Rezension: „Aprikosenküsse“


„Aprikosenküsse“
Claudia Winter
Kindle Edition [klick], ASIN: B00LZ6GW82, € 2,29
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-1500423025, € 9,99
334 Seiten
Verlag: CreateSpace
erschienen: Juli 2014

Liebe Sandra, liebe Claudia, ganz herzlichen Dank – ohne euch beide, hätte ich dieses wunderbare Buch nicht gelesen!

Die Autorin:

Claudia Winter, geb. 1973, ist Diplom-Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben „Aprikosenküsse“ hat sie weitere drei Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Nebenbei arbeitet sie als Lektorin und Coach. Die Autorin lebt in mit ihrem Lebensgefährten und den Hunden Kim und Luka in Limburg an der Lahn. (Quelle: eBook Aprikosenküsse)
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Inhalt:
Hanna ist eine Journalistin, die Restaurantkritiken schreibt. Die Kritik über das „Tre Camini“ hätte sie allerdings lieber nicht geschrieben, denn Giuseppa Camini erleidet beim Lesen einen tödlichen Herzinfarkt. Der Enkel von Guiseppa verklagt Hanna und ihren Verlag deswegen, aber das ist bei weitem noch nicht alles, denn unglücklicherweise gerät Hanna auch noch in Besitz der Urne mit den Überresten von „Nonna“ Camini. Schweren Herzens entscheidet sie sich, die Urne zurück nach Italien zu bringen und sich bei Fabrizio Camini zu entschuldigen. Kaum ist sie auf dem Gut angekommen, bringt das Testament der alten Dame sie in eine völlig aussichtslose Situation.

Meine Meinung:
Bereits der erste Satz des Prologes hat mich zum Lachen gebracht. Wenn das kein sensationeller Einstieg in einen locker, leichten und wundervollen Roman ist!
Diese Geschichte wird abwechselnd von Fabrizio und Hanna in der Ich-Form erzählt. Man kann dabei auch gar nicht durcheinander kommen, denn es steht immer über dem Kapitel wer gerade erzählt. Und das ist auch gut so, denn zu Beginn der Geschichte kennen sich die beiden noch nicht und der Leser lernt beide erst mal gründlich kennen. Auf der einen Seite ist da Hanna, die taffe und recht kaltschnäuzige Journalistin, die außer ihrer Arbeit nichts im Kopf hat. Und die mir anfangs auch nicht wirklich sympathisch ist.
Auf der anderen Seite Fabrizio mit seiner italienischen Nonna Giuseppa. Die Großmutter, Herrscherin über den ganzen Familienklan und der Enkel, ein italienischer Macho durch und durch. Über die beiden musste ich erst mal schmunzeln.
Claire, eine französische Arbeitskollegin und gleichzeitig Freundin von Hanna, hat mir von Anfang an total gefallen.
Und dann … von Seite zu Seite wurden mir Hanna, Fabrizio und der ganze Camini-Clan immer sympathischer.
Claudia Winter gelingt es mit ihrem Schreibstil diese Menschen zum Leben zu erwecken. Den Geruch der frischen Aprikosen und des leckeren Ragú de Camini in meine Nase zu zaubern. Ich habe beim Lesen gelacht …

Zitat – Seite 153 eBook:
Schwer atmend bleibe ich stehen und schlage einen vorwitzigen Ast beiseite, der nach meinen Haaren greift. Leider schlägt er zurück. 

… geweint, gelitten, gehofft,  bekam Hunger und eine unheimliche Sehnsucht nach dieser wunderbaren Familie und dieser traumhaft schönen Landschaft in der Toskana.
Ich habe mich verliebt: zuerst in Claire, aber kurz danach auch in Fabrizio, in Hanna, in Carlos, in Lucia, in Alberto und sogar in Nonna. Ach was sag ich eigentlich in alle.
Und am Ende wurde ich auch noch belohnt, womit, das müsst ihr aber selbst herausfinden.

Mein Fazit:
Dieses Buch hat mich in die herrliche Landschaft der Toskana entführt, ich wurde adoptiert von einer wunderbaren italienischen Großfamilie. Ab jetzt werde ich jedesmal, wenn ich eine Aprikose sehe, an diesen tollen Roman denken.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

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