Rezension: „Goldmarie auf Wolke 7“

„Goldmarie auf Wolke 7“
Gabriella Engelmann
Kindle Edition [klick], ASIN: B00AAT6O4M, € 9,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3401067261, € 9,99
271 Seiten
Verlag: Arena
Altersempfehlung: ab 12 – 15 Jahre

Die Autorin:
Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren. Seit ihrem Umzug nach Hamburg fühlt sie sich im Norden pudelwohl und entdeckte dort auch ihre Freude am Schreiben. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Autorendaseins von Romanen sowie Kinder – und Jugendbüchern. Gabriella Engelmann veröffentlicht ebenfalls unter dem Pseudonym Rebecca Fischer.
(Quelle: Amazon.de)
Die Webseite von Gabriella Engelmann findet ihr hier: www.gabriella-engelmann.de
Und bei Facebook könnt ihr sie hier finden: http://www.facebook.com/pages/Gabriella-Engelmann-Autorin/

Inhalt:
Marie Goldt, ist fast 17 Jahre alt und lebt mit ihrer Stiefmutter und ihrer Stiefschwester, Lykke Pechstein alleine. Ihre Mutter ist spurlos verschwunden als sie drei Jahre alt war und ihr Vater ist gestorben als sie gerade mal 12 Jahre alt war. Mit ihrer Stiefmutter kommt sie so leidlich zurecht, aber mit Lykke absolut gar nicht. Und das beruht auf Gegenseitigkeit. Nachdem sie ihren schlecht bezahlten Aushilfsjob in der Bäckerei der „Drachenlady“ gekündigt hat, schwebt sie auf Wolke 7 als sie zufällig einen, wesentlich besser bezahlten,  Job im Laden „Traumzeit“ angeboten bekommt. Und dort trifft sie auch zum ersten Mal auf den Iren, Dylan. Einen absoluten Traumtypen. Doch dann geschehen viele unerklärliche Dinge …

Meine Meinung:
Oh nein, das war das letzte Märchenbuch von der Hamburger Märchenfee. Und wieder habe ich es regelrecht inhaliert. Dieses Mal ist es die Neuerfindung von Frau Holle und wie bereits in den vier vorangegangenen Märchenbüchern finde ich zuerst ein witziges Personenregister und wieder zaubert mir die Namensgebung der Protagonisten „Marie Goldt“ und „Lykke Pechstein“  das erste Lächeln dieses Buches ins Gesicht.
Die Geschichte ist im schon gewohnten lockeren, leichten, jugendlichen, witzigen Stil geschrieben. Dieses Mal gibt es sogar drei Perspektiven. Fast immer erzählt Marie in der Ich-Form, aber zwischendurch erfahren wir auch Lykkes Gedanken. Und  zwar weil sie diese in ihr Tagebuch schreibt. Aber auch über die Feenkönigin, lese ich einiges. Ich finde die Idee, Frau Holle als Feenkönigin zu bezeichnen übrigens ganz hervorragend.
Auch optisch unterscheiden sich alle drei Erzählperspektiven. Die Tagebucheinträge von Lykke sind kursiv gedruckt und die Perspektive der Feenkönigin in einer leicht verschnörkelten, märchenhaften Schrift. Und wo ich gerade von der Buchgestaltung spreche: Das Cover ist wunderschön und passend mit seinen goldglänzenden Sternen und der goldenen geprägten Schrift.
Die Charaktere sind wieder einmal absolut sympathisch und realistisch dargestellt. Jeder einzelne. Nein, falsch, die Drachenlady ist mir natürlich nicht sympathisch. Aber realistisch wirkt sie trotzdem. Klasse finde ich Julia und ihre Familie und noch sympathischer ist mir der ganze irische Clan. Mit denen würde ich auch gerne mal an einem Tisch sitzen.
Die Hamburger Märchenfee hat mit  „Goldmarie auf Wolke 7“ tatsächlich noch mal einen drauf gesetzt und so schade wie ich es finde, dass es wohl das letzte Märchenbuch von Gabriella ist, so muss ich doch sagen dieses Buch ist ein absolut krönender Abschluß der Märchenbücher aus ihrer Feder. Es hat enthält eine ordentliche Portion Fantasy und ganz viele Emotionen und es ist Gabriella Engelmann hervorragend gelungen die Fantasiebereiche in die reale Hamburger Welt von Marie einzubinden, ohne das es auch nur einen Moment lang unglaubwürdig wird.
Total begeistert bin ich auch davon, dass ich in dieser Geschichte liebgewonnene Figuren aus allen vier vorangegangenen Märchenbüchern noch einmal wieder treffe. Und auch die sind so eingearbeitet, dass sie einfach da hingehören und nicht irgendwie „eingebaut“ wirken. Am Ende gibt es noch eine Wendung, die sich auf eins der anderen Bücher bezieht, die mir so unglaublich gut gefallen hat. Danke, liebe Gabriella!
Dieses Mal endet das Buch tatsächlich mit den Worten

Zitat – Seite 267
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute …

*hachsag*
Und natürlich gibt es auch wieder ein Rezept für eine märchenhafte Suppe.

Mein Fazit:
… ausnahmsweise mal etwas ausführlicher 😉
„Goldmarie auf Wolke 7“ ist die absolute Krönung dieser Buchreihe. Die Bände sind alle vollkommen unabhängig von einander lesbar. Ich kann euch empfehlen, dieses hier, wirklich als letztes zu lesen und mit den anderen zu beginnen. Sonst ist die Überraschung am Ende nur halb so schön. Eigentlich brauche ich gar nicht mehr zu erwähnen, dass ich es nur absolut empfehlen kann, oder?!
Alle fünf Bände sind einfach schön. Alle fünf verbinden die Protagonisten miteinander und es ist schön, immer wieder auf das eine oder andere bekannte Gesicht zu treffen. Gabriella Engelmann hat meiner Meinung nach aber auch so viele kleine Einzelheiten von sich in diese Bücher gelegt, dass ich nicht nur die Protagonisten und die Handlung während des Lesens im Kopf hatte, sondern auch Gabriella’s Bild. Ich sag nur „Glitzerstifte“ 😀
Gabriella, Danke für fünf wunderschöne Hamburger Märchen!

Meine Wertung:
natürlich 5 von 5 Herzen (oder besser 25 – für jedes Buch 5)

Hier noch die Links zu allen fünf modernen Märchen von Gabriella Engelmann, in der Reihenfolge wie sie erschienen sind.

Mit der Nutzung der "Teilen-Buttons" werden deine Daten automatisch an Dritte übermittelt.

2 Gedanken zu „Rezension: „Goldmarie auf Wolke 7“

  1. Ich habe deine Rezension nur kurz überflogen, weil ich bisher erst ein Buch aus der Reihe gelesen habe. Aber ich bin ja schon mal froh, das ich mit dem Schneewittchenbuch instinktiv den ersten Band als erstes gelesen habe. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.