Arno Strobel – live


Lange habe ich darauf gewartet – Am Mittwoch war es dann endlich soweit.

Ich war ja sehr gespannt darauf, was mich erwartet und wieviele Leute wohl dort sein würden. Ich bin ca. 20 Minuten bevor die Lesung beginnen sollte schon bei Bücher Volk in Saarburg eingetroffen und habe noch gemütlich ein wenig gestöbert. Während dessen stellten die Mitarbeiter schon Stühle auf und ich kam ein wenig mit der Inhaberin ins Gespräch. Sie erzählte mir, dass sie selbst diesen Buchladen erst vor wenigen Monaten übernommen hat und diese Lesung auch ihre erste Veranstaltung dieser Art ist. Und sie war ein wenig nervös, ob in dem kleinen Saarburg überhaupt Leute zum zuhören kommen würden. Und so nach und nach kamen dann auch ein paar Frauen 😉 Kurz vor 18.00 Uhr kam auch Arno Strobel schon mal rein, schaute sich ein wenig um, und ging wieder …

Auf einmal ging es ziemlich schnell und die kleine, gemütliche Buchhandlung füllte sich. Die Mitarbeiter mussten sogar noch ein paar zusätzliche Stühle aufstellen. Insgesamt kamen ca. 30 Zuhörer. Davon waren die meisten Frauen und zwar aus jeder Altersgruppe. Ein paar wenige Jugendliche waren auch dabei und wenn ich mich nicht verzählt habe, waren sogar drei Männer dabei.  Soll noch mal jemand sagen, es gibt zu wenig lesende Männer 😉

Kurz darauf kam Arno Strobel wieder zurück und dann ging es auch schon los. Zunächst hat Arno Strobel uns erzählt, wie er sich den Ablauf dieses Abends vorstellt und hat auch recht viel über sich und seine Arbeit erzählt. Danach hat er uns dann zunächst den Prolog aus „Abgründig“ vorgelesen. Und jetzt weiß ich es ganz sicher – aus eigener Erfahrung – der Mann kann nicht nur schreiben, der kann auch richtig gut vorlesen 🙂
Nach dem Prolog gab es einen kleinen „Sprung“ nach vorne im und nachdem Arno Strobel ein wenig zusammengefasst hat was bis dahin passiert ist, durften wir eine weitere Textpassage geniessen.

Anschließend konnte das Publikum Fragen an den Autor stellen und davon wurde auch wirklich rege Gebrauch gemacht. Es gab viele interessante Fragen und genauso interessante und manchmal auch sehr witzige Antworten.

Wußtet ihr, dass Arno Strobel lange bevor er sein erstes „richtiges“ Buch geschrieben hat, einige Kurzgeschichten geschrieben und veröffentlicht hat? Nein? Dann schaut doch mal auf seiner Homepage [hier klicken] vorbei. Dort könnt ihr die eine oder andere selbst lesen.

Auf jeden Fall wollte er uns beweisen, dass er nicht nur Thriller schreiben kann und hat uns sozusagen als „Zugabe“ seine Kurzgeschichte „Die Fliege“ vorgelesen. Und wir haben dabei herzlich gelacht. Allerdings so ganz ohne Leiche war selbst diese Kurzgeschichte nicht 😉

Der Abend ist nur so dahingeflogen. Zum krönenden Abschluß hat Arno Strobel natürlich Bücher signiert und war so nett, sich auch in meinem „Autorenbuch“ zu verewigen.

Für mich war das ein rund herum gelungener Abend und ich kann euch nur empfehlen, wenn ihr die Chance habt diesen charismatischen Mann einmal live zu erleben, dann nutzt sie!

Hier noch ein paar Fakten


Abgründigist der erste Jugen-Thriller von Arno Strobel
Es ist brandneu – erschienen am 10. März bei Loewe
Kindle Edition [klick], ASIN: B00H9J9VW8, € 8,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3785578643, € 9,95
Meine Rezension dazu findet ihr hier [klick]
Homepage von Arno Strobel: http://www.arno-strobel.de/
oder auf Facebook: https://www.facebook.com/arnostrobel.de
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Rezension: „Abgründig“


Abgründig
Arno Strobel
Kindle Edition [klick], ASIN: B00H9J9VW8, € 8,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3785578643, € 9,95
240 Seiten
Verlag: Loewe
erschienen: 10. März 2014

Der Autor:
Arno Strobel wagte sich mit 40 Jahren an seinen ersten Roman. Als der nach fast drei Jahren, einer Recherchereise nach Rom und vielen Hochs und Tiefs vollendet war, erschien er zunächst im Eigenverlag. Doch schon wenige Wochen später sicherte sich dtv die Rechte an dem Debüt. Seit 2010 schreibt Arno Strobel im Fischer Verlag mit beachtlichem Erfolg Psychothriller für Erwachsene, die regelmäßig in den Spiegel-Bestsellerlisten vertreten sind und als Lizenz bereits in zahlreiche Länder verkauft wurden.
Abgründig ist sein erster Jugendthriller. (Quelle: Loewe Verlag)
Homepage des Autors: http://www.arno-strobel.de/
Facebook: https://www.facebook.com/arnostrobel.de

