Rezension: „Schöders Verdacht“

„Schröders Verdacht“
Lutz Kreutzer
Kindle Edition [klick], ASIN: B008C70MME, € 2,99
316 Seiten

Mein herzlicher Dank geht an Lutz Kreutzer, der mich doch ein wenig „becircen“ musste dieses Rezensionsexemplar anzunehmen. Wenn er nicht so charmant gewesen wäre, hätte ich diesen spannenden Krimi nie gelesen.

Der Autor:
Lutz Kreutzer schreibt Thriller, Krimis und Spannungsromane. Die Plots haben realen Hintergrund. Seine Themen gehen in die Tiefe und beruhen auf Tatsachen. Diese Fakten aus der realen Welt bringt er in Einklang mit dem Leben eines Protagonisten, der durch die Geschichte getrieben wird. Wichtig ist ihm die verständliche und spannende Sprache. Kreutzers abenteuerlicher Berufsweg führte ihn durch viele Länder Europas. Heute macht er Öffentlichkeitsarbeit für eine internationale Softwareschmiede in München. Am liebsten ist er dort, wo es gutes Essen und den entsprechenden Wein gibt. Daher hat er auch ein Kochbuch mit Johann Lafer geschrieben. (Quelle: Amazon.de)
Noch viel ausführlichere Informationen über Lutz Kreutzer gibt es auf seiner Autoren-Homepage: http://lutzkreutzer.de/.

Inhalt:
Statt, wie üblich, selbst kurz den Inhalt zu beschreiben, zeige ich euch bei diesem Buch einfach mal den Trailer. Ich finde diesen Trailer überaus gelungen und man erfährt schon alles, was das Buch ausmacht.

Meine Meinung:
Krimis gehören ja nicht unbedingt zu meinem Lieblingsgenre, aber so ab und zu lese ich doch mal einen zwischendurch. Und dieser hier konnte auch mich richtig fesseln.
Ein immer noch und immer wieder brandheißes Thema – der Umweltschutz – wurde hier zu einem spannenden Krimi verarbeitet. Lutz Kreutzer hat alle Register gezogen: Umweltkriminalität, die Maffia und das organisierte Verbrechen.
So spielt das Buch auch in Italien, Österreich und Deutschland. Der Autor hat einen schönen Schreibstil. Die Sätze sind kurz gehalten und das Buch ist durchweg spannend – mit mehreren Spannungsspitzen. Stellenweise ist die Sprache ein wenig derb, aber bei dem Maffia-Gesindel ist das recht passend. Gleichzeitig wird aber auch die Landschaft wunderbar und eindrucksvoll geschildert, denn eigentlich wollte Schröder ja nur Urlaub machen.
Schröder selbst, ist in meinen Augen ein toller Wissenschaftler und privat ein angenehmer Mensch, ein Mensch mit einem gefestigten und guten Charakter aber gleichzeitig manchmal auch relativ naiv. Wer sich mit der Maffia anlegt und nach der xten Leiche immer noch mit Kreditkarte bezahlt … leichter kann er es seinen Verfolgern ja kaum noch machen. Sportlich erinnert er mich manchmal an wenig an James Bond, aber mehr verrate ich darüber nicht. Ich fand es erstaunlich wie er viele Situationen gemeistert hat. Auch gefühlsmäßig.  Aber auch darauf möchte ich nicht näher eingehen, weil die Gefahr des spoilerns viel zu groß ist.
Das Buch ist in der dritten Person geschrieben. Die Figuren werden fast immer nur mit dem Nachnamen, also z.B. „Schröder“ oder „Vogler“ benannt. Bei „Montag“ hat mich das manchmal gestört, weil ich ihn zwischendurch immer mal mit dem Wochentag verwechselt habe und dann ins stocken kam.  Besonders am Anfang des Buches. Später wurde es dann besser, da wusste ich dann wer „Montag“ ist.  Die Geschichte wird parallel erzählt. In Italien und Österreich ist Schröder auf der Flucht vor seinen Verfolgern und in Deutschland versuchen seine Freunde und Kollegen den Fall aufzuklären und Schröder zu helfen. So wechselt der Schauplatz zwischen den einzelnen Kapiteln immer hin und her. Aber es passt gut zusammen und stört den Lesefluss überhaupt nicht. Zumal sie alle eng zusammenarbeiten und immer mal wieder Möglichkeiten finden miteinander zu kommunizieren.
Dieser Roman ist erstmalig 1996 erschienen und dementsprechend „alt“ sind auch die Kommunikationsmittel. So nutzt eine der Firmen, z.B. noch „moderne 3,5 Zoll-Disketten“ zur Datensicherung. Das hat mir dann schon ein Lächeln entlockt, aber es passt auch zu dem Rest der Geschichte, die 1992 (drei Jahre nach dem Mauerfall) spielt. Besonders interessant finde ich auch die Kapitelüberschriften. Wer nur diese liest, denkt mit Sicherheit nicht an einen Krimi. Normalerweise überlese ich die immer ganz gerne, aber nach dem ich dann den einen oder anderen doch mal in mein Gehirn aufgenommen habe, habe ich sie alle bewusst gelesen und auch den Zusammenhang in den Kapiteln dazu gefunden. Und wenn ich mir jetzt, wo ich das Buch fertig gelesen habe, die Überschriften noch mal alle im Überblick durchlese, muss ich schmunzeln.  Deshalb mein Tipp: Lest die Überschriften bewusst mit (sofern ihr das nicht sowieso immer tut). Trotzdem ist das Buch ein richtiger Krimi / Thriller und es gibt sonst nichts zu lachen.
Mein heimlicher Lieblingsprotagonist ist übrigens „Vogler“. Diesen Mann finde ich einfach genial!

