Rezension: „Kuss der Wölfin – Die Ankunft“ (Bd. 1)

Kuss der Wölfin – Die Ankunft (Bd. 1)
Katja Piel
Kindle Edition [klick], ASIN: B00D1Z98ZE, € 2,99
Taschenbuch [klick]
, ISBN: 978-1477698778, € 8,99
262 Seiten
Verlag: CreateSpace
erschienen: Mai 2013

Mein herzlicher Dank geht an Katja Piel, die mir dieses eBook zur Verfügung gestellt hat.

Die Autorin:
Katja Piel wurde 1972 in Kelkheim geboren und lebt heute mit Mann und Kind in Rodgau.
Mit ihrer eBook-Serie „The Hunter“ ist sie im Mystery-Thriller-Genre erfolgreich.
„Kuss der Wölfin“ ist ihr erster Fantasy-Roman. (Quelle: Amazon.de)
Die Homepage von Katja Piel: http://kussderwoelfin.wordpress.com
Katja Piel auf facebook: www.facebook.com/kussderwoelfin

Inhalt:
1. Erzählstrang
Anna ist 422 Jahre alt und eine Gestaltwandlerin. Natürlich sieht man ihr ihr Alter nicht an, sie sieht aus wie Anfang 20 und zur Zeit lebt sie als Studentin in Frankfurt am Main. Es ist Sommer 2012 als sie plötzlich bedrohliche SMS-Nachrichten ohne Absender erhält. Sie ahnt wer dahinter steckt, und sie weiß es wäre besser mal wieder die Identität zu wechseln und Frankfurt, oder am besten gleich den ganzen Kontinent, zu verlassen. Doch ihr Leben in Frankfurt gefällt ihr sehr gut und eigentlich mag sie nicht schon wieder wo anders neu anfangen. Noch dazu wo sie gerade Samuel kennengelernt hat.
2. Erzählstrang
1589: Katharina lebt mit ihrem gewalttägigen Ehemann und ihrer Stieftochter Sibil in der Nähe von Köln. Die ganze Gegend lebt in Angst, denn immer wieder werden Vieh und Mensch grausam abgeschlachtet und zugerichtet aufgefunden. Katharinas Ehemann wird immer unerträglicher und Katharina und Sibil wissen, sie werden nur überleben, wenn ihnen eines Tages die Flucht gelingt. Doch dann werden alle drei der Hexerei bezichtigt und nur Sibil gelingt es ihrer Verbrennung zu entgehen. Auf ihrer Flucht trifft sie auf ein Rudel Werwölfe.

Meine Meinung:
Die Idee die Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitebenen zu erzählen finde ich toll. Beide Zeitebenen sind interessant und spannend geschrieben. Die Zeiten wechseln mit den Kapiteln und in 1589 erfahre ich den Unterschied zwischen Gestaltwandler und Werwölfen. Es ist die Zeit vor Annas Geburt – die Geschichte ihrer Mutter. In 2012 erlebe ich die „junge“ Studentin Anna. Sie liebt ihr augenblickliches Leben und genießt die Vorzüge, wenn man schon 422 Jahre alt ist. Auch wenn es nicht immer einfach ist, das zu verstecken und sich immer wieder auf ein neues Leben einzulassen. Gerade hat sie Samuel kennengelernt und fühlt sich sofort von ihm angezogen. Das dumme ist eben nur, dass er eigentlich tabu sein sollte, weil er der Freund ihrer Freundin ist. Doch dann wird sie bedroht und gerät wirklich in Gefahr. Und Sam hat Kontakte, die Anna helfen können.
Im Laufe des Buches erfährt der Leser durch die Geschichten aus 1589 immer mehr Hintergrundwissen und nach ungefähr zwei Drittel des Buches wird auch der Zusammenhang zwischen den beiden Erzählsträngen klar.
Beide Erzählstränge sind flüssig und leicht zu lesen. Die Spannungsebene ist in beiden Erzählsträngen vorhanden und zu keiner Zeit habe ich mich durch den Wechsel gestört gefühlt. Beide Stränge haben mir gut gefallen und wirkten sehr authentisch.
Die Trilogie ist ja im Bereich „Erotik-Fantasy“ angesiedelt. Da bin ich schon immer ein wenig skeptisch was mich denn da so erwarten wird. Hier waren es sehr viele Sex-Szenen, die nicht besonders intensiv ausgearbeitet waren, aber so ausreichend, dass der Leser trotzdem das Bild vor Augen hat. Die Beschreibungen waren für meinen Geschmack ok – aber ich denke das eine oder andere mal weniger, hätte auch nicht geschadet. Wobei ich sehr überzeugend fand wie der Unterschied zwischen „früher“ und „heutzutage“ dargestellt wurde.
Die Protagonisten waren gut ausgearbeitet, wobei mich Anna nicht immer von sich überzeugen konnte. Mit ihren 422 Jahren, kam sie manchmal schon noch wie ein richtiger „Kindskopf“ vor. Sam, dagegen ist mir sehr sympathisch.
Dennoch hat mir das Buch im gut gefallen, auch wenn ich nicht verstehen kann, wie man als normaler Mensch einen starken Werwolf mit einer Weinflasche k.o. schlagen kann.
Für mich ist „Die Ankunft“ ein schöner Einstieg in die Trilogie mit deutlichem Entwicklungspotential und ich bin neugierig wie es mit Anna und Sam weitergehen wird.

Mein Fazit:
Der Auftakt in die Trilogie hat mir gut gefallen und ich werde auf jeden Fall weiterlesen. In der Geschichte steckt noch so einiges an Potential.

Meine Wertung:
4 von 5 Herzen

Sonstiges:
Links zu den bisher erschienenen Teilen der Kuss der Wölfin-Trilogie

Spin-off Band 1
Mit der Nutzung der "Teilen-Buttons" werden deine Daten automatisch an Dritte übermittelt.