Rezension: „Brandungsflimmern“

Brandungsflimmern
„Brandungsflimmern
Antje Szillat
Kindle Edition [klick], ASIN: B01GQVUDEE, € 9,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3401602219, € 8,99
208 Seiten
erschienen: Juni 2016
Verlag: Arena

Liebe Antje, ganz lieben Dank, für dieses schöne Buch.

Die Autorin:
Antje Szillat begann bereits mit acht Jahren, Geschichten zu schreiben. Von diesem Zeitpunkt an war es ihr größter Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Doch zunächst schlug sie ganz andere berufliche Wege ein und begann erst nach der Geburt ihres ersten Sohnes damit, ihren Kindheitstraum wahr werden zu lassen.
Heute schreibt die gebürtige Hannoveranerin sehr erfolgreich Bücher für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Beim Schreiben liebt sie es vielseitig und schlüpft gerne in unterschiedliche Rollen.
„Nimm das Glück in beide Hände“ ist ihr erster Frauenroman, indem es ähnlich turbulent bis heiter wie in ihren erfolgreichen Kinderbüchern zugeht.
Antje Szillat ist verheiratet und hat mit ihrem Mann vier Kinder. Zu der lustigen „kleinen“ Großfamilie gehören Pferde, Hunde, Goldfische und natürlich viele, viele Bücher. Sie lebt und arbeitet vor den Toren ihrer Lieblingsstadt Hannover. (Quelle: Amazon.de)

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Inhalt:
Flora hat sich in Jan, den besten Freund ihres großen Bruders verliebt. Der allerdings sieht in ihr immer noch nur die kleine Schwester von Tobias. Als Jan dann sie, ihren Bruder und ihre Mutter in den Urlaub begleitet, sieht Flora ihre Chance gekommen. Doch Jan hat nur Augen für Isabel. Also beschließt Flora ihn eifersüchtig zu machen. Dabei kommt es ihr gerade recht, dass sie Philipp kennenlernt. Allerdings beginnt damit auch ein regelrechtes Gefühlschaos in Flora. Und dann passiert auch noch ein Unfall …

Meine Meinung:
Das neue Jugendbuch von Antje Szillat überzeugt wieder durch einen lockeren, leicht zu lesenden Schreibstil, der dem Genre Jugendbuch absolut gerecht wird. Eine typische Teenagerliebe, eine tolle Kulisse und ein paar Intrigen und Wirrungen, die Spannung in die Geschichte bringen. Ich liebe es ja, wenn mich die Protagonisten auch ab und zu zum Lachen bringen, das haben Flora, aber auch Tom und Jerry immer wieder geschafft. Das Buch liest sich einfach so an einem Stück durch. Das Gefühlschaos, das Flora durchlebt, finde ich sehr alterstypisch und die Familie von Flora hat mir gut gefallen. Überhaupt mochte ich alle Figuren in diesem Buch ausgesprochen gerne, bis auf eine. Welche das ist, findet ihr sicher selbst heraus. Aber auch diese Person finde ich sehr realistisch dargestellt.

Mein Fazit:
Ein Jugendbuch, das einfach Spaß macht zu lesen und gleichzeitig ein wenig Urlaubsgefühl aufkommen lässt. Für Jugendliche und für jung gebliebene, die sich gerne mal an ihre Jugend und ihre erste Liebe zurückerinnern. Aber auch ein Buch für Eltern, die ihre Töchter gerade mal so gar nicht mehr verstehen.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

Sonstiges:
Wer sich – so wie ich – über den Preis des eBooks wundert: ich habe die Autorin gefragt, das ist wohl ein Fehler, der in Kürze noch korrigiert wird. Daher bezieht sich meine Wertung nur auf den Buchinhalt und nicht auf den Preis des eBooks. Den Preis für das Taschenbuch finde ich auch durchaus ok.

 

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Rezension: „Goldmarie auf Wolke 7“

„Goldmarie auf Wolke 7“
Gabriella Engelmann
Kindle Edition [klick], ASIN: B00AAT6O4M, € 9,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3401067261, € 9,99
271 Seiten
Verlag: Arena
Altersempfehlung: ab 12 – 15 Jahre

Die Autorin:
Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren. Seit ihrem Umzug nach Hamburg fühlt sie sich im Norden pudelwohl und entdeckte dort auch ihre Freude am Schreiben. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Autorendaseins von Romanen sowie Kinder – und Jugendbüchern. Gabriella Engelmann veröffentlicht ebenfalls unter dem Pseudonym Rebecca Fischer.
(Quelle: Amazon.de)
Die Webseite von Gabriella Engelmann findet ihr hier: www.gabriella-engelmann.de
Und bei Facebook könnt ihr sie hier finden: http://www.facebook.com/pages/Gabriella-Engelmann-Autorin/

