Rezension: „Die Erben des Mithras“

„Die Erben des Mithras“
Alison Almony
Kindle Edition [klick], ASIN: B00BG6UWMI, € 2,85
– derzeit nur als eBook erhältlich –
471 Seiten

Mein herzlicher Dank geht an Alison Almony, die mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat.

Die Autorin:
Ihr Name ist Alison Almony, sie ist 1973 geboren und hat Rechtswissenschaften und Geschichte studiert. Nach ihrem zweiten Examen in Jura vor mehr als zehn Jahren ist sie per Zufall auf das Thema „Mithras“ gestoßen – der Sonnengott aus Persien, der dort bereits vor mehr als zwei Jahrtausenden angebetet wurde. (Quelle: Homepage der Autorin)

Inhalt:
Der Schotte Cameron O’Connor findet auf dem Dachboden seiner Mutter einen alten Aktenkoffer von seinem verstorbenen Onkel. Darin enthalten ist ein antikes Dokument. Auf der Suche nach der Bedeutung und dem Wert des Dokumentes reist er nach Rom. Dort will er sich mit Pater Titus treffen, der seinen Onkel noch kannte und von dem er sich mehr Informationen erhofft. Doch als er in Rom ankommt ist Pater Titus tot. Ermordet.
Als Cameron sich dann auf dem Rückweg nach Schottland macht, erhält er noch am Flughafen ein erstes Kaufangebot für das Dokument. Doch er lehnt zunächst ab. Erst möchte er noch mehr über das Schriftstück in Erfahrung bringen. Zurück in Schottland überschlagen sich die Ereignisse.

Meine Meinung:
Bei diesem Buch handelt es sich um einen Thriller. Es geht um den Mithras-Orden, Morde und Verschwörungen. Normalerweise sind Thriller – noch dazu mit religiösem Hintergrund – nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre. Aber die Leseprobe hat mir so gut gefallen, dass ich das komplette Buch lesen wollte.
Das Buch startet gleich recht spannend mit dem Auffinden des ermordeten Pater Titus in Rom. Die Schauplätze wechseln und sind alle wirklich interessant. Auch die Charaktere sind völlig unterschiedlich. Zum einen ist da Cameron, ein erfolgreicher Womanizer, der eigentlich nur Frauen und Geld im Kopf hat. Dann sind da noch seine Freunde Bruce, den ich sehr interessant fand und Rachel, die ihm hilft das Dokument zu bewerten und den Inhalt zu entziffern. Außerdem Mimi, eine frühere Arbeitskollegin, die heute jedoch voll auf der Esotherik-Schiene fährt. Und Godfrey, ein Freund von Mimi, den Cameron aber so gar nicht ausstehen kann. Godfrey ist ein ganz spezieller Typ. Er ist zwar Anwalt, aber er hat so seine diversen Schrulligkeiten. So lebt er zum Beispiel „entdigitalisiert“ . Diese bunte Mischung aus verschiedenen Protagonisten bringt so einige witzige Komponenten in das Buch. Ich selbst mochte Mimi und Godfrey sehr, wogegen ich mit Cameron nicht so wirklich warm werden konnte. Zunächst ist er ein oberflächiger Typ, dann mutiert er zum Jammerlappen, zwischendurch besteht er nur noch Hass und am Ende fängt er sich wieder und bekommt tatsächlich etwas Tiefgang. Ok, er macht während der Geschichte wirklich viel durch und seine Entwicklung ist durchaus nachzuvollziehen. Dennoch ging er mir manchmal ein wenig auf den Nerv.
Der Schreibstil ist gut zu lesen. Die Geschichte ist vielseitig und abwechslungsreich. Aber stellenweise auch recht langatmig. Dadurch, dass die Protagonisten viel an verschiedenen Orten unterwegs sind, erzählen sie sich immer wieder was passiert ist. So dass der Leser das Geschehene einmal selbst miterlebt hat und dann noch einmal aus dem Dialog der Protagonisten erfährt. Das hat mich hin und wieder etwas ausgebremst und die Spannung wieder ein wenig zurückgefahren. Auch die einzelnen Kapitelüberschriften haben mir relativ häufig den Spannungsgrad ein wenig heruntergezogen, weil sie schon relativ viel über den Inhalt des kommenden Kapitels verraten.
Es gibt einige Verdächtige und die Ahnung wer es denn gewesen sein könnte, wechselt auch schon mal hin und her. Der Showdown hat mir dann aber wieder gut gefallen und die Spannung wieder aufgebaut. Der Schluss ist eigentlich eine Überraschung und trotzdem irgendwie auch wieder nicht, weil er wirklich zum Buch passt. Das letzte Kapitel würde ich eher als Nachwort sehen und das hat mich wirklich überrascht.

Mein Fazit:
Ein gelungenes Autorendebüt mit ein paar kleinen Schwachstellen und viel Potential. Ein Thriller mit religiösem Hintergrund und einigen verschiedenen, interessanten Protagonisten, der mir im großen und ganzen wirklich gefallen hat.

Meine Wertung:
Damit tue ich mich hier ein wenig schwer. Denn eigentlich finde ich 3 Herzen etwas zu wenig, aber ich kann mich auch nicht wirklich zu 4 Herzen durchringen, wenn ich bedenke, dass 3 Herzen „gut“ und 4 Herzen „sehr gut“ bedeuten und ich dann mit anderen Büchern vergleiche, die ich mit 4 Herzen bewertet habe.
Deswegen 3 von 5 Herzen aber mit Tendenz nach oben.

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