Mein Fazit:
Ein Empfehlung für echte Krimi- und Thrillerfans. Nicht unbedingt für zarte Gemüter, aber das Blut hat noch nicht aus meinem Reader getropft. 😉

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen

Mit der Nutzung der "Teilen-Buttons" werden deine Daten automatisch an Dritte übermittelt.

Rezension: „Lilly Höschen und ihr Gespür für Mord“

„Lilly Höschen und ihr Gespür für Mord“
Helmut Exner
Kindle Edition [klick], ASIN: B009080VL6, € 2,99
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3943403176, € 8,95
149 Seiten
Verlag: EPV Elektronik-Praktiker-Verlagsges. mbH

Mein Dank geht an den EPV, der mir dieses eBook zur Verfügung gestellt hat..

Der Autor:
Helmut Exner stellt sich auf seiner Autoren-Homepage so ausführlich und nett vor, dass ich euch direkt dorthin schicke 😉
Autoren-Homepage von Helmut Exner: http://www.helmutexner.de

Inhalt:
Eigentlich wäre Gisela ja noch in Elternzeit, aber als sie einen „Hilferuf“ von ihrem Chef erhält, freut sie sich, sofort wieder ins Berufsleben einsteigen zu können. Und sie wird dringend gebraucht, denn im Kommissariat fehlt es an Kompetenz und es gibt einen Mord aufzuklären.
Lilly, die mittlerweile eine enge Freundschaft mit Gisela pflegt, ist mal wieder zu Besuch. Zeitgleich zieht in dem 5-Häuser-Dorf, in dem Gisela lebt, ein neuer Kollege von Gisela ein und eine neue Nachbarin. Alle verstehen sich wunderbar, nur Lilly findet die neue Nachbarin etwas suspekt. Natürlich muss Lilly ihrem Gefühl auf den Grund gehen.

Meine Meinung:
Zunächst einmal muss ich sagen, dass es sich hier ja schon um Lilly’s „4. Fall“ handelt. Das Buch beinhaltet eine in sich abgeschlossene Geschichte, die man auch prima lesen kann, ohne alle vorherigen Fälle von Lilly Höschen zu kennen. Aber ich bin froh, dass ich Lilly’s „1.Fall – Walpurgismord“ vorher gelesen habe. So kenne ich Lilly’s Freunde und ihr Umfeld schon.
Trotzdem fehlt mir einiges zwischendrin, was nichts mit den Fällen an sich zu tun hat, sondern einfach nur mit den Charakteren. Z.B. ist Gisela mittlerweile verheiratet und hat einen kleinen Sohn.
Lilly selbst hat sich nicht verändert, auch wenn sie mittlerweile 3 oder 4 Jahr älter sein müsste (also 83 oder 84). Sie ist sich treu geblieben und ich liebe sie und ihre schrullige Art noch immer. Obwohl, doch, ein bisschen verändert hat sie sich auch. Mittlerweile greift sie auch gerne mal selbst in die Ermittlungen ein.
Auch in diesem Fall freue ich mich über den Humor, mit dem das Buch geschrieben ist und über die Eskapaden von Lilly. Ich kann nicht wirklich zitieren, weil es immer aus dem Zusammenhang gerissen wäre, aber stellt euch mal eine 83jährige, kleine, schrullige, grauhaarige Frau vor, die beim (unerlaubten) Observieren in eine etwas schlüpfrige Firmenfeier gerät und durch eine ungeschickte Bewegung direkt mitten auf dem Büffet zum liegen kommt …
Das Buch startet direkt mit einem Mord, bzw. kann der Leser davon ausgehen, dass es sich um einen Mord handelt. Auch wer der Täter ist, ist gedanklich eigentlich schnell klar. Aber es wäre kein gutes Buch, wenn diese Idee nicht noch ganz oft in Frage gestellt werden müsste. Und es ist ein gutes Buch. So einfach wie es scheint, ist es dann eben doch nicht. Es gibt noch die eine oder andere Überraschung, bis der Fall dann wirklich aufgeklärt ist. Und Lilly reist dafür sogar bis nach Australien!

