefühl und Verstand. Trotz ihrer, sagen wir mal, recht anstrengenden Eltern. Die Art und Weise wie sie mit Daniel und auch mit Ben umgeht ist einfach klasse. Sie hat ein helles Köpfchen, ganz viel Einfühlungsvermögen und beweist das und eine gehörige Portion Mut an den richtigen Stellen.
Aber auch Ben muss man mögen. Er ist eben ein typischer und unsicherer Jugendlicher, der seinen weichen und guten Kern noch hinter einer rauen Schale versteckt. Und auf dem Weg zu sich selbst auch das eine oder andere Mal die falsche Richtung einschlägt.
Die Handlung an sich hat mir auch gefallen. Obwohl sie für meinen Geschmack doch schon sehr blutig und brutal war. Für mich hat das Gleichgewicht zwischen dem blutigen Teil, den Ermittlungen und dem Leben von Marie, Daniel und Ben dann aber doch gestimmt.
Und die Frage nach dem Täter blieb mir bis zur Offenbarung tatsächlich ein Rätsel, kurzeitig hatte ich mal einen Verdacht (den gleichen übrigens wie Daniel), aber der hat sich dann ja als falsch herausgestellt. Wobei ich aber in Bezug auf eine bestimmte Person bereits beim ersten Treffen mit Daniel eine Idee bekam und damit lag ich dann sogar richtig. Mehr mag ich hier aber nicht verraten 😉 Das müsst ihr selbst herausfinden.

Mein Fazit:
Ein vielversprechender Start für eine neue Krimi-/Thrillerreihe. Für meine Verhältnisse gab es genügend Blut und Brutalitäten. Ob es für echte Hardcore-Thriller-Fans genügt, das kann ich nicht sagen. Ich bin ja eher ein „Krimi-Weichei“ 🙂 Mir hat es trotzdem gefallen und ich freue mich schon auf den nächsten „Fall“ der Zuckers.

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen


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2 Gedanken zu „Rezension: „Leiden sollst du“

  1. Lach .. na da sind wir uns ja recht einig, was die Bewertung angeht .. wirste sehen, wenn ich Rezi veröffentliche 🙂

    Mir gefällt das Cover von Mira übrigens viel besser irgendwie ..

  2. Na und wieso wundert mich das jetzt nicht?
    Übrigens mir gefällt das Cover von Mira auch viel besser – es passt viel besser zum Inhalt.

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