Rezension: „Sturmherz“

„Sturmherz“
Britta Strauss
Kindle Edition [klick], ASIN: B009UIOJZ0, € 9,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3931989774, € 14,90
352 Seiten
Verlag: Drachenmond Verlag
erschienen: Oktober 2012
Altersempfehlung: Jugendbuch

Liebe Britta Strauss, ich danke dir, dass du mir dieses tolle Buch geschenkt hast, noch dazu mit solch einer schönen Widmung.

Die Autorin:
Britta Strauss über sich selbst: (Quelle: http://www.brittastrauss.com/)
Geboren 1978 in Sachsen-Anhalt, habe ich meine metaphorischen Zweige und Äste seit 2001 zum bergischen Land ausgestreckt. Ich schreibe, um mich selbst zu entführen – um durch nächtliche Wälder zu rennen, in die Tiefen des Universums einzutauchen, auf fremden Planeten Urlaub zu machen oder mit Walen zu tauchen. Und ich schreibe, um meine Leser zu entführen. Für eine Weile die Realität vergessen. Abtauchen. Eintauchen. Verführt werden.
In meinem Leben erlaube ich mir so viele Freiheiten wie möglich und gehöre zu den glücklichen Wesenheiten, die ihre wahre Liebe gefunden haben. Meinereiner glänzt durch Chaos, Unordnung, Zerstreutheit, Naturvernarrtheit, Vorliebe für Dresdner Stollen, Kaffee und sonstige Leckereien, sowie durch exorbitanten Hang zum Träumen und Fabulieren, dem sehnsüchtigen Streben nach Erfüllung und Freiheitsdrang in manchmal ungesundem Maße. Wo derselbe in der Realität an seine Grenzen stößt, muss mein Laptop ran. Denn im Geiste ist die Freiheit grenzenlos.
Motto: Die Wahrheit ist irgendwo da draußen. Oder woanders.
Muse: Mein Liebster. Die Erde, der Himmel und das Universum.

Inhalt:
Das ist wieder eines der Bücher, bei dem es mir schwer fällt eine eigene Inhaltsangabe zu machen, weil ich den Klappentext schon so gut finde, dass eine eigene Inhaltsangabe dagegen nur fad wirken kann. Deswegen folgt hier der Klappentext – natürlich mit freundlicher Genehmigung des Drachenmond Verlages.

Klappentext:
Maris Sehnsucht nach dem Meer wächst von Tag zu Tag. Immer wieder träumt sie sich in eine Welt voller Wunder und Freiheit, bis sie in einer eisigen Winternacht erkennt, welche Geheimnisse der Ozean tatsächlich verbirgt.
Man sagt, es gäbe Seehunde, die ihre Tiergestalt ablegen und zu Menschen werden.
Man sagt, sie seien ebenso kaltherzig wie verführerisch.
Nur ein Märchen für kalte Winterabende?
Während Mari die Wahrheit hinter einer uralten Legende aufdeckt, entspinnt sich eine Liebesgeschichte, wie sie magischer nicht sein könnte.
Doch die Gier eines gnadenlosen Feindes droht alles zu zerstören.

Meine Meinung:
Britta Strauss hat in diesem Buch ein Märchen wahr werden lassen. Eine Liebe zwischen einem gewöhnlichen Menschenmädchen und einem magischen Wesen, die sich ganz vorsichtig anbahnt und obwohl beide wissen, dass diese Liebe nicht sein kann und nicht sein darf, können weder Mari noch Louan die Entwicklung dieser Liebe verhindern.
Das Buch wird aus mehreren Perspektiven in der Ich-Form erzählt. Die meiste Zeit durch Mari und Louan aber hin und wieder auch von den Widersachern der beiden. Dadurch erfährt der Leser auch die Gedankengänge und Beweggründe der Widersacher. Die Wechsel zwischen den Perspektiven sind durch eine Überschrift gut gekennzeichnet und ich hatte keine Probleme dem Wechsel zu folgen.
Besonders schön, finde ich, dass jedes Kapitel mit einem Gedicht überschrieben ist. Diese Gedichte fügen sich ganz harmonisch in die Geschichte ein. Auch wenn ich manchmal dachte: „Ob Jugendliche wohl viel damit anfangen können?“. Denn dieses Buch soll eigentlich ein Jugendbuch sein. Und dann dachte ich wieder: „Klar, warum nicht, es ist doch eine tolle Art wenn man als Jugendlicher ein schönes Gedicht auf diese Art und Weise näher gebracht bekommt.“ Und außerdem bin ich davon überzeugt, dass dieses Buch auch sehr viele Erwachsene lieben werden.
Mari und Louan sind tolle Charaktere. Ich mochte sie beide von Anfang an. Aber ich finde auch Maris Vater ganz toll. Mari kann sich wirklich glücklich schätzen einen solchen Vater zu haben. Die Widersacher der beiden strahlen genau das aus, was sie ausstrahlen sollen. Sie können einfach nicht sympathisch sein. Wobei ich bei Aaron doch schmunzeln musste, wegen seiner Leidenschaft für spezielle Filme. Ein schöner Gegensatz zu seinem Beruf. Welche Filme das sind, müsst ihr aber selbst herausfinden.
Ich habe bereits „Meeresblau“ von Britta Strauss gelesen und auch hier in „Sturmherz“ kommt die große Liebe, die die Autorin zum Meer und zu dem Leben im Meer haben muss, sehr deutlich hervor. Ihr Schreibstil ist so mitreißend, das man fast selbst ein Teil dieses Meeres sein möchte. Und gleichzeitig zeigt sie auch hier wieder auf, wie wir Menschen mit unserer Welt umgehen.
Die Geschichte um Mari und Louan ist so bittersüß, dass ich richtig traurig wurde, weil ich die beiden so gut verstehen konnte … und keine Chance hatte helfend einzugreifen. Und weil Britta Strauss es schafft das so wirklich zu erzählen, das man als Mensch mancher verlorenen Fähigkeit nur hinterher trauern kann.
Ob die Geschichte bitter oder süß endet, das müsst ihr selbst herausfinden, denn das möchte ich euch hier nicht verraten.

Mein Fazit:
Eine bittersüße Liebe, ein schönes Märchen und ein wenig unschöne Wahrheit machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem für junge und alte Erwachsene.

Meine Wertung:
natürlich 5 von 5 Herzen

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2 Gedanken zu „Rezension: „Sturmherz“

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