Mein Fazit:
Auch dieser Krimi mit Lilly Höschen hat mich wieder köstlich amüsiert und gut unterhalten. Wer Krimis ohne viel Blut, dafür aber mit eine guten Prise Humor mag, der ist hier genau richtig.

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen, weil ich „Walpurgismord“ einfach einen Tick besser fand.

Zusätzliche Information:
„Lilly Höschen und ihr Gespür für Mord“ ist der vierte Fall von und mit der rüstigen alten Dame. Es ist ein in sich völlig abgeschlossenes Buch, dennoch halte ich es für gut, vorher wenigstens „Walpurgismord“ gelesen zu haben. Hier werden einem die einzelnen Charaktere schon etwas näher gebracht.
Die Reihenfolge der Fälle von und mit Lilly Höschen ist:
– Walpurgismord
– Sauschlägers Paradies
– Die Segeberg-Connection, die Lübecker Marzipanleiche und der Harzer Roller
– Lilly Höschen und ihr Gespür für Mord

Hier noch mal die Links zu allen viel Fällen von Lilly Höschen:

Mit der Nutzung der "Teilen-Buttons" werden deine Daten automatisch an Dritte übermittelt.

Rezension: „Walpurgismord“

„Walpurgismord“
Helmut Exner
Kindle Edition [klick], ASIN: B006BUA6WK, € 6,49
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3936318913, € 8,95
217 Seiten
Verlag: EPV Elektronik-Praktiker-Verlagsges. mbH

Mein Dank geht an den EPV, der mir dieses eBook zur Verfügung gestellt hat..

Der Autor:
Helmut Exner stellt sich auf seiner Autoren-Homepage so ausführlich und nett vor, dass ich euch direkt dorthin schicke 😉
Autoren-Homepage von Helmut Exner: http://www.helmutexner.de

Inhalt:
Lilly Höschen ist eine ehemalige Oberstudienrätin, mittlerweile 80 Jahre, schon immer etwas schrullig.  Sie ist nett, freundlich und hilfsbereit, solange man sie nicht ärgert. Aber wehe wenn.
Vor zwanzig Jahren, am Walpurgistag sind Miriam und Georg Besserdich spurlos verschwunden. Aber Leichen wurden niemals gefunden. Amadeus, der Sohn der beiden, war damals 12 Jahre und wurde von Lilly aufgezogen.
Eines Morgens findet Lilly eine weibliche Leiche in ihrem Garten. Die Identität ist schnell geklärt, aber warum sitzt diese Leiche ausgerechnet bei Lilly im Garten?

Meine Meinung:
„Walpurgismord: Ein leicht schräger Krimi aus dem idyllischen Harz“. Besser kann man dieses Buch gar nicht beschreiben. Schon auf den ersten Seiten musste ich laut auflachen. Der Autor hat Lilly so gut und bildhaft beschrieben, dass ich sie direkt vor mir stehen sehe.

