Interview mit Constanze R. Junkers

(Foto: Christoph K. Banski)

Constanze ist eine neue Autorin, die einen “etwas anderen Weg” beschritten, um ihr Buch “Emily  Anderson und das Vermächtnis der Gebrüder Ysenhoff” unter die Leser zu bringen.

Sie hat sich bereit erklärt „Leserfragen“ zu beantworten und unter allen Fragenstellern wird das nächste Kapitel von Emily Anderson 3 x verlost. Wer die glücklichen Gewinner sind, erfahrt ihr am Ende des Interviews.

Liebe Constanze, vielen Dank, daß du dir die Zeit für dieses Intervie genommen hast! Es hat sehr viel Spaß gemacht.

Ich würde gerne wissen, ob du Emily Anderson in einem durchgeschrieben hast, oder ob du die Kapitel “durcheinander” geschrieben hast, so wie dir gerade etwas einfiel und sie später zusammengefügt hast? [Yvonnes Lesewelt]

Als ich mit der eigentlichen Schreibarbeit von „Emily Anderson“ begonnen habe, wusste ich schon genau, wie der Plot aussieht, wie sich die Geschichte entwickeln wird und wie die Haupt- und Nebenhandlungsstränge aussehen. Ich habe chronologisch von vorn nach hinten durchgeschrieben, wobei ich auch zugeben muss, dass die Figuren mit zunehmenden Kapiteln eine so starke Eigendynamik entwickelten, dass ich das eine oder andere auch spontan abgeändert habe – so zum Beispiel auch das Ende…

 

Für welches Lesealter würdest du “Emily Anderson” empfehlen? [Yvonnes Lesewelt]

„Emily Anderson“ richtet sich in erster Linie an 9- bis 13-Jährige, wobei man das nicht pauschalisieren kann. Ebenso wie mir vor Kurzem eine 16-Jährige positives Feedback schickte, berichtete eine Rezensentin letzte Woche, sie habe Stellen aus „Emily Anderson“ ihrem 6-Jährigen Sohn vorgelesen. Ich freue mich natürlich sehr darüber, wenn die Geschichte und der Schreibstil bei Jüngeren wie Älteren gut ankommen.

 

Was tust du, wenn du eine Schreibblockade hast? [Netty]

Zum Glück bin ich davon bisher verschont geblieben! Mein Problem bei „Emily Anderson“ war eher, dass mir zu viele Ideen gleichzeitig einfielen und ich Vieles auch für spätere Bücher verwahren musste. Ich erinnere mich an einen wirklich schlechten Schreibtag, wo mir selbst nichts Aufgeschriebenes gefiel. Das Kapitel habe ich am nächsten Tag komplett von vorn begonnen.

 

Wenn du schreibst, hast du da eine Muse und wenn ja welche? [Netty]

Inspirationen für Geschichten und Plots finde ich sehr oft im Alltag und meistens dann, wenn ich nicht auf der Suche danach bin. Eine einzige „Muse“ habe ich allerdings nicht. Manchmal sind es Erinnerungen an Menschen und Erlebnisse aus meiner eigenen Kindheit und Jugend, die plötzlich wie geschaffen für eine Buchszene sind. Das erfolgt dann aber nicht geplant im Vorfeld, sondern spontan in der Schreibsituation. 

 

Was ist dein Lieblingsplatz zum Schreiben und warum? Hast du bestimmte Rituale beim Schreiben? (Musikhören, in der Natur sitzen oder einfach nur im Büro) [Netty & Buechermaus82

Da bin ich ganz klassisch veranlagt – ich brauche meinen Schreibtisch. Laptop hin oder her, auf der Couch oder draußen in der Sonne lenken mich zu viele Dinge ab. Ich falle beim Schreiben in eine Art „Schreibkoma“, tauche ein in die Welt der Charaktere, mein Bürostuhl und der obligatorische Pfefferminztee machen mich dabei am glücklichsten.

Anders ist es beim Ausdenken des Plots und einzelner Szenen im Vorfeld, da lasse ich mich gerne durch tolle Landschaften, Musik oder Natur inspirieren. Bei „Emily Anderson“ habe ich schon über ein Jahr vor dem Schreibstart erste Eindrücke aufgeschrieben.

