Rezension: „Sag beim Abschied leise Blödmann“

„Sag beim Abschied leise Blödmann“
Ulrike Herwig
Kindle Edition [klick], ASIN: B00CM3QGCE, € 12,99
Taschenbuch [klick]
, ISBN: 978-3547711851, € 14,99
304 Seiten
Verlag:
Taschenbuch – Marion von Schröder / eBook: Ullstein eBooks
erschienen: Juli 2013

Liebe Ulrike, tausend Dank für dieses tolle Buch – noch dazu mit persönlicher Widmung *love-it*

Die Autorin:
Ulrike Herwig arbeitete zehn Jahre in London als Deutschlehrerin. Seit 2001 lebt sie mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Seattle, USA. Um sich nicht den ganzen Tag über die verrückten amerikanischen Moms wundern zu müssen, zieht sich Ulrike Herwig so oft es geht an ihren Schreibtisch zurück. Außerdem regnet es ganz schön oft in Seattle, und da will man sowieso nicht vor die Tür. Ideal für eine Autorin! (Quelle: Ullstein Taschenbuch)
Die Homepage von Ulrike Herwig/Rylance: http://www.ulrikerylance.com

Inhalt:
Charlotte kommt mit ihrer Tochter Miriam zu früh aus einem Urlaub zurück und erwischt ihren Mann Phillip mit der jungen Klavierlehrerin ihrer Tochter. Und die beiden spielen nicht Klavier.
Das bringt das Fass zum Überlaufen und Charlotte trennt sich von dem untreuen Ehemann. Es ist endlich Zeit für Veränderungen. Sie zieht zusammen mit Miriam in eine kleine Wohnung. Beim Ausmisten des ehemals gemeinsamen Hauses findet Charlotte ihr altes, damals noch riesengroßes, Handy. Und es funktioniert sogar noch. Darauf findet sie eine über 11 Jahre alte Nachricht ihrer verschollenen Schwester und ihre alte Kontaktliste. Das bringt sie auf die Idee nach Doro zu suchen. Ihre Suche startet sie bei Ben, mit dem Doro damals liiert war. Und damit beginnt die Reise von einem Ex zum nächsten.

Meine Meinung:
Als ich das Buch das erste Mal in den Händen hielt, dachte ich sofort „oh wie schön“. Wer regelmäßig meine Buchplaudereien verfolgt, der weiß, dass ich keinen riesengroßen Wert auf Cover lege, aber dieses hier ist wirklich wunderschön. Es ist eher schlicht und ganz in weiß gehalten. Die Schrift ist in aufgesetzt und zwar hochglänzend. Da müsst ihr mal mit den Fingern drüber streichen, einfach toll. Und die Katze, die den Strauß bunter Vögel in den Pfoten hält (Charlotte und die exotischen Ex-Männer von Doro?!) ist ebenfalls aufgeprägt (nennt man das so?) und hochglänzend. Aber auch der Buchrücken ist toll. Ebenfalls schlicht weiß und die Schrift wieder aufgeprägt und hochglänzend, aber die Kurzbeschreibung steht da nicht einfach so, sondern ist in einer Sprechblase. Also eine, wie ich finde außergewöhnliche und wunderschöne Verpackung für einen tollen, humorvollen Roman um einen untreuen Ehemann, Begegnungen mit einigen außergewöhnlichen Ex-Freunden und der witzigen Suche nach der „kleinen Schwester“.
Ulrike Herwig überzeugt auch in diesem Buch wieder mit tollen Humor und einem locker und leicht zu lesenden Schreibstil. Das Thema des Buches ist nicht hochbrisant oder megaspannend. Es ist einfach mitten aus dem wahren Leben gegriffen und in eine spritzige Story gepackt. Charlotte könnte überall auf der Welt leben – genau so wie sie ist. Jahrelang unzufrieden mit ihrem Leben und ihrem Beruf, aber nicht unzufrieden genug, um die damit verbundene Bequemlichkeit und Sicherheit aufzugeben. Auch Ehemann Phillip ist ein Paradebeispiel und die Schwiegereltern sowieso.
Die Ex-Männer von Doro, die Charlotte im Laufe ihrer Suche aufsucht, sind eine gute Mischung von verschiedenen Spinnern. Na ja, bis auf einen. Der Tierarzt ist doch tatsächlich vollkommen normal.
Charlotte ist Berufsschullehrerin und die jugendlichen Schüler sind ein Abbild unserer heutigen Zeit. Ulrike Herwig hat den „Jargon“ der Jugendlichen und die Mentalität so klasse beschrieben und es geschafft, trotz der ganzen Lernunlust dieser Schülerinnen dem Leser noch zu vermitteln, dass die Schüler ja doch tolle Menschen sind. Und dass man mit ein paar frischen Ideen auch diese Schüler begeistern kann. Davon war sogar Charlotte überrascht. Den Humor von Ulrike Herwig konnte ich ja schon in anderen Büchern genießen und auch hier habe ich wieder sehr oft laut aufgelacht. Es ist einfach zu köstlich, wie die Heimchen unter Schwiegermutters Rock verschwinden. Oder wie die Charlottes Schulklasse im Park von Sanssouci auf ein paar Damen treffen.

Mein Fazit:
Das war mein drittes Buch von Ulrike Herwig und garantiert nicht mein letztes. „Sag beim Abschied leise Blödmann“ ist eine ganz normale und (fast) alltägliche Geschichte einer Frau von nebenan verpackt in eine große Portion Humor. Nicht besonders tiefgreifend, aber dafür herrlich witzig und entspannend. Lesegenuß pur!

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

 

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