Zitat:
„ Im Umgang mit ihren Mitmenschen galt sie durchaus als freundlich, ja liebenswürdig und hilfsbereit. Aber wehe, wenn sie sich veranlasst sah, einen ihrer Giftpfeile abzuschießen. Da konnte ihr niemand ausweichen oder gar Kontra bieten. Das schlimmste Vergehen war, ihren Namen wie Hös-chen auszusprechen und nicht wie Hö-schen mit kurzem ö und sch. Wer das tat, hatte eine Feindin fürs Leben.“

Ganz ehrlich, nach diesem Satz habe ich immer brav Hö-schen gelesen.
Trotz aller „Giftpfeile“, ich mochte Lilly von der ersten Sekunde an. Sie ist so herzerfrischend ehrlich. Ok, wenn sie meine Lehrerin gewesen wäre, würde ich das womöglich anders sehen.
Eigentlich sind alle Charaktere in diesem Buch irgendwann mal liebenswert, die meisten sogar die ganze Zeit. Alle bis auf den Pater, der ist zu keiner Sekunde liebenswert – ganz im Gegenteil.
Eigentlich hatte ich so eine Art „Miss Marple“ erwartet, aber Lilly ermittelt nicht selbst. Sie ist nur intensiv in den Fall verstrickt. Und ab und an hat sie gute Ideen, die sie dem Kommissar natürlich direkt mitteilt.
Der ganze Schreibstil gefällt mir unheimlich gut. Es liest sich locker und leicht. Ich muss zwischendurch oft auflachen, trotzdem bleibt der Spannungspegel die ganze Zeit erhalten. Zu der einen Leiche kommt noch die eine oder andere Straftat hinzu und immer wieder werde ich in die Irre geführt. Nach der Hälfte des Buches, dachte ich „*hm* Der Fall ist gelöst, was kommt denn da noch in der zweiten Hälfte?“ Aber Pustekuchen, von wegen gelöst. So drehen und wenden sich die Ermittlungen eine ganze Weile, man bekommt viele Ideen, wer und wie es gewesen sein könnte. Na, ja eine der Ideen ist dann auch die richtige, aber welche bleibt bis zum Schluss die große Frage.
Das Buch beginnt im Juli 2010, führt mich an ein paar wenigen Stellen zurück in die Vergangenheit. An den Tag, an dem Miriam und Georg Besserdich verschwunden sind und in ein paar Tage in der Kinderzeit einiger Charaktere. Ansonsten gehen die Ermittlungen chronologisch voran. Die einzelnen Kapitel sind mit dem jeweiligen Datum überschrieben. Und die Ermittlungen dauern immerhin vom Juli 2010 bis Mai 2011. Fast ein ganzes Jahr, in dem viel passiert.

Mein Fazit:
Ein Krimi, der ohne Blut auskommt, mich dafür öfter als einmal zum laut auflachen brachte, und von vorne bis hinten einfach nur Spaß und Spannung gebracht hat.

Meine Wertung:
5 von 5 Herzen

Zusätzliche Information:
„Walpurgismord“ ist der erste Fall aus dem Harz, in dem Lilly Höschen eine Hauptfigur ist. Aber er ist völlig in sich abgeschlossen.
Weitere, bisher erschienene Fälle mit Lilly sind:
– Sauschlägers Paradies
– Die Segeberg-Connection, die Lübecker Marzipanleiche und der Harzer Roller
– Lilly Höschen und ihr Gespür für Mord

Hier noch mal die Links zu allen viel Fällen von Lilly Höschen:

Mit der Nutzung der "Teilen-Buttons" werden deine Daten automatisch an Dritte übermittelt.

Rezension: „Die dunkle Seite der Insel“

„Die dunkle Seite der Insel“
Numi Teusch
Kindle Edition [klick], ASIN: B008JGIT3W, € 2,99
derzeit nur als eBook erhältlich
© Numi Teusch
335 Seiten

Mein Dank geht an Numi Teusch, die mir dieses eBook zur Verfügung gestellt hat.

Die Autorin:
Numi Teusch wurde 1966 in Laubach an der Wetter geboren. Nach dem Abitur lebte und arbeitete sie drei Jahre in Genua und Rom. Magisterabschluss in Germanistik, Romanistik und Theater- Film- und Fernsehwissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main. Numi Teusch arbeitet als Drehbuchautorin und Regieassistentin (u.a. für mehrere „Tatorte“ sowie andere deutsche und italienische Krimiformate) und lebt mit ihrer Familie in Berlin. „Die dunkle Seite der Insel“ ist ihr erster Roman. (Quelle: Amazon.de)
Homepage der Autorin: http://www.numiteusch.de/

Inhalt:
Eine Gruppe junger, deutscher Archäologie-Studenten, darunter auch Evelyn, fliegen mit ihrem Professor nach Teneriffa, um dort Ausgrabungen vorzunehmen. Evelyn hat es nicht leicht mit ihren Mit-Studenten. Archäologie ist nur ihr Nebenfach und dementsprechend wird sie nicht ernst genommen und sogar ein wenig gemobbt. Ausgerechnet Evelyn findet am 1. Ausgrabungstag eine Leiche. Aber keine Mumie, sondern eine frische Leiche von einem jungen Mann, den sie am Abend zuvor in einer Disco kennengelernt hat.
Auch der Kommissar, Ben, der gerade erst wieder zurück auf die Insel versetzt wurde, hat es nicht leicht mit seinen neuen Kollegen. Und in diesen Kommissar verliebt sich Evelyn dann auch noch Hals über Kopf.

