Rezension: „Moonbow – Auge um Auge (Bd. 1)“


Moonbow – Auge um Auge (Bd. 1)
Stephanie Madea
Kindle Edition [klick], ASIN: B00H0IMA4Y, € 4,99
Taschenbuch [klick], ISNB: 978-9963722303, € 13,99
323 Seiten
Verlag: bookshouse
erschienen: November 2013

Mein herzlicher Dank geht an Stephanie Madea für die Übersendung des eBooks!

Die Autorin:
Stephanie Madea erblickte 1977 in Norddeutschland das Licht der Welt. Nach drei staatlichen Abschlüssen, mehrjähriger und vielfältiger Berufstätigkeit im In- und Ausland startete sie im kreativen Bereich ihre Selbstständigkeit und erfüllte sich damit ihren lang gehegten Traum. Seit 2007 lebt sie mit ihrem Lebensgefährten und ihren vier Katzen in einem kleinen Bergdorf auf Zypern und arbeitet neben ihrem Hauptberuf als freie Schriftstellerin. Stephanie Madea schreibt mit Herzblut Paranormal Romance-Serien und Romantic Thrill-Romane.
Mehr unter: www.stephanie-madea.com und www.stephaniemadea.blogspot.com
(Quelle: bookshouse)

Inhalt:
Wenn View jemandem in die Augen blickt, wird dieser blind. Nachdem ihr das im Alter von 14 Jahren das erste Mal aus Versehen bei ihrem Lieblingssänger passiert ist, will sie das auf gar keinen Fall noch einmal jemandem antun. Seit dem lebt sie völlig isoliert in einem Labor, wird dort regelmäßig untersucht und hofft immer noch darauf, dass sie endlich geheilt wird. Wann immer sie für die Untersuchungen abgeholt wird trägt sie schwarze Kontaktlinsen, die sie zwar völlig blind machen, aber dadurch werden die Menschen vor ihrem „Blick“ geschützt.
Dann kommt es eines Tages zu einer Begegnung, die nie hätte passieren dürfen. Und ein paar Stunden später steht plötzlich Zac in ihrem Zimmer und stellt ihr bisheriges Dasein total in Frage. Denn auch Zac hat eine ganz besondere Fähigkeit und durch ihn erfährt View, dass sie bisher nur belogen wurde. Den beiden gelingt die Flucht aus dem Labor. Doch View weiß immer noch nicht, ob sie Zac wirklich glauben und vertrauen darf. Denn das einzige was sie ganz sicher weiß ist, dass auch er sie anlügt. Warum nur? Doch ihre Verfolger sind skrupellos und ihr bleibt keine Wahl – sie muss Zac vertrauen.

Meine Meinung:
Das Buch startet damit, dass ich View kennenlerne. Wie sie ihr Leben im Labor meistert und wie so ein Untersuchungstag abläuft. Der Schreibstil der Autorin liest sich flüssig und leicht und so macht das Lesen von Anfang an Spaß. View ist eine ruhige Patientin, die sich mit ihrer Isolation in dem Labor arrangiert hat und alles geduldig über sich ergehen lässt, nur damit sie endlich geheilt wird und nie wieder jemand durch einen Blick in ihre Augen erblinden muss. Ihr einziger Vertrauter ist Piri. Ihr persönlicher Computer.
Dann wechselt die Perspektive und der Leser lernt Zac kennen. Zac lebt offensichtlich im selben Labor, ist aber anscheinend nicht freiwillig dort. Die Labormitarbeiter finden ihn anstrengend und aufmüpfig. Auch er hat etwas Besonderes an sich, weswegen er für die Forscher so interessant ist. Er ist ein völlig anderer Charakter als View. Er weiß, dass die Forscher nichts Gutes im Schilde führen und dass sie auch View nicht heilen wollen, sondern nur für ihre Zwecke ausnutzen. Er schafft es zusammen mit View auszubrechen und die beiden begeben sich auf die Flucht. Das ist der Haupterzählstrang in diesem Buch. Natürlich wollen die Forscher ihre „Versuchskaninchen“ wieder einfangen und dafür ist dem Laborleiter auch wirklich jedes Mittel recht. Dadurch wird die Spannung des Buches während der gesamten Zeit aufrecht erhalten.
Unterbrochen wird dieser Erzählstrang immer mal wieder durch den Einschub einer anderen Perspektive. Da ist zum Beispiel Anja mit ihrem kleinen Hund Zorro, die auf der Suche nach ihrem verschollenen Sohn Florian ist. Oder Eleonore, die nach der Ermordung ihres Sohnes und ihrer Schwiegertochter auf der Flucht vor deren Mörder ist, dem sie damals gerade noch so entkommen konnte.
Auch über den vom Laborleiter engagierten „Bloodhound“ erfährt man so einiges. Die Autorin hat es geschafft alle diese Erzählstränge einzeln spannend aufzubauen und mir dabei so einiges an Ideen wie diese zusammenhängen könnten in den Kopf gepflanzt.
Während der kompletten Lesezeit ist der Spannungsbogen nicht einmal abgerissen und ich war oft überrascht, welche Entwicklung die Geschichte genommen hat. Am meisten überrascht hat mich Zac. Aber auch View hat während dieser Verfolgungsjagd eine sehr interessante Entwicklung hingelegt.
Dieser erste Teil von Moonbow hat einen enormen Spannungsfaktor aufgebaut, ein paar Fragen beantwortet aber noch mehr offen gelassen. Und er endet mit einem fiesen Cliffhanger. Zum Glück soll der zweiten Teil noch diesen Monat erscheinen, so dass ich direkt weiterlesen kann. Denn ich möchte auf jeden Fall erfahren wie es weitergehen wird.
Ein kleiner Hinweis noch zum Schluss: Mir sind während des Lesens immer wieder die Kapitelüberschriften aufgefallen. Die haben für mich einfach keinen Sinn ergeben. Aber wenn man sich dann einmal das Inhaltsverzeichnis ansieht, ergibt sich auch die Erklärung dafür. Macht das mal! Frau Madea, ich finde das einfach klasse und sehr, sehr passend!

Mein Fazit:
Das war mein erstes Buch von dieser Autorin, aber definitiv nicht das letzte. Romantic-Mistery-Thrill mit so viel Wahrheit zwischen den Zeilen, dass einem alleine schon bei dem Gedanken daran das Blut in den Adern gefrieren kann. Hierfür gebe ich gerne meine Leseempfehlung – auch an Leser, die nicht unbedingt auf Thriller stehen.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

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2 Gedanken zu „Rezension: „Moonbow – Auge um Auge (Bd. 1)“

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