 

Wie kommst du zu deinen so außergewöhnlichen Beschreibungen und Vergleichen? [Denise

Beim Schreiben sehe ich die Situationen und die Charaktere direkt wie einen „Film“ vor mir, so als wäre ich der Regisseur und könnte aber zeitgleich auch mitspielen. Und dann überlege ich immer: Wie bringe ich exakt diese Ereignisse und Gefühle so zum Leser, dass dieser es genauso erleben und fühlen kann wie ich? Mir ist es zum Beispiel zu wenig zu schreiben, dass etwas kalt ist. Es kann eiskalt sein, sodass einem die Fingerspitzen abfrieren beim bloßen Anblick. Es kann aber auch erfrischend kalt sein, wie die Brise eines Sommerregens. Das ist ein riesiger Unterschied – und den soll der Leser miterleben und nachfühlen können. Ich konzipiere die Vergleiche aber nicht im Vorfeld, das passiert immer spontan in der Schreibsituation.

 

Wie viele Bände sind für Emily Anderson geplant? [Denise

Es gibt noch viele, viele Ideen für „Emily Anderson“ und ich möchte auf jeden Fall noch einen Folgeband schreiben, momentan geht alles in die Richtung einer Trilogie. 

 

Hast du danach noch eine andere Serie geplant? [Denise]

Ja, in meiner „Bücher-Ideenkiste“ sammeln sich die Einfälle für Romane und auch Serien. Ich würde mich gerne komplett auf das Schreiben konzentrieren, doch aktuell nimmt die eBook-Veröffentlichung des ersten „Emily“-Buches den Großteil meiner Zeit ein. Ich hoffe sehr, dass ich für die Printversion einen Verlagspartner finde, so dass ich ein wenig mehr Schreibraum zurückgewinnen kann.

 

Wolltest du schon immer Schriftstellerin werden? [Buechermaus82]

Nein, zumindest nicht bewusst. Als Kind konnte ich mir zig Varianten vorstellen – ob Stewardess, Ärztin, Lehrerin, da kam eine ganze Menge an Berufswünschen zusammen. Doch ohne es zu wissen, tat ich das, was mir am meisten Spaß machte, eigentlich schon immer: das Schreiben. Während der Schule schrieb ich Vorlagen für Theater- und Literaturaufführungen, arbeitete für die Schülerzeitung und später auch frei für eine Lokalzeitung. Meine eigentliche berufliche Laufbahn ging in Richtung Public Relations und auch hier schrieb ich was das Zeug hielt, wenn auch noch nicht in Romanform.

 

Liest du selber auch gerne und wenn ja, welches Genre? Hast du selber auch Lieblingsautoren, von denen du Werke besonders gern liest? [Buechermaus82

Ich habe immer sehr gern gelesen und auch vorgelesen. Mein Lieblings-Genre ist – welch Überraschung – Jugendbuch/Fantasy, Harry Potter eines meiner am meisten gelesenen Bücher. Aber das soll keineswegs heißen, dass es bei mir nur Joanne K. Rowling und Cornelia Funke gibt. Neben Evelyn Sanders steht bei mir zum Beispiel Patrick Süskind, unter Sophie Kinsella wiederum J. M. Simmel und Ephraim Kishon. Ich kenne kaum ein Bücherregal, das so verschiedenartig zusammengestellt ist wie meines.

 

Da ich die veröffentlichten Kapitel gelesen habe, würde ich gerne wissen, warum du gerade diesen Weg der Veröffentlichung gewählt hast? Wäre es nicht über einen Verlag einfacher gewesen? [Buechermaus82]

Ich bin sicher, dass es mit Hilfe eines Verlags schneller und einfacher gewesen wäre. Doch nachdem der Weg der klassischen Manuskripteinreichung nicht geklappt hatte, gab es für mich keine Alternative als die Eigenveröffentlichung als eBook. Und obwohl es zwischendurch immer wieder Hürden und Rückschläge gab, bereue ich keine Sekunde, den Schritt gewagt zu haben. Schon in der Vorbereitungsphase habe ich so viele herzliche Menschen getroffen, die in meine Arbeit und den Roman vertrauen. Das hat mir viel Auftrieb gegeben und mich daran glauben lassen, dass diese neuartige Veröffentlichung dazu beitragen kann, als Schriftstellerin Fuß zu fassen. Und vielleicht wird irgendwann doch noch ein Verlag für die Print-Veröffentlichung aufmerksam, man weiß ja nie…

