Rezension: „Der Geschmack von Sommerregen“

„Der Geschmack von Sommerregen“
Julie Leuze
Kindle Edition [klick], ASIN: B00DMN2R08, € 13,99
Taschenbuch [klick]
, ISBN: 978-3863960629, € 14,99
320 Seiten
Verlag: Egmont INK
erschienen: Juli 2013
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Die Autorin:
Julie Leuze wurde 1974 in Wiesbaden geboren. Als Kind lernte sie das bayerische Landleben kennen, als Jugendliche München und als Abiturientin Mr Right. Sie studierte in Konstanz (viel See, wenig Stress), bekam drei Kinder (viel Liebe, wenig Schlaf) und arbeitete als Journalistin (viel Lokalkultur, wenig Skandalöses). Seit sie zeitgleich ihre Hochsensibilität und ihre Leidenschaft fürs Romanschreiben entdeckte, verfasst sie mit großer Begeisterung Bücher für Erwachsene und Jugendliche. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Stuttgart. (Quelle: eBook)

Inhalt:
Sophie ist 16, in der Schule gilt sie als Außenseiterin und wird von den Mitschülern, die sich für etwas besseres halten, oft auch gehänselt. Dann kommt ein neuer Schüler in die Klasse. Mattis. Ein absoluter Traumtyp und obwohl er sich sehr zurückgezogen verhält und an keiner der Treffen, egal ob im Freibad oder in der Dorfdisco, teilnimmt wird er sofort von allen umschwärmt. Die Mädels wollen ihn als Freund und die Jungs als Vorbild. Auch Sophie verfällt ihm sofort und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. In den Ferien trifft sie ihn zufällig am Weiher und sie verbringen den Tag miteinander. Sophie kann es kaum glauben, aber Mattis flirtet mit ihr und sie werden tatsächlich ein Paar. Sie, Sophie, die Außenseiterin und Mattis, der absolute Traum eines jeden Mädchens. Eigentlich müsste sie vor Glück singen und tanzen, doch sie hat ein Geheimnis, dass noch nicht einmal ihre beste Freundin Lena kennt. Und sie hat Angst, das Mattis sie nicht mehr lieben könnte, wenn er die Wahrheit über sie erfährt.

Meine Meinung:
Wow, was für ein tolles Buch. Die Autorin hat hier ein Jugendbuch geschrieben, das nicht nur schön ist, sondern, dass auch zum nachdenken bringen kann. Das Buch ist in der Ich-Form von Sophie geschrieben und zwar im Präsens, was mir sehr gut gefallen hat. Aber auch die beiden Protas Sophie und Mattis finde ich total klasse. Sophie, die zeitlebens ein Geheimnis mit sich rumschleppt und das nur weil ihre Eltern ihr zeitlebens eingeredet haben, dass sie nicht normal sei und dass das um Himmels Willen niemals jemand erfahren darf. Sie könnte sonst genauso enden wie ihre Großmutter. Aber was genau mit ihrer Großmutter passiert ist, das erzählen sie ihr nicht. Im Gegenteil, sie unterdrücken jeden Versuch von Sophie irgendetwas darüber zu erfahren. Es ist einfach tabu. Ein Wunder, dass Sophie noch nicht völlig durchgedreht ist.
Dann verliebt sie sich in Mattis, sie ist oft auch bei seiner Familie zu Gast und erlebt, dass Eltern auch ganz offen über „Geheimnisse“ reden können. Denn auch Mattis ist etwas ganz besonderes, nur in seiner Familie geht man offen damit um. So langsam wächst in ihr die Erkenntnis, dass ihre Liebe zu Mattis nur bestehen kann, wenn sie ihm die Wahrheit über sich erzählt. Gleichzeitig hat sie Angst, dass er sie „so“ nicht lieben können wird. Und sie hat Angst zu erfahren, dass ihre Besonderheit tatsächlich was ganz fürchterliches ist und sie möglicherweise irgendwann „weggesperrt“ werden muss. Als ihre Eltern sich noch immer weigern über die Großmutter zu sprechen, macht sie sich selbst auf die Suche nach ihrer Oma und findet endlich heraus was passiert ist und das sie selbst gar kein Monster ist.
Ich mochte Sophie vom ersten Satz an. Und ich habe ganz stark mit ihr gefühlt. Wie unfassbar schwer muss das sein, ein solches Geheimnis mit sich rumzutragen. Auch ihre erste Erfahrung in Sachen „Sex“ war eine der ganz unschönen. Und trotzdem hat sie sich einen tollen Charakter erhalten und ich fand es immer so schlimm, dass ihre Eltern sie nicht unterstützt haben. Und Mattis, den fand ich auch sofort klasse. Ein richtig toller Typ, der sich trotz der vielen Fans, die er hatte nicht beindrucken lassen hat oder gar hochnäsig und arrogant wurde. Und wie er das Problem „Noah“ gelöst hat, fand ich auch total süß. Ich mag gar nicht zu viel erzählen. Ihr müsst das einfach selbst lesen.

Mein Fazit:
Die Geschichte  und die Protagonisten haben mich tief beeindruckt und trotzdem ist es ein Buch, welches nicht nur nachdenklich stimmt, sondern auch noch Spaß macht. Es ist zwar ein Jugendbuch, aber ich bin ganz sicher, dass es ganz viele von 14 – 140 toll finden werden. Ich empfehle es gerne weiter.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

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