Inhalt:
Marie Goldt, ist fast 17 Jahre alt und lebt mit ihrer Stiefmutter und ihrer Stiefschwester, Lykke Pechstein alleine. Ihre Mutter ist spurlos verschwunden als sie drei Jahre alt war und ihr Vater ist gestorben als sie gerade mal 12 Jahre alt war. Mit ihrer Stiefmutter kommt sie so leidlich zurecht, aber mit Lykke absolut gar nicht. Und das beruht auf Gegenseitigkeit. Nachdem sie ihren schlecht bezahlten Aushilfsjob in der Bäckerei der „Drachenlady“ gekündigt hat, schwebt sie auf Wolke 7 als sie zufällig einen, wesentlich besser bezahlten,  Job im Laden „Traumzeit“ angeboten bekommt. Und dort trifft sie auch zum ersten Mal auf den Iren, Dylan. Einen absoluten Traumtypen. Doch dann geschehen viele unerklärliche Dinge …

Meine Meinung:
Oh nein, das war das letzte Märchenbuch von der Hamburger Märchenfee. Und wieder habe ich es regelrecht inhaliert. Dieses Mal ist es die Neuerfindung von Frau Holle und wie bereits in den vier vorangegangenen Märchenbüchern finde ich zuerst ein witziges Personenregister und wieder zaubert mir die Namensgebung der Protagonisten „Marie Goldt“ und „Lykke Pechstein“  das erste Lächeln dieses Buches ins Gesicht.
Die Geschichte ist im schon gewohnten lockeren, leichten, jugendlichen, witzigen Stil geschrieben. Dieses Mal gibt es sogar drei Perspektiven. Fast immer erzählt Marie in der Ich-Form, aber zwischendurch erfahren wir auch Lykkes Gedanken. Und  zwar weil sie diese in ihr Tagebuch schreibt. Aber auch über die Feenkönigin, lese ich einiges. Ich finde die Idee, Frau Holle als Feenkönigin zu bezeichnen übrigens ganz hervorragend.
Auch optisch unterscheiden sich alle drei Erzählperspektiven. Die Tagebucheinträge von Lykke sind kursiv gedruckt und die Perspektive der Feenkönigin in einer leicht verschnörkelten, märchenhaften Schrift. Und wo ich gerade von der Buchgestaltung spreche: Das Cover ist wunderschön und passend mit seinen goldglänzenden Sternen und der goldenen geprägten Schrift.
Die Charaktere sind wieder einmal absolut sympathisch und realistisch dargestellt. Jeder einzelne. Nein, falsch, die Drachenlady ist mir natürlich nicht sympathisch. Aber realistisch wirkt sie trotzdem. Klasse finde ich Julia und ihre Familie und noch sympathischer ist mir der ganze irische Clan. Mit denen würde ich auch gerne mal an einem Tisch sitzen.
Die Hamburger Märchenfee hat mit  „Goldmarie auf Wolke 7“ tatsächlich noch mal einen drauf gesetzt und so schade wie ich es finde, dass es wohl das letzte Märchenbuch von Gabriella ist, so muss ich doch sagen dieses Buch ist ein absolut krönender Abschluß der Märchenbücher aus ihrer Feder. Es hat enthält eine ordentliche Portion Fantasy und ganz viele Emotionen und es ist Gabriella Engelmann hervorragend gelungen die Fantasiebereiche in die reale Hamburger Welt von Marie einzubinden, ohne das es auch nur einen Moment lang unglaubwürdig wird.
Total begeistert bin ich auch davon, dass ich in dieser Geschichte liebgewonnene Figuren aus allen vier vorangegangenen Märchenbüchern noch einmal wieder treffe. Und auch die sind so eingearbeitet, dass sie einfach da hingehören und nicht irgendwie „eingebaut“ wirken. Am Ende gibt es noch eine Wendung, die sich auf eins der anderen Bücher bezieht, die mir so unglaublich gut gefallen hat. Danke, liebe Gabriella!
Dieses Mal endet das Buch tatsächlich mit den Worten

Zitat – Seite 267
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute …

*hachsag*
Und natürlich gibt es auch wieder ein Rezept für eine märchenhafte Suppe.

Mein Fazit:
… ausnahmsweise mal etwas ausführlicher 😉
„Goldmarie auf Wolke 7“ ist die absolute Krönung dieser Buchreihe. Die Bände sind alle vollkommen unabhängig von einander lesbar. Ich kann euch empfehlen, dieses hier, wirklich als letztes zu lesen und mit den anderen zu beginnen. Sonst ist die Überraschung am Ende nur halb so schön. Eigentlich brauche ich gar nicht mehr zu erwähnen, dass ich es nur absolut empfehlen kann, oder?!
Alle fünf Bände sind einfach schön. Alle fünf verbinden die Protagonisten miteinander und es ist schön, immer wieder auf das eine oder andere bekannte Gesicht zu treffen. Gabriella Engelmann hat meiner Meinung nach aber auch so viele kleine Einzelheiten von sich in diese Bücher gelegt, dass ich nicht nur die Protagonisten und die Handlung während des Lesens im Kopf hatte, sondern auch Gabriella’s Bild. Ich sag nur „Glitzerstifte“ 😀
Gabriella, Danke für fünf wunderschöne Hamburger Märchen!

Meine Wertung:
natürlich 5 von 5 Herzen (oder besser 25 – für jedes Buch 5)

Hier noch die Links zu allen fünf modernen Märchen von Gabriella Engelmann, in der Reihenfolge wie sie erschienen sind.

