Rezension: „Für ein Ende der Ewigkeit“ von Roxann Hill

Cover_0018 „Für ein Ende der Ewigkeit“
Roxann Hill
Kindle Edition [klick], ASN B008LB4NW6
500 Seiten

Die Autorin:
sagt über sich selbst: “Ich bin zwei Frauen. Ich lebe zwei Leben. Parallel. Als mir eine Freundin vor Jahren aus der Hand las, hielt sie inne. Sie zeigte auf eine Linie, die sich neben meiner Lebenslinie befand. Zuerst war ich nur milde interessiert, doch das änderte sich, denn meine Freundin wurde plötzlich ganz still und konzentriert. Sie betrachtete diese zweite Linie und folgte mit ihrem Finger deren Verlauf, als ob sie Geheimnisse ertasten wollte. Ich fröstelte. Unser Zimmer verdunkelte sich. Ich fragte in die Stille hinein, was es denn mit der zweiten Linie auf sich habe. Meine Stimme klang fremd. Beinahe widerwillig blickte meine Freundin auf. Ihre Worte brannten sich in mein Gedächtnis, und wenn ich daran zurückdenke, sehe ich alles vor mir, überdeutlich. Sie sagte: „Ich erkenne zwei Lebenslinien. Dein zweites Leben gilt der Dunkelheit.“ Ich bin zwei Frauen. Ich lebe zwei Leben. Parallel. Tagsüber verheiratet, berufstätig, Mutter zweier Kinder, mit Haus und Garten, nachts Autorin von romantischen und phantastischen Romanen, deren Geschichten mir von der Dunkelheit zugeflüstert werden. Und diese zweite Lebenslinie gewinnt an Kraft. Sie hat sich tief in meine Hand eingegraben.” (Quelle: Blog von Roxann Hill)

Kurzbeschreibung:
Als sich die unter Amnesie leidende Lilith nahezu gleichzeitig in Asmodeo und Johannes verliebt, ahnt sie nicht, dass sie damit eine nicht aufzuhaltende Welle von Ereignissen in Gang setzt, die sie in akute Lebensgefahr bringen. Denn nicht nur die beiden rivalisierenden Männer hüten ein dunkles Geheimnis, sondern es gibt auch einen Grund, warum sich Lilith nicht an ihr früheres Leben erinnern kann.
Zu spät erkennt Lilith, dass eine unvorstellbar böse Macht nur darauf gelauert hat, ihre Spur wieder aufzunehmen. (Quelle: Amazon.de)

Meine Meinung:
Das Buch startet direkt mit einem Knaller. Schon im Prolog treffe ich auf den“Teufel”, seine Gedanken und Wünsche und ich bin sofort neugierig auf das was da auf mich zu kommen wird. Ich mag Lilith. Sie kommt sympathisch rüber und bis auf ihre Amnesie erscheint sie als ganz normales junges Mädchen in dem Alter. Auch dass sie sich fast zeitgleich in zwei junge Männer verliebt, ist noch sehr realistisch und fast “normal”. Aber die Verwicklungen, die das ganze nach sich zieht und die Ereignisse, die dann in Gang gesetzt werden, sind es nicht mehr. Die sind wirklich spannend.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut. Sie schreibt aus der Sicht von Lilith und zwischendurch erhalte ich immer wieder Einblick in die Gedanken, Pläne und Wünsche des Teufels. Davon weiß Lilith natürlich nichts. Diese Art und Weise baut Spannung auf. Die Charaktere gefallen mir. Klar, dass beide “Jungs” umwerfend gut aussehen. Aber müssen auch beide stinkreich sein? Eine ganze Zeit lang fällt es mir dann doch schwer zu verstehen was Lilith an Asmodeo so fasziniert. Ich mag ihn nicht besonders – er ist mir zu “gelackt” und ich hätte mich an Liliths Stelle schon längst für Johannes entschieden. Aber je mehr Lilith über sich selbst erfährt, desto mehr denke ich “da kommt noch was, was ich jetzt noch nicht verstehen kann”. Richtig gut gefällt mir auch wie egal Lilith das Geld ihrer beiden Männer ist. Weniger gut gefällt mir wie viel und selbstverständlich Wein, Sekt, Champagner, Bier und ab und an auch noch hochprozentigeres Lilith mit ihren gerade mal eben 18 Jahren so konsumiert und auch die Raserei auf der Suzi finde ich nicht so toll. Ich bin eigentlich alles andere als ein Moralapostel, aber irgendwie dachte ich beim lesen immer: das Buch spricht sicher ganz viele Jugendliche an, da sollte sowas irgendwie nicht so selbstverständlich sein.
Das Ende lässt einige Frage offen. Ich möchte hier auf keinen Fall zu viel verraten, aber ich frage mich: wie kann jemand das folgende überlebt haben?
Zitat: Im gleichen Moment vernahm ich einen leisen Knall, gefolgt von einem schnellen Tackern.
Und wo kommt an dieser Stelle hier der weitere Mann auf einmal her?
Zitat: Ein hünenhafter Wachmann kam herein. Er hielt seine Maschinenpistole im Anschlag. Schräg vor ihm lief ein weiterer Mann.
Trotzdem hat mir die Geschichte insgesamt gefallen. Und auf jeden Fall möchte ich wissen, wie es weitergeht. Hoffentlich muss ich nicht mehr zu lange warten, bis Band 2 veröffentlicht wird.
Noch ein Wort zum Cover. Normalerweise interessieren mich Cover ja nicht besonders. Aber dieses hier ist so passend und so treffend. Ich hatte die ganze Zeit beim lesen Liliths Gesicht und Haarpracht vor meinem geistigen Auge.

Mein Fazit:
Die Geschichte von Lilith gefällt mir sehr gut. Es ist ein unterhaltsames Buch mit kleinen Schwächen. Aber für ein Debüt-Roman schon sehr gelungen. Ich freue mich schon auf Band 2 und werde ihn ganz sicher auch lesen.

Meine Wertung:
Ich schwanke hier zwischen drei und vier Herzen. 3,5 gibt es nun mal nicht und weil mir das Buch insgesamt doch unterhaltsame Stunden beschert hat, vergebe ich 4 von 5 Herzen.

Vielen Dank, liebe Roxann, dass ich dein Buch lesen durfte.
Anmerkung: Meine offenen Fragen wurden zwischenzeitlich von Roxann beantwortet. Danke dir auch dafür!

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7 Gedanken zu „Rezension: „Für ein Ende der Ewigkeit“ von Roxann Hill

  1. Eine sehr schöne Rezi. In ein paar Punkten sind wir uns sogar einig … wirst du sehen, wenn meine Rezi online geht.

    Mir ist das übrigens mit den Alkoholikas überhaupt nicht negativ aufgefallen .. da merkt man mal wieder, wie unterschiedlich mal Sachen auffasst 🙂

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