Meine Meinung:
Die Inhaltsbeschreibung des Buches hat mich direkt angesprochen. Eine Leiche bei Ausgrabungen, ein Fluch, eine Protagonistin, die sich in den ermittelnden Kommissar verliebt. Das versprach spannend zu werden.
Die Autorin scheint gut recherchiert zu haben und sich gut auf der Insel auszukennen. So beschreibt sie die Gegend sehr genau. Allerdings, mich persönlich, hat es dann doch gestört, dass sie z.B. Autofahrten mit etlichen Straßennamen, Kreuzungen und Abfahrten detailgenau beschrieben hat. Mein Spanisch ist nur sehr, sehr schwach und es hat meinen Lesefluss jedes mal unterbrochen, wenn die ganzen spanischen Straßennamen aufgeführt wurden.
Das Buch ist in verschiedene Abschnitte unterteilt. So wechseln z.B. Abschnitte, die Ben erlebt, die Evelyn erlebt und die, die anderen Protagonisten erleben, immer wieder ab. Über jedem Abschnitt steht der Name, desjenigen, der den Abschnitt gerade erlebt. Manche dieser Abschnitte sind sehr kurz gehalten. So dass man wirklich von „Szene“ zu „Szene“ springt. Erzählt ist das ganze Buch aber in Ich-Form aus der Sicht von Evelyn.
Ich hatte eigentlich erwartet, in dem Buch ein bisschen mit in die Ausgrabungen der Studenten einzutauchen. Ok, da direkt am ersten Tag die Leiche gefunden wurde, konnte am Ausgrabungsort natürlich nicht weiter gearbeitet werden. Stattdessen hielt jeder der Studenten ein Referat über sein Fachgebiet. Das konnte mich leider so gar nicht fesseln.
Von den Protagonisten war mir, bis auf Ben, keiner wirklich sympathisch. Und bei Ben, da war ich mir nicht sicher, ob ich ihn wirklich mochte oder ob er einfach nur der interessanteste Charakter war.
Wer Anita war und was sie in der Geschichte für eine Rolle spielte, war mir sehr, sehr lange ein Rätsel. Aber die endlos vielen deutschen Schlager. Das war für meinen Geschmack definitiv zu viel.
Richtig Schwung kam dann erst bei 75% (des gelesenen eBooks laut Kindle) in die Handlung. Da wurde es noch mal interessant und die Aufklärung des Mordes kam in Gang.
Insgesamt war mir die Geschichte zu stockend und zu viel gefüllt mit spanischen und zum Teil auch holländischen Worten und kleinen Sätzen, spanischen Straßennamen und viel zu vielen deutschen und englischen Liedern und Liedertexten.

Mein Fazit:
Die Idee zur Handlung hat mir gefallen, jedoch konnte mich die Umsetzung nicht wirklich überzeugen.

Meine Wertung:
2 von 5 Herzen

 

Mit der Nutzung der "Teilen-Buttons" werden deine Daten automatisch an Dritte übermittelt.

Rezension: „Eifler Zorn“ von Elke Pistor

Es ist soweit! Heute erscheint der „Eifler Zorn“. Und ich durfte es schon vorher lesen *freu* und kann euch heute schon erzählen, wie gut es ist!
Vielen Dank, liebe Elke!

„Eifler Zorn“
Elke Pistor

Kindle Edition [klick], ASIN: B009M7LOY8
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3954510139
Seiten: 220
Verlag: Emons Verlag (8. Oktober 2012)