Inhalt:
Der 16jährige Tim hat sich auf seine Zeit im Feriencamp gefreut. Doch gleich bei der Ankunft trifft er auf den 17jährigen Ralf. Und der geht ihm mit seiner Angeberei sofort ziemlich auf den Keks. Ralf findet alles was die Betreuer im Camp anbieten, langweilig und „Kinderkram“. Er überredet eine Gruppe von zehn Jungs und Mädels zu einer Bergtour auf die Zugspitze auf eigene Faust. Schließlich kennt er die Berge wie seine Westentasche und deswegen ist dieser verbotene Ausflug völlig ungefährlich. Tim hat dabei kein gutes Gefühl und möchte eigentlich nicht mit, aber als auch Lena zustimmt, kann er nicht mehr nein sagen. Denn Lena gefällt ihm sehr und er möchte in ihrer Nähe sein. Also machen sich Tim mit Ralf und den anderen auf den Weg. Doch so ein „Spaziergang“ wie Ralf behauptet hat, wird es dann doch nicht und zu allem Unglück geraten die Jugendlichen dann auch noch in ein schweres Unwetter.

Meine Meinung:
Eigentlich bin ich nicht der große Thriller-Fan und deswegen kannte ich bisher auch noch kein Buch von Arno Strobel. Vor kurzem habe ich dann erfahren, dass es hier in meiner Nähe eine Lesung mit Arno Strobel geben wird und er dort seinen ersten „Thriller für Jugendliche“ vorstellen wird.  So wurde ich neugierig. Auch die die Kurzbeschreibung zu diesem Buch konnte mich überzeugen, dass jetzt der ideale Zeitpunkt ist, um mein erstes „Arno-Strobel-Buch“ zu lesen.

Zitat aus der Kurzbeschreibung:
Eine Bergtour.  Ein Unwetter.  Ein Mord.
Eingesperrt auf engstem Raum, ohne Aussicht auf Rettung, erkennt man ganz neue Seiten an seinen „Freunden“. Hässliche Seiten. Tödliche Seiten …

Das Buch startet mit einem Prolog, in dem Tim verletzt in einen Krankenwagen liegt. Die Gedanken, die ihm dabei durch den Kopf gehen, regen die Fantasie des Lesers direkt an.
Die Jugendlichen starten ihre Bergtour völlig unbedarft. Alle zehn haben völlig unterschiedliche Charaktere und sind im Alter zwischen 14 und 17 Jahren. Arno Strobel hat für seine Story hier ganz wenig Blut benötigt. Es genügt tatsächlich diese zehn jungen Leute in Grenzsituationen zu bringen und schon tun sich Abgründe auf.
Angeber Ralf führt die Gruppe direkt in ein Unwetter. Nass bis auf die Knochen, durchgefroren und ohne Vorräte finden sie Unterschlupf in einer kleinen, stinkenden Hütte. Doch der Sturm dauert an und rüttelt nicht nur an den Hüttenwänden. Er zehrt auch an den Nerven der Jugendlichen, die so langsam begreifen, dass so schnell keine Aussicht auf Rückkehr ins Camp ist. Als dann auch noch Alkohol ins Spiel kommt, ist das nicht gerade förderlich für den Zustand in dem sich die Zehn befinden. Am nächsten Morgen ist einer von ihnen verschwunden, dafür hat ein anderer Blut im Gesicht und an den Händen. Und auch in und vor der Hütte finden sich Blutspuren. Die Spekulationen was passiert sein könnte steigen an. Gibt es etwa einen Mörder unter ihnen? Wem kann man noch trauen?
Arno Strobel baut die komplette Spannung auf den Reaktionen der zehn Jugendlichen in dieser Grenzsituation auf. Er benötigt dazu nur sehr wenig Blut und die Spannung hält sich alleine dadurch hoch, dass auch der Leser keine Ahnung hat was wirklich passiert ist.
Ich bin zwar kein Freund davon Alkohol in Jugendbücher fließen zu lassen, aber hier hat es gut gepasst, denn genau so würden sich wohl viele Leute in dem Alter verhalten.
Das Buch ist aus der Sicht von Tim geschrieben, der mir gut gefallen hat. 16 Jahre jung, hin und her gerissen zwischen Vernunft und Verliebtheit und Ängsten aus seiner Kindheit. Aber auch Denis ist ein spannender Charakter, der mich das eine oder andere Mal sehr positiv überrascht hat.
Des Rätsels Lösung am Ende hat mir gut gefallen, auch wenn ich damit auf nicht gerechnet hätte. Und ganz zum Schluss, als alles bereits aufgelöst ist, zeigt Tim noch mal Größe.
Mir persönlich hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ich denke, dass es durchaus auch für jugendliche Leser geeignet ist – gerade weil nicht so viel Blut fließt und es trotzdem spannend ist. Und vielleicht lernt der eine oder andere ja sogar etwas daraus 😉

Mein Fazit:
Ein Jugendbuchthriller mit zehn Protagonisten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Spannend, abwechslungsreich und überraschend. Nicht nur für Jugendliche.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

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