Rezension: „Schweigend steht der Wald“

„Schweigend steht der Wald“
Wolfram Fleischhauer
Kindle Edition [klick], ASIN: B00COD72NY, € 17,99
gebundene Ausgabe[klick] ISBN: 978-3426198544, € 19,99
Hörbuch [klick], ISBN: 978-3839812792, €12,99
400 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
erschienen: September 2013

Mein herzlicher Dank geht an Wolfram Fleischhauer und den Droemer-Knaur Verlag für die Zusendung dieses Buches.

Der Autor:
Wolfram Fleischhauer, geboren 1961 in Karlsruhe, ist einer der wenigen deutschen Autoren, denen es gelingt, Anspruch und Spannung für ein großes Publikum zu verbinden. Mit „Schweigend steht der Wald“ knüpft er den Erzählfaden seiner Erfolgsbücher „Drei Minuten mit der Wirklichkeit“ und „Die Frau mit den Regenhänden“ weiter –in einem kleinen Dorf am Rande der Republik. (Quelle: Droemer Knaur)
Autorenseite: http://www.wolfram-fleischhauer.de

Inhalt:
Anja Grimm war 8 Jahre alt, als sie mit ihren Eltern im Bayrischen Wald Urlaub machte. Bei einem Spaziergang im Wald ist ihr Vater spurlos verschwunden. Jetzt, 20 Jahre später, ist sie Forststudentin und macht ein Praktikum. Und dieses Praktikum führt sie ausgerechnet in genau das Waldstück, in dem ihr Vater verschwunden ist. Als sie dort Bodenproben entnehmen will, steht plötzlich Xaver Leybach mit dem auf sie gerichteten Gewehr vor ihr. Wenig später findet sie ihn. Erhängt. An einem Hochsitz in eben diesem Waldstück. Und das ist nicht die einzige Leiche. In Anja wächst der Verdacht, dass Xaver was mit dem Verschwinden ihres Vaters zu tun haben könnte.

Meine Meinung:
Schweigend steht der Wald, ist das erste Buch, das ich von Wolfram Fleischhauer gelesen habe. Der Klappentext hat mich angesprochen und ich habe einen „normalen“ Krimi erwartet. Bekommen habe ich ein Buch, welches durchaus nachdenklich stimmen kann. Und ja, es sind kriminelle Elemente enthalten, aber es ist noch viel tiefgreifender. So viel mag ich verraten: es geht nicht nur um den erhängten Xaver und den verschwunden Vater von Anja. Viel mehr geht es darum, herauszufinden wo die Ursachen dafür liegen. Und das ist dem Autor auf eine sehr spannende Art und Weise gelungen.
Zunächst ist mir der Einstieg in das Buch nicht ganz leicht gefallen. Begriffe wie „kartieren“ und „Bohrstock“ waren mir noch zu fremd. Doch nach ein paar wenigen Seiten hat mich das nicht mehr gestört, denn die Sogwirkung des Buches hat stark zugenommen und ich mochte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Hin und wieder habe ich mal eine Ahnung bekommen in welche Richtung die Entwicklung gehen könnte, doch immer wieder gab es eine unerwartete Wendung und immer tiefer gingen die Geheimnisse.
Anja ist eine sympathische Protagonistin. Sie ist nett und zielstrebig. In diesem Fall wird ihr ihre Zielstrebigkeit allerdings fast zum Verhängnis. Richtig gut gefallen, hat mir die Beschreibung des Waldes und seiner Feinheiten und die Art und Weise wie Anja „den Wald lesen“ kann. Sehr faszinierend. Aber auch die Beschreibung aller anderen Protagonisten ist prima. So richtiges „Urgestein“. Ich habe keine Zweifel daran, dass es solche Familien gegeben hat und möglicherweise auch immer noch gibt. Der Autor schreibt am Ende des Buches, das die Handlung frei erfunden ist. Aber das ist ihm ziemlich authentisch gelungen. Und was die tiefer gehenden Gründe für den Tod von Xavier angeht, die sind in ähnlicher Form leider nicht erfunden.
Das Ende hat mich auch überrascht, denn nach der eigentlichen Aufklärung des Falles geht es noch ein klein wenig weiter, und läßt den Leser nachdenklich zurück.

Mein Fazit:
Trotz meiner Einstiegsschwierigkeiten, konnte mich das Buch überzeugen. Ich kann jedem Leser, dem es eventuell genauso geht, nur raten die paar Seiten durchzuhalten. Es lohnt sich wirklich. Ein Buch, das nicht nur ein spannender Krimi ist, sondern Erinnerungen weckt und nachhaltig wirkt.

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen

Sonstiges:
Es gibt auch einen interessanten Trailer dazu. Hier erzählt Wolfram Fleischhauer selbst etwas über den Inhalt dieses interessanten Buches. Übrigens, ist da auch der Begriff „kartieren“ erklärt.

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