Die Autorin:
Jahrgang 67. In Gemünd in der Eifel aufgewachsen, geprägt und der Region bis heute eng verbunden. Abitur in Schleiden. Studium in Köln.
Nach kurzem Stopp am Niederrhein lebt sie heute in Köln, arbeitet als freie Seminartrainerin und leitet Schreibworkshops.
Seit 2009 mordet sie sich mit dem größten Vergnügen in schriftlicher  Kurz- und Langform quer durch alle Gesellschaftsschichten, Personenkreise und Landschaften.
Elke Pistor ist Mitglied bei den Mörderischen Schwestern, im Syndikat, der Vereinigung deutschsprachiger Kriminalschriftsteller und im DeLiA, der Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren.
Im Frühjahr 2011 wurde sie für den NORDMORDAWARD 2011 nominiert.
Sie ist Jurymitglied für den Friedrich-Glauser-Preis 2013 in der Sparte Debut und für den Jaques-Berndorf-Preis 2012. (Quelle: Homepage Elke Pistor)

Inhalt:
Beim Abriss eines alten Gebäudes wird in einer Kiste die Leiche eines Jungen gefunden. Diese Leiche weist zwei Besonderheiten auf. Einen Tag später wird eine weitere Leiche gefunden. Am selben Ort. Und diese zweite Leiche weist ebenfalls eine der beiden Besonderheiten auf.

Meine Meinung:
Der Prolog stammt aus der Vergangenheit und ist bereits sehr spannend aber auch schockierend.
In diesem Krimi werden im Grunde zwei Fälle parallel ermittelt. Immer wieder gibt es Kapitel, die eine Geschichte aus der Vergangenheit erzählen. Die Leichenfunde und die Ermittlungen finden in der Gegenwart statt. Mir, als Leser, ist recht schnell klar wann der erste Mord stattgefunden haben muss. Unklar und daher spannend bis zum Schluss bleiben aber die näheren Umstände, die zum Mord geführt haben und der Namen des ersten Mordopfers. Das zweite Opfer ist allerdings kein Unbekannter  – hier ist das „Warum?“ die große Frage. Eine vage Idee warum das zweite Opfer diese Besonderheit aufweist, bekomme ich recht schnell.  Aber wie und warum diese Gemeinsamkeit mit dem ersten Opfer vorhanden ist, diese Frage bleibt mir doch noch recht lange unbeantwortet.
Insgesamt war das Buch in meinen Augen nicht durch absolute Hochspannung geprägt, sondern durch die verschiedenen Handlungsstränge, die nebeneinander her laufen. Da gibt es nicht nur die Morde, sondern auch noch Neid und Schwierigkeiten mit der Teamfähigkeit unter Kollegen und einiges an privaten Problemen im Leben der Polizisten. Ein bisschen typische „Kleinstadtidylle“ und so ganz nebenbei erfahre ich auch noch etwas über Schönheiten und Sehenswürdigkeiten in der Eifel.
Mit den Protagonisten hatte ich anfangs so meine Schwierigkeiten. Irgendwie konnte ich die relativ vielen Namen nicht richtig auseinanderhalten. Wer gehört wo hin, wer ist mit wem liiert und wer getrennt? Wer ist der Ex und wer ist gerade aktuell? Aber das mag wohl daran liegen, dass es sich hierbei ja schon um den vierten Fall der Ermittlerin „Ina Weinz“ handelt und ich noch keinen der vorangegangen Fälle gelesen habe.
Gegen Ende hin wird dann auch noch mal richtig Spannung aufgebaut und die Fäden laufen zusammen. Und der oder die Mörder?  Bis zum Schluss, hatte ich denjenigen oder diejenige nicht in Verdacht. Und genau so soll ein guter Krimi ja auch sein.

Mein Fazit:
Allen Krimifans kann ich Eifler Zorn wirklich empfehlen. Eventuell sollte man die vorherigen Fälle von „Ina Weinz“ zuerst lesen, damit man die Protagonisten schon kennt.

Meine Wertung:
Eigentlich 3,5 von 5 Herzen, wegen der schon beschriebenen Einstiegsprobleme. Aber da ich das Buch insgesamt gesehen trotzdem prima find, runde ich gerne auf 4 auf.

Eine Leseprobe könnt ihr hier finden: [klick]

Aber unbedingt empfehlen möchte ich euch die Hörprobe. Gesprochen von Elke Pistor selbst. Ich finde die richtig klasse und habe sie mir schon ein paar mal angehört. [Hörprobe Klick]

Und hier jetzt noch schnell die Links zu allen vier Fällen von Ina Weinz.
Der erste Teil ist eine längere Kurzgeschichte im Anthologieband „Mortus in Colonia“ mit dem Titel „Für den Wind und die Vögel“.

1. Fall 2. Fall 3. Fall 4. Fall
Mit der Nutzung der "Teilen-Buttons" werden deine Daten automatisch an Dritte übermittelt.