 

Wie bist du auf diese Idee für die Geschichte gekommen? [Andrea Giglio

Es war im Winter 2008/2009 und ich war beruflich unterwegs, verbrachte viel Zeit in Zugabteilen, in Mietwagen und Hotelzimmern. Ich sah aus dem Fenster und es schneite. Da jetzt einfach durchlaufen, für mich mit Hosenanzug und Laptop unmöglich. Und dann dachte ich weiter nach: Hatte ich jemals in meinem Leben schon etwas Verrücktes, etwas absolut Mutiges oder Unkonventionelles getan?
Um ehrlich zu sein, eher nein. Vielleicht bin ich einfach nicht der Typ dafür – aber ich könnte es jemand anderen tun lassen. Am besten ein Mädchen, ein schüchternes, dass in einer fremden Welt voller Abenteuer die größten Aufgaben meistern und die schwierigsten Entscheidungen treffen muss und bis zum Schluss nicht daran glaubt, dies zu können – die Idee zu „Emily Anderson“ war geboren.

Vielen Dank, liebe Beate, für die offene Interviewrunde!

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Für die Auslosung habe ich jedem Fragesteller eine Nummer gegeben:
1 = Yvonnes Lesewelt
2 = Netty
3 = Büchermaus82
4 = Denise
5 = Andrea Giglio

und so sieht die Ziehung aus:

Herzlichen Glückwunsch and Andrea, Büchermaus82 und Yvonne!
Bitte schickt mir doch eure Email-Adresse und sagt mir in welchem Format (epub oder PDF) ihr das Kapitel 9 haben möchtet.

Und für alle, die Emiliy Anderson noch nicht kennen, auf http://www.emily-anderson.com könnt ihr Emily und die Gebrüder Ysenhoff kennenlernen!

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Autoreninterview mit C. R. Junkers

CRJunkersKennt ihr schon Constanze Junkers? Nein? Dann habt ihr jetzt die Möglichkeit sie kennenzulernen.
(Foto: Christoph K. Banski)

Constanze ist eine neue Autorin, die – wie so viele andere neue Autoren und Autorinnen – Probleme hat, ihr Erstlingswerk bei einem Verlag unterzubringen. Deshalb hat sie einen “etwas anderen Weg” beschritten, um ihr Buch “Emily  Anderson und das Vermächtnis der Gebrüder Ysenhoff“ unter die Leser zu bringen.

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Constanze Junkers beschreibt die Geschichte um Emily Anderson mit folgenden Worten: “Die Geschichte handelt von zwei Mädchen, die mithilfe eines magischen Amuletts in eine wundersame Welt reisen und dort in ein aufregendes Abenteuer verstrickt werden, das die schüchterne Emily mit einem Mal zur tapferen Heldin werden lässt.” (Zitat aus einer Email von Constanze an mich)

Mehr über Constanze, Emily Anderson und den ungewöhnlichen Weg, den Constanze beschritten hat, um Emily Anderson unter die Leser zu bringen, könnt ihr auf ihrer Homepage http://www.emily-anderson.com herausfinden. Darüber hinaus hat Constanze versprochen eure Fragen zu beantworten. Frei nach dem Motto “Leser fragen – Constanze antwortet”

Also stellt eure Fragen an Constanze als Kommentar hier in diesem Blogbeitrag bis zum 31.07.2012.

Und …
*tataaaaaaaaa*
alle, die eine (oder mehr) Frage(n) an Constanze stellen, kommen in einen Lostopf und 3 Fragesteller gewinnen das nächste, zum 01.08.2012, noch nicht veröffentlichte Kapitel von Emily Anderson. Die Gewinner werden durch random.org ermittelt.

Also … ich bin total gespannt auf eure Fragen an Constanze. Ich selbst habe auch schon die eine oder andere Smiley.

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