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Rezension: „Küss den Wolf“

„Küss den Wolf“
Gabriella Engelmann
Kindle Edition [klick], ASIN: B00BBOWNLS, € 9,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3401067254, € 9,99
253 Seiten
Verlag: Arena
Altersempfehlung: ab 12 – 15 Jahre

Die Autorin:
Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren. Seit ihrem Umzug nach Hamburg fühlt sie sich im Norden pudelwohl und entdeckte dort auch ihre Freude am Schreiben. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Autorendaseins von Romanen sowie Kinder – und Jugendbüchern. Gabriella Engelmann veröffentlicht ebenfalls unter dem Pseudonym Rebecca Fischer.
(Quelle: Amazon.de)
Die Webseite von Gabriella Engelmann findet ihr hier: www.gabriella-engelmann.de
Und bei Facebook könnt ihr sie hier finden: http://www.facebook.com/pages/Gabriella-Engelmann-Autorin/

Inhalt:
Pippa ist 16 und ein ganz normales Mädel von heute. Zusammen mit ihrer Mutter lebt sie in Hamburg. Sie hat tolle Freundinnen, liebt Kino und betreibt einen Blog. Wegen ihrer roten Haare und weil ihre Großmutter ihr früher immer rote Hüte und Mützen geschenkt hat, wird sie auch ab und zu auch Rotkäppchen genannt. Und sie ist total verliebt. In Leo, den attraktivsten Typen, den es gibt. Alles könnte so klasse sein, wenn sie sich nicht so viele Sorgen um ihre Oma machen müsste.

Meine Meinung:
Ich hatte mir überlegt, was ich von Rotkäppchen und dem bösen Wolf noch so in Erinnerung habe (Großmutter warum hast du so große Ohren? Großmutter warum hast du so einen großen Mund) und war sehr gespannt wie Gabriella Engelmann dieses Märchen umsetzen würde.
Es beginnt wie alle Märchenbücher von ihr wieder mit einem tollen Personenregister und bereits beim Lesen dieses Registers habe ich gestaunt, denn irgendwie hatte ich erwartet einen „Wolfgang“ oder „Wolfram“ dort zu finden. Ist aber niemand dabei, der so heißt. Beim Lesen des Buches wird dann auch klar warum es gar keinen Wolfgang oder Wolfram geben darf. „Küss den Wolf“ hat was von einem Krimi und da darf sollte man natürlich den „bösen Wolf“ nicht sofort im Personenregister entlarven können 😉
Die Charaktere haben mir wieder alle sehr gut gefallen. Pippa ist eine ganz normale 16jährige, die gerade ihre erste große Liebe erlebt. Die sehr an ihrer Oma hängt und trotz ihres Alters und der Tatsache, dass sie gerade total verliebt ist, auch gerne und viel hilft. Natürlich macht sie auch mal Blödsinn, aber wenigstens lernt sie was draus.
Bei Leo war ich mir nicht so sicher, was ich von ihm halten soll. Anfangs mochte ich ihn nicht wirklich, aber dann entpuppte er sich als netter, hilfsbereiter Typ, der Pippa und ihrer Oma immer wieder geholfen hat.
Auch Marc ist ein wenig undurchsichtig. Trotzdem mochte ich ihn. Aber meine absolute Lieblingsfigur ist „Holla“. Ich verrate euch allerdings nicht wer sie ist. Aber Holla hat wieder enorm viel Witz in die Geschichte gebracht und ihr ist es auch zu verdanken, dass ich mehrmals laut auflachen musste. Ich sage nur „Bettszene“ 😀
Auch in diesem Märchenbuch mag ich den Schreibstil von Gabriella wieder sehr. Es wird in der „Ich-Form“ von Pippa erzählt, aber es gibt auch zwischendrin immer mal ganz kurze Kapitel, die kursiv gedruckt sind und nicht von Pippa erzählt sind. Es sind die Gedanken eines Unbekannten und das hebt die Spannung an.
Auch die Zwergen-WG spielt wieder eine kleinere Rolle und dieses Mal spielt der Roman in der Zeit kurz vor „Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün vor Neid“ als die Jungs Schneewittchen noch gar nicht kannten.
„Küss den Wolf“ ist das erste der Märchenbücher, das deutlich weniger an das Original-Märchen angelehnt ist und stattdessen einen kleinen Fantasyanteil enthält. Ich möchte hier gar nicht zu viel verraten, aber mir hat es sogar noch einen kleinen Tick besser gefallen als die drei anderen Bände. Es ist eine wirklich gelungene Mischung von Liebesgeschichte, Krimi und Fantasy. Und natürlich gibt es auch wieder ein tolles Rezept.

Mein Fazit:
Wem eins gefallen hat, der muss sie sowieso alle lesen – das geht gar nicht anders. Und ansonsten kann ich mich nur wiederholen: alle, die Märchen lieben und alle, die Jugendbücher lieben sollten sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

Hier noch die Links zu allen fünf modernen Märchen von Gabriella Engelmann, in der Reihenfolge wie sie erschienen sind.

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