Rezension: „Die Löwin von Mogador“

„Die Löwin von Mogador“
Julia Drosten
Kindle Edition [klick], ASIN: B00AWOFSR4, € 6,13
-derzeit nur als eBook verfügbar-
613 Seiten

Mein herzlicher Dank, geht an den Julia Drosten, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Die Autoren:
Das Autorenpaar Horst und Julia Drosten und leben im schönen Münsterland. Julia wurde Buchhändlerin und studierte danach Geschichte, Englisch und Pädagogik, Horst war Geschäftsführer einer schweizer Firma für Speiseeistechnologie. (Quelle: Amazon.de)Vor kurzem haben die beiden ihren Künstlernamen von von „Julia von Droste“ auf „Julia Drosten“ geändert, deshalb steht auf dem Cover noch der „alte“ Name.

Inhalt:
Sibylla lebt (Anfang des 19. Jahrhunderts) in London, ist bereits 23 Jahre alt und noch immer unverheiratet. Sie ist eine starke Frau, die sich nicht nur mit Teegesellschaften und Mode zufrieden gibt. Sie liest viel, ist gebildet, hat viele Ideen und träumt davon die Welt kennenzulernen. Benjamin, die rechte Hand ihres Vaters, scheint als einziger Mann keine Probleme mit ihrer fortschrittlichen Denkweise zu haben und so heiraten die beiden.
Ihre große Chance ist gekommen, als die Reederei ihres Vaters einen Abgesandten für seine Geschäfte in Marokko benötigt. Sibylla reist mit Benjamin nach Mogador. Während für Sibylla ein Traum in Erfüllung geht und sie sich dort wohl fühlt und gut einlebt, kommt Benjamin mit der fremden Lebensweise und Kultur gar nicht zurecht. Und auch in ihrer Ehe steht es nicht zum Besten. Dann lernt Sibylla den Franzosen André kennen und zum ersten Mal ahnt sie, was „Liebe“ ist. Doch eine Trennung von ihrem Mann kommt natürlich nicht in Frage. Auch als Benjamin wegen verbotener Geschäfte verhaftet wird, steht sie immer noch hinter ihm und versucht seine Unschuld zu beweisen. Doch dann schlägt das Schicksal zu und Sibylla steht mit ihren Kindern alleine da. Trotzdem, sie möchte auf gar keinen Fall zurück nach Europa.

Meine Meinung:
Mit der Löwin von Mogador habe ich einen wunderbaren historischen Roman gelesen, der eine Mischung aus 1001-Nacht und Geschichte ist. Es war mein erstes Buch von dem Autoren-Team Julia Droste und der Schreibstil gefällt mir richtig gut. Er passt wunderbar zu dieser Geschichte und liest sich flüssig und leicht. Die Beschreibungen von Land, Leuten sind so gut gelungen, dass man das Gefühl hat, selbst über den Souk zu gehen und all die Gerüchte und Eindrücke selbst zu erleben. Auch die unterschiedlichen Lebensweisen zwischen den Arabern und den Europäern sind ganz hervorragend beschrieben. Und obwohl dieses Buch über 600 Seiten hat, hätte ich am Ende noch immer weiterlesen können.
Sibylla ist eine Frau mit einem stark ausgeprägten eigenen Charakter, trotzdem absolut sympathisch und liebenswert. Sie versteht sich zu behaupten und ist offen und aufgeschlossen für alles Fremde. Ich mochte sie von Anfang an. Auch Benjamin ist absolut zielstrebig und ehrgeizig. Aber er war mir zu „gelackt“. Während ich André wiederum sofort mochte. Auch ein Mann, der seinen Weg geht, aber dabei nie seine Mitmenschen vergisst und keine Standesdünkel kennt.
Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil erzählt Sibyllas Leben von 1835 bis 1840, und der zweite Teil beginnt dann erst wieder 1859 und endet 1862. Die fehlenden Jahre dazwischen, stören aber nicht. Die wenigen nennenswerten Ereignisse aus dieser Zeit sind geschickt eingeflochten, so dass der Leser zu keiner Zeit den Eindruck hat etwas verpasst zu haben.
Ich kann auch gar nicht sagen, welcher Teil mir besser gefallen hat. Im ersten Teil geht es noch hauptsächlich um Sibyllas Leben und im zweiten Teil sind ihre Kinder bereits erwachsen und das Leben der zweiten Generation bestimmt einen großen Teil der Geschichte. Aber natürlich sind die beiden Generationen eng miteinander verbunden und Sibylla bleibt der Geschichte als eine Hauptprotagonistin erhalten. Man könnte fast meinen es sind zwei Bücher. Band 1 und dann die Fortsetzung davon. Aber ich bin sehr froh, dass beide Teile ein Buch bilden, denn sie gehören einfach zusammen.

Mein Fazit:
Ein sehr schöner historischer Roman um eine starke Frau in einem fernen, exotischen Land mit viel Spannung und Gefühl mit einem Hauch von 1001 Nacht.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

 

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2 Gedanken zu „Rezension: „Die Löwin von Mogador“

  1. Uiiii.. Beate.. das hört sich ja toll an.. na da muss ich doch mal im Laden nach gucken… danke schön 🙂

    *knuddääls*.. Kirsten

    • Huhu Kirsten,
      im Laden? Derzeit gibt es das nur als eBook, aber das fast überall wo es eBooks gibt 😉
      Ich bin gespannt wie es dir gefallen wird.

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