Rezension: „Das Leben ist (k)ein Ponyhof“

„Das Leben ist (k)ein Ponyhof“
Britta Sabbag
Kindle Edition [klick], ASIN: B00GHRI4SU, € 7,49
Taschenbuch [klick], ISBN: 978-3404169771, € 8,99
224 Seiten
erschienen: April 2014
Verlag: Bastei Lübbe

Die Autorin:
Britta Sabbag, geboren 1978 in Osnabrück, studierte Sprachwissenschaft, Psychologie und Pädagogik in Bonn. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums arbeitete sie sechs Jahre als Personalerin in mehreren großen Firmen. Als die Krise zuschlug, nutzte sie die Chance, um das zu tun, was sie schon immer wollte: schreiben. Heute schreibt und lebt sie immer noch in Bonn.
(Quelle: Bastei Lübbe)

Inhalt:
Antonias Leben ist perfekt. Sie ist erfolgreich im Beruf und liebt einen perfekten Mann, der auch noch ihr Kollege im Job ist. Es könnte nicht besser sein. Dann erhält sie einen Notruf von ihrer Mutter und ganz gegen ihre Gewohnheiten eilt sie in ihr altes, verhasstes Heimatdorf. Doch ihre Mutter ist nicht etwa krank, nein sie will verreisen und Antonia soll solange auf ihren senilen Stiefvater aufpassen. Und bevor sie „Nein, dafür habe ich nun wirklich keine Zeit.“ sagen kann, ist Mutter Inge bereits mit dem Taxi verschwunden und Antonia steht mit Walter alleine da. Das geht ja mal gar nicht, denn dafür hat sie nun wirklich keine Zeit.

Meine Meinung:
Ich habe Britta Sabbag und dieses Buch bei einer Lesung kennengelernt und bei dieser Lesung sofort beschlossen: dieses Buch muss ich haben.
Zunächst möchte ich aber ausnahmsweise mal etwas zu Aufmachung sagen, denn die finde ich wirklich außergewöhnlich. Alleine die gelbe Farbe des Covers ist natürlich der Hingucker schlechthin. Dann steht da auch noch ein Zebra, obwohl es ja eigentlich um (k)einen PONYhof geht!? Alleine das macht schon neugierig. Und dann blättert man hinein und sieht auf der rechten Seite wieder ein kleines gezeichnetes Zebra, und auf jeder folgenden Seite auch. Kennt ihr noch das „Daumenkino“??? Ja, genau so ein kleines Zebra ist das rechts. Und bevor ich überhaupt angefangen habe zu lesen, hab ich ein paar mal Daumenkino geschaut *lächel*
Zur Geschichte selbst: die fand ich jetzt nicht unbedingt brandneu, aber deswegen nicht weniger gut. Es werden einige Klischees bedient, aber das geschieht in einem wirklich schön zu lesenden Schreibstil, mit einer guten Portion Humor. Und man kann trotzdem das ernsthafte Thema dahinter erkennen.
Antonia hat es mir anfangs nicht leicht gemacht sie zu mögen, dafür mochte ich Walter sofort. Und ich weiß immer noch nicht ob er tatsächlich senil ist oder doch sehr genau wusste was er da so tat. Auf jeden Fall habe ich sehr oft über ihn lachen müssen. Britta Sabbag schreibt zwar, so einen Walter sollte jeder haben, und wie gesagt ich mochte ihn sehr, aber ich denke im echten Leben wäre er mir zu anstrengend ;-). Aber während der Geschichte entwickelt sich auch Antonia weiter und zum Schluss hat auch sie mir dann gut gefallen. Außerdem gibt es noch ein paar weitere interessante Protagonisten und eine Liebesgeschichte fehlt auch nicht. Lasst euch einfach drauf ein, ich möchte nämlich hier an dieser Stelle nicht zu viel verraten 😉

Mein Fazit:
Ein Buch, dass mich nicht vor Spannung an den Rande eines Herzinfarktes getrieben hat. Aber das mir ein paar humorvolle und schöne Lesestunden beschert hat. Irgendwie voller Klischees und trotzdem irgendwie auch mitten aus dem Leben.
Und ausnahmsweise spreche ich mal eine ausdrückliche Empfehlung für das Taschenbuch aus, denn die Aufmachung ist es wirklich wert.

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen

Sonstiges:
Bei Bastei Lübbe habe ich noch tolles Video-Interview mit Britta Sabbag zu „Das Leben ist (k) Ponyhof“ gefunden. Das solltet ihr euch unbedingt